CD-Review: Unisonic - For The Kingdom

  • Veröffentlichung: 2014
  • Label: EarMusic, Edel
  • Spielart: Hard Rock
Besetzung

Michael Kiske - Gesang
Kai Hansen - Gitarre
Mandy Meyer - Gitarre
Dennis Ward - Bass
Kosta Zafiriou - Schlagzeug

Tracklist

01. For The Kingdom
02. You Come Undone
03. Unisonic (Live)
04. Never Too Late (Live)
05. Star Rider (Live)
06. Souls Alive (Live)


Zwei Jahre…zwei ganze Jahre mussten nun die ungeduldigen Fanscharen auf ein neues Release des Allstar-Projektes UNISONIC (unter anderem bestehend aus Gamma-Ray-Mastermind Kai Hansen und Goldkehlchen Michael Kiske) warten. Nun hat das lange Warten endlich ein Ende. Mit der „For The Kingdom“-EP melden sich UNISONIC mit einem großen Donnerschlag zurück. Nachdem die Debüt-Scheibe insgesamt recht nüchtern war, gibt es nun einen Vorgeschmack auf die zweite – und hoffentlich auch bessere – Runde.

Auf der neuen EP erwarten einen zwei brandneue Tracks und vier Liveaufnahmen altbekannter Songs, welche  im Jahre  2012 auf dem Masters of Rock Festival in Tschechien augenommen wurden. Klingt doch alles schon recht vielversprechend. Nun muss nur noch die Qualität stimmen: Und die stimmt! Opener der EP ist der gleichnamige Titeltrack „For The Kingdom“. Ein ziemlich kräftiges Gitarrenriff eröffnet ihn, ehe Kiske einen mit seiner Engelsstimme in Empfang nimmt. Der Song geht insgesamt sehr gut nach vorne weg. Der Refrain hat eine sehr schöne Hookline und bleibt sofort hängen. Nachdem das Debutalbum doch eine recht herbe Enttäuschung war, ist dies eine regelrechte Offenbarung. Man traut sich endlich mehr in Richtung Power Metal zu gehen, und bewegt sich nicht die ganze Zeit im Rock-Bereich. Insgesamt ein verdammt starker Einstieg.
Weiter im Text geht es mit dem zweiten neuen Song: Der EP Exklusive Track „You Come Undone“. Auch bei ihm bewegt man sich deutlich über dem Niveau der Debut-Platte. Trotz der Tatsache, dass er ein wenig langsamer als der Opener ist, weiß er doch einen in den Bann zu ziehen. Kiske singt im Refrain in den höchsten Tönen und beweist, dass er zu den ganz großen Sängern Deutschlands – wenn nicht sogar zu denen der Welt – gehört. Kai Hansen und Mandy Meyer leisten an den Gitarren ganze Arbeit und spielen geniale Soli und treiben den Song mit einem sehr knackigen Riff voran. Somit ist auch „You Come Undone“ ein verdammt gutes Stück geworden.

Als Bonus hat man noch die vier Live-Tracks. Die sind dann leider nicht mehr als „ganz nett“. Sollte man in die Kategorie „Kann man hören…muss man aber nicht“ einordnen. Gerade das ellenlange Intro – welches 2:40 Minuten lang ist! – verdirbt einem am Anfang regelrecht die Lust sich sie anzuhören. Man kann auch gut und gerne wieder an den Anfang der CD springen und sich lieber noch einmal die beiden Neuen geben. Trotzdem ein recht netter Bonus, um die EP ein wenig aufzufüllen, denn der Live-Sound ist ziemlich gut und alles wirkt recht authentisch. Die Performance der Band ist auch verdammt klasse; jedoch kommt hier insgesamt kein wirkliches Live-Feeling auf. Auch die Auswahl der Songs ist eher bescheiden. „Star Rider“ oder „Souls Alive“ gehören nicht gerade zu den absoluten Highlights im UNISONIC-Katalog. Da ist man mit dem Band-Song und „Never Too Late“ bedeutend besser bedient.

Insgesamt ist es also ein ganz netter Heißmacher auf das neue Album, um die Wartezeit auf dieses zu überbrücken. Die neuen Songs sind beide regelrechte Spitze und die Livemitschnitte sind eine ganz nette Beilage. Man kann und sollte sich auf mehr freuen!

Keine Wertung

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4 Kommentare zu “Unisonic – For The Kingdom (EP)”

  1. christian

    …das ist aber ein sehr vorsichtiges Review….Kiske ist im Power / Heavy Metal Bereich einer der besten, wenn nicht gar der beste Sänger – und zwar nicht nur weltweit sondern den es bisher gegeben hat. kiske gibt hochkreativer Musik von Hansen einen neuen Sinn…das kriegt der hansen mit Gamma ray selbst mit den ausgefeiltesten Riffs nicht hin. wenn die beiden Zusammentreffen wird Musikgeschichte geschrieben!

    1. Marvin Jordan Post Author

      Das ist alles letztlich eine Frage der Ansicht und des persönlichen Geschmacks. Hansen hat dieses Jahr durchaus mit Empire Of The Undead ein weltklasse Album abgeliefert, und das ohne Kiske. Kiske ist durchaus ein verdammt guter Sänger und gehört zu den Besten seines Bereichs, aber was dieser an Songwritting in den letzten paar Jahren gebracht hat war eher mau.
      Nun muss ich aber mal fragen: Was meinst du mit „vorsichtig“?

      1. christian

        Ok….also kiske ist Power Metal sänger der muss auch kein Songwriter sein …es ist nicht sooo schwer einen guten Power Metal song zu schreiben und es können auch sehr viele…der kiske kann auch Gute Lieder schreiben….aber…er sprudelt da nicht so wie hansen und er mag Metal nicht so….leider…ich bin ein großer Fan von Kai. Aber ich muss sagen, dass seine Musik besser war bei Helloween als bei Gamma Ray…das liegt wahrscheinlich am Weikath der ein guten Sinn für das Arrangement hat…andererseits am Kiske der ein verdammt guter Sänger ist. Aber vor allem passen die beiden wie die Faust aufs Auge…..berrer als mit dem Scheepers…

  2. Marc Lengowski

    Würde ich unterstreichen, Marvin. Kiske ist – immer noch – ein großartiger Sänger, aber ein eher mittelmäßiger Songwriter. Von dem furchtbar banalen „Kiske/Somerville“-Album reden wir besser gar nicht.

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