Review Straight – From The Heart (EP)

  • Label: Eigenproduktion
  • Veröffentlicht: 2003
  • Spielart: Thrash Metal

Ich lernte Straight als Support Band von Soulfly kennen und dementsprechend kann man sich vorstellen in welche Richtung der Sound geht. Und doch ist Straight ganz anders.

Schon der Opener der EP „From The Heart“ ist eine explosive Mischung zwischen Gesang und Shouting von Sänger Carten Albrecht. „Trial Relationship“ nennt sich der Song und erinnerte mich im ersten Moment an Fear Factory´s „Demanufacture“ – nur ohne die ganzen Industrial Einflüsse. Das Shouting erinnert auch eher an einen Burton C. Bell als an einen Max Cavalera, während der Gesangspart eigentlich auch locker von AFI Frontmann Davey Havoc stammen könnte.

„Get Out“ heißt das zweite Stück der EP und dementsprechend ist auch der Text, der in einer Mischung aus Death Metal Gegrunze, Shouting und New Metal Gesang vorgetragen wird. Eine sehr gute Mischung, die sowohl Death Metallern gefallen könnte und New Metal Anhängern sowieso. Der Song an sich ist einfach strukturiert, tiefe Gitarrenriffs und viel Gekloppe bei den Drums.

Song Nummero 3, „I Confess“, ist härter als beide Vorgänger und Sänger Carsten Albrecht zeigt das erste mal richtig deutlich was in ihm steckt. In dem Lied sind auch die meisten Hardcore Einflüsse bis dato zu erkennen. Ein einfacher Refrain rundet den Song ab und wenn man´s nicht besser weiß glaubt man direkt Slipknot zu hören.

„Distance“ ist der vierte der insgesamt sechs Songs der EP und deutlich ruhiger als der Vorgänger „I Confess“ – zumindest am Anfang, denn nach nicht einmal einer halben Minute wird wieder losgekloppt was Herz und Nieren hergeben. Ein Wechselbad der Gefühle entsteht zwischen hartem New Metal und immer wieder eingespielten Klängen die doch sehr an Engel in weißen Kleider erinnern. Es ist fast so als würde die Band probieren einen Orgasmus immer wieder zurück zu halten, dann jedoch die letzten eineinhalb Minuten vollkommen zum Höhepunkt kommt.

„Cockride Suicide“ ist wohl der beste Song der EP und sie kam auch Live am besten an, was wohl daran lag das der Song geradezu zum Headbangen gemacht wurde. Sänger Carsten beweist wieder mal seine Gesangs- , nicht Shouting, qualitäten und ein eingängiger Refrain lässt den Song zum Besten werden was die Scheibe hergibt.

„Can´t Breathe“ ist der letzte Song der EP und würdiger Abschluss. Die Band hat in dem Song endlich zur perfekten Mischung von Gesang und Shouting gefunden und dazu einen sehr guten Song geschrieben. Kommt nicht ganz an „Cockride Suicide“ ran, da ich doch lieber einen guten Headbanger Song höre, als einen guten Metalsong.

Die EP zeigt das Straight definitiv eine rosige Zukunft vor sich haben, denn die Band ist nicht nur sympathisch, sondern auch sehr talentiert. Ab und zu fehlt noch die Abstimmung, aber das kommt sicher noch!
(Balint)

Wertung: 7.5 / 10

Geschrieben am 5. April 2013 von Metal1.info

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert