CD-Review: Vilefuck - Intoxicated By Madness (Demo)

Besetzung

Allex - Gesang
Tom - Gitarre
Henke - Bass
Fredde - Schlagzeug

Tracklist

01. Force Of Destruction
02. Fuck The System
03. Invisible War
04. Intoxicated By Madness


Eine Seltenheit auf einem Grindcore-Label: Ein Release, bei der nicht der längste, sondern der kürzeste Song 2:42 Minuten dauert. Es handelt sich um die Schweden VILEFUCK, die mit „Intoxicated By Madness“ ihr fünftes Demo präsentieren, welches auch als Vorbote des Full-Length-Album gesehen werden darf, welches 2009 erscheinen soll.

Das Label wirbt mit einem gewissen Nostalgie-Wert, den dieses Demo wohl besitzen soll. Und tatsächlich: Wer sich während der vier Songs puren Thrashs nicht irgendwann mal an ein „Agent Orange“ oder ein „Pleasure To Kill“ erinnert fühlt ist entweder schwerhörig oder kennt die Großtaten der Meister gar nicht erst. Dabei schimmert gerade beim Gesang öfters mal ein gewisser Petrozza-Einfluss durch, während die Riffs und das Drumming eher in Sodom-Richtung gehen.
Wie dem auch sei, was der Old School Thrasher braucht, das findet er auf „Intoxicated By Madness“: Eingängige, handfeste Riffs, Gitarrensoli an jeder Ecke, polterndes Drumming und fiese Shouts, die dennoch einprägsame Refrains intonieren. Dazu simpler, aber effektiver Songaufbau und ein verdammt rotziger Sound, der ordentlich Druck macht. Alles zusammen verschafft VILEFUCK das, worauf es bei einer derartigen Retro-Band unbedingt ankommt: Den leicht angestaubten Charme, der die Vorstellung, die Schweden wären ’89 eingefroren und nun erst wieder aufgetaut werden, äußerst plausibel erscheinen lässt.

Da das Demo bereits ausverkauft ist, macht es wenig Sinn das Für und Wider eines Erwerbs zu diskutieren, dafür sind die Tracks allerdings auch auf MySpace anhörbar. Und wenn im September 2009 dann das Debut-Album „What Lies Ahead Is Already Dead“ in den Regalen steht, heißt es zuschlagen für Anhänger der alten Schule! VILEFUCK haben das Potenzial sich auch in einer derart überfüllten Szene einen Platz als würdige Vertreter der Altmeister in der Neuzeit zu erspielen.

Keine Wertung

Geschrieben am

Antworten

Your email address will not be published. Required fields are marked *

You may use these HTML tags and attributes: