BLECH Folge 31: Schubladendenken: Warum gibt es so viele Metal-Genres?

Wie würden wir unseren Musikgeschmack beschreiben, wenn wir keine Band nennen dürften? Mit Genres natürlich. Oder Subgenres. Mit Heavy, Thrash, Black, Death, Nu Metal und dutzenden weiteren Spezifikationen hat die Metalszene dafür ein reichhaltiges Inventar parat. Zu reichhaltig, finden manche, denn schließlich ist Metal dafür bekannt, sich in unzählige Sub- und Sub-Subgenres von Cascadian Black Metal über Goregrind bis hin zu Symphonic Epic Hollywood Metal ausnerden zu lassen. Zeit für uns also, das Thema auch bei BLECH anzusprechen!

Wozu braucht man Genres überhaupt? Helfen sie beim Entdecken neuer Lieblingsbands oder machen sie als Gatekeeping-Mechanismus neuen Metalfans das Leben unnötig schwer? Funktioniert das in Zeiten von Spotify und RateYourMusic anders als im Plattenladen oder im Radio? Und hat Metal mehr und spezifischere Subgenres als andere Musikrichtungen wie Punk oder Rap?

Wie haben sich die Metal-Genres im Laufe der Jahre verändert? Welche Genrebezeichnungen bedeuten heute etwas anderes als zu ihrer Entstehungszeit? (Stichwort Power Metal) Gibt es Bands, die es geschafft haben, ihr eigenes Subgenre zu erfinden? Und welche Bands lassen sich überhaupt keinem Genre zuordnen? Warum sind so viele Extreme-Metal-Bands ihrem ursprünglichen Genre entwachsen?

Wir erforschen Taxonomien von Aristoteles bis zu EU-Richtlinien, liefern unsere definitiven Listen der Genres, die wir für unverzichtbar halten, und philosophieren darüber, warum Black Metal eigentlich auch Death Metal heißen könnte und umgekehrt.

Martina wettert gegen Piraten-Metal und wartet auf den Tag, an dem der Power Metal im Krieg der Genres mit glitzernden Einhornschwertern zurückschlägt. Justus ist Kritiker von “Northern Hyperblast” und schafft versehentlich den klassischen Heavy Metal ab. Außerdem geht es darum, zu welchem Konzert Justus sein Trinkhorn mitbringen würde, warum Zauberer Prog-Rock hören und ob Boromir eher Hardrock- oder NWOBHM-Fan wäre.

Shownotes:

Stammbaum: Evolution der Metal-Genres

Unser Spreadsheet zu den Suchvolumina der Metal Genres

Reddit-Meme mit Viking-Metal-Kindern

Reddit Meme: Herr-der-Ringe-Figuren als Metal-Subgenres

Reddit Meme: You just called Black Metal “Screamo”

YouTube-Playlist: “Not Lofi Metal Beats to Stress/Cram to”


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2 Kommentare zu “BLECH Folge 31: Schubladendenken: Warum gibt es so viele Metal-Genres?

  1. Gutes Thema🤘 beschäftigt mich auch schon sehr lange.
    Höre seit den 80igern Metal
    Thrash Death Black bevorzugt.
    Hab viel Rock Hard gelesen in meiner Jugend. Zur Einordnung von Bands fand ich das auch ne zeitlang ganz gut. Ich war wohl auch sehr engstirnig damals indem was ich hörte, aber auch offen für neue Sachen. Die richtig guten Sachen hab ich oft erst später entdeckt bzw. begriffen und tue es immer noch weil es ja zum Glück so unendlich viel guten Metal gibt.
    Heute wo ich alt und weise bin😂 und vieles kommen und gehen gesehen habe, höre ich vieles was ich in meiner Jugend schon feierte.
    Schubladen hab ich schon auch noch in meinem Kopf aber mehr um zu sortieren und Überblick zu behalten.
    Allerdings überzeugt mich viel von dem neuen Kram kaum noch.
    Beispielsweise war nach den ersten 3 Metallica Schluss für mich mit der Band. Ich empfand es nicht mehr als den Thrash den ich mochte.
    Ich denke Genres sind ganz gut um sich zurechtzufinden aber können auch dazu beitragen einzuengen zumindest bei mir, in meiner Jugend. Heute bin ich wesentlich entspannter,obwohl ich großer Black Metal Fan bin… bin ich doch immer noch Old school Deathmetl’ar ..glaub ich😉😂

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