CD-Review: The Pighounds - Hilleboom

  • Veröffentlichung: 2021
  • Label: Nois-O-Lution
  • Spielart: Rock
Besetzung

Peter Bering - Gesang, Gitarre
Alessandro “Sandro” de Luca - Schlagzeug

Tracklist

01. Neon
02. Ding Doe
03. Love Yourself
04. Save Your Lies
05. Rutger Hauer
06. AGAB
07. Tree Pee
08. Chairclimber
09. Milk & Honey
10. Superstar


Zwei Freunde, die bewaffnet mit Gitarre und Schlagzeug hochenergetischen Rock spielen, aus Deutschland kommen und (vor der Pandemie) unermüdlich auf Tour waren –  da klingelt doch etwas. Die Rede ist aber nicht von den mächtigen The Picturebooks, sondern von THE PIGHOUNDS, die mit ihrem Look, ihrem Sound und ihrer Live-Präsenz aber durchaus Brüder im Geiste des Duos Grabke/Mirtschink sein könnten. Peter Bering an Gitarre und Gesang und Alessandro “Sandro” de Luca am Schlagzeug hinterließen bereits 2018 mit ihrem Debüt „We Used To Be Innocent“ eine erste Duftmarke und legen nun ihr Zweitwerk „Hilleboom“ vor. An der knackigen Mischung aus Stoner, Grunge, Blues und Alternative Rock hat sich nichts geändert, THE PIGHOUNDS haben aber an genau den richtigen Stellen nachjustiert.

So besteht „Hilleboom“ aus elf Songs, von denen keiner die Vier-Minuten-Marke überschreitet, aber eigentlich fast alle absolute Ohrwurm-Garantie haben. Glattpoliert oder nach Mainstream klingt hier gar nichts, dafür sorgen die wuchtigen Riffs und das treibende Drumming. Schon der Opener „Neon“ fackelt nicht lange, sondern gibt ab der ersten Sekunde Vollgas und sofort fühlt man sich durch diese unbändige Energie an Mantar oder The Picturebooks erinnert. „Love Yourself“ erinnert ebenfalls an ein weltberühmtes Duo: Meg und Jack White lassen grüßen. Erst mit „Save Your Lies“ wird es etwas ruhiger, aber auch nicht für lang, denn schon am Ende des Songs ziehen THE PIGHOUNDS die Zügel wieder deutlich an und ebnen so den Weg für ein wahres Riff-Inferno. „Rutger Hauer“ fegt komplett ungezügelt aus den Boxen und man bekommt fast Mitleid mit den Instrumenten der Herren Bering und Luca. Moshpits sind hier vorprogrammiert.

THE PIGHOUNDS können aber nicht nur hart, in den Venen des Duos fließen auch ganz viel Blues, Funk und Südstaaten-Flair. Besonders gut nachzuhören bei „Tree Pee“, „Ding Dong“ oder „Milk & Honey“. Damit beweisen auch die Dortmunder, wie kreativ, vielseitig und spannend Duos klingen können. Lediglich das abschließende „Superstar“ fällt etwas aus dem Rahmen, vermag es doch die hohe Qualität des Albums nicht ganz zu halten. Schade, denn so fällt das Finale von „Hilleboom“ recht unspektakulär aus.

The Picturebooks, Mantar und Co., zieht euch warm an! THE PIGHOUNDS entfesseln mit „Hilleboom“ ein spektakuläres Album, das sich vor den Genregrößen nicht zu verstecken braucht. Das Duo macht mit der Scheibe unglaublich Lust auf energetische Shows in kleinen Clubs oder auf staubigen Äckern.

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Bewertung: 8.5 / 10

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