CD-Review: Sinai Beach - Immersed

Besetzung

Courtney Alderson – Gesang
Logan Lambert – Gitarre
Mike Risinger – Gitarre
Jeff Santo – Bass
Mike Dunlap – Schlagzeug

Tracklist

01. Apocalypse
02. Obedience Through Desecration
03. God I Would Be, The
04. Necessary Bloodshed
05. To The Church
06. Return To Dust
07. His Chosen Fate
08. Stagnate, The
09. Distressor
10. Serpent's Letter, The
11. Hell Blaze
12. Ignoring The Conditional Response


Tja, da ist es also – das Zweitwerk der fünf Jungs aus Riverside, CA, und als erstes fällt mir der fette Sticker auf dem Kartoncover auf:

„An energetic dose of back-to-basics brutality wrought with a spirit-fueled fire that will breath life upon the future“. For fans of: Pantera, Slayer & Lamb of God”

Man kann davon halten was man will.Bis auf diese wenigen Dinge kann ich leider nicht viel mehr über die Band selbst berichten, kaufte ich diese CD doch rein aus Intuition.
Voller Vorfreude lege ich die CD also in mein Laufwerk – und dann ging’s los. Ein kräftiges Instrumental, getauft „Apocalypse“ haut mal so richtig rein. Double Bass wo das Ohr nur hinhört. Fett. Doch vergehen die 1:40min relativ schnell, schade eigentlich, aber der 2. Track macht dies sofort wieder gut. Harte, schnelle Riffs – und dann das Besondere an Sinai Beach: es wird nicht die ganze Zeit nur gegrölt und gegrunzt. Der Refrain wird mit einer Gesangsleitung wiedergegeben die allemal an „Life of Agony“ erinnert.
Gewöhnungsbedürftig, aber genial. Der dritte Song „The God I would be“ legt ebenso kräftig los, überrascht mich mit seinen verschiedenen Geschwindigkeit die gekonnt ineinander übergehen. Dazu noch polyrhythmische Drums – fertig ist der Anspieltipp! Der 4. Track beginnt sehr Mnemic like, überzeugt dann auch genau so. Härte und Geschwindigkeit gekonnt ausgespielt.
Man kommt zu keiner Verschnaufpause!

Ich weiß nicht genau an wen mich Sinai Beach erinnert, vielleicht sind es zu viele. Aber definitiv keine billigen Kopien bekannter und bewährter Lieder. Die nächsten Tracks sind allesamt hoher Qualität, doch baut die CD im „Mittelfeld“ etwas ab. Track 9 sticht kurz hervor – ein solches Elektro-Interlude ist in dieser Musikrichtung eher unüblich. Richtig interessant wird es dann noch mal mit den beiden letzten Tracks. „Hell Blaze“ ist so richtig auf Slayer ähnlichen Schlagzeug- Gitarrenorgien aufgebaut. Im Speed kaum zu übertreffen. „Ignoring The Conditional Response“ ist dann noch der perfekte Abschluss der CD. Richtig heavy, gibt einfach Anlass den Kopf mitzubewegen. Sinai Beach zeigen hier ein letztes Mal was sie können: Sehr viel nämlich.

Damit hatte ich nun wirklich nicht gerechnet. Ein Erstlingswerk mit so einer Dynamik hatte ich mir nicht erwartet. Eher dachte ich „wieder eine CD mehr mit Metalcore-Einheitsbrei“ Dem ist aber wirklich nicht so. Im Nachhinein muss ich auch sagen – es sind Parallelen zu Pantera und Slayer vorhanden. „Evolution statt Kopie“ beschreibt Sinai Beach meiner Meinung nach am besten. Die vielen, sehr gut eingesetzten Elektronik Effekte geben dem ganzen dann denn letzten Schliff. Top!

Bewertung: 7.5 / 10

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