CD-Review: The Bouncing Souls - Simplicity

Besetzung

Greg Attonito - Gesang
Pete Steinkopf - Gitarre, Gesang
Bryan Kienlen - Bass, Gesang
George Rebelo - Schlagzeug

Gastmusiker:
Frankie Iero - Gesang
Lou Koller - Gesang
Ari Katz - Gesang
DJ Values - Gesang
Zach Moyle - Gesang

Tracklist

01. Driving All Night
02. Euphoria
03. Satellite
04. Digital Twilight Zone
05. I Wanna Be Bored
06. Hey Aliens
07. Hero Zero
08. Writing On The Wall
09. Rebel Song
10. Tightrope
11. Gravity
12. Bees
13. Up To Us


Wie simpel die Welt funktionieren kann oder man mit einfältigen Aussagen eine ganze Nation anführen kann, das hat die Geschichte in der Vergangenheit und Gegenwart mehr als einmal bewiesen. Unter dem Titel „Simplicity“ veröffentlicht die aus New Jersey stammende Punk-Band THE BOUNCING SOULS ihr mittlerweile zehntes Studioalbum. Das ist quasi ein kleines Vorab-Jubiläum, bevor die Band im Jahr 2017 ihr 30-jähriges Bestehen feiern kann.

Musikalisch lehnt man sich dann nicht weit aus dem Fenster des nordamerikanischen Punk-Rocks, belässt es bei knapp 30 Minuten Spieldauer und hat viele Songs von zwei Minuten Länge oder weniger in den heimischen Lakehouse Studios aufgenommen. Während die beiden eröffnenden Nummern mit viel Power rocken und sich gewohnt rotzig entfalten, liefert „Satellite“ eine kurze Verschnaufpause an, gerade weil der Titel auf Indie-Atmosphäre und lässiges Arrangement setzt.  Im Ansclhuss folgen weitere kurzweilige Nummern, die zum zeitlich sehr begrenzten Pogen und enthusiastischem Feiern einladen möchten. Durch diese Aneinanderreihung knapp einminütiger Songs bekommt das Album aber auch einen leicht chaotischen Charakter, der nicht langweilend, dafür aber gerade deshalb verstörend wirkt, weil man schon beim nächsten Titel ankommt bevor man sich auf den aktuellen richtig einlassen kann. Ab „Hero Zero“ kommt mehr und mehr die entspannte Seite von THE BOUNCING SOULS zum Tragen, ohne dabei auf die typischen Genre-Merkmale zu verzichten. Daraus resultiert Rockmusik mit sonnigem Gemüt, die auch Ohrwürmer zu bieten hat („Gravity“) oder ein ums andere Mal durch eingängige Hintergrundchöre zum mitsingen animiert („Bees“). Zwar muss man den insgesamt 13 Songs attestieren, dass sie sich nicht in einem Maß vom restlichen US-amerikanischen Reigen typischer Punk-Bands abheben, dennoch erschaffen sie kurzweilige Musikkost, die in ihrer Produktion und Qualität absolut in Ordnung geht.

THE BOUNCING SOULS sind eine etablierte Band, die sicherlich ihre Fans und Freunde US-amerikanischen Punk-Rocks auch dieses Mal für sich begeistern kann. „Simplicity“ ist ein dennoch ein Album, das gerade in den ersten Songs Schwächen und Mängel aufweist, die sie mit der unter dem Strich zu gleichförmigen zweiten Hälfte leider nicht komplett wettmachen können. Für einen netten Longplayer ohne große Ecken und Kanten reicht es aber allemal.

Bewertung: 5.5 / 10

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