Interview mit Peter Degenfeld-Schonburg von Beyond The Bridge

„The Old Man & The Spirit“ ist zwar erst das Debütalbum der deutschen Progressive Metaller BEYOND THE BRIDGE, dennoch können sie mit ihrem anspruchsvollen Konzeptalbum über Leben, Vergänglichkeit, Weisheit und Erkenntnis bereits für Aufsehen sorgen. Gitarrist Peter Degenfeld-Schonburg sprach mit uns ausführlich über die interessante Geschichte, persönliche Ansichten zum Thema, die lange Entstehungsdauer des Albums und mehr.

Servus Peter! Glückwunsch erst mal zu eurem Debütalbum, es hat mich wirklich begeistert und da bin ich ja nicht der einzige, ihr sammelt ja eine euphorische Review nach der anderen ein. Wie ist das für euch als Newcomer-Band, was hattest du im Vorfeld erwartet?
Ja absolut, die Reaktionen sind klasse. Damit haben wir wirklich nicht gerechnet. Wir freuen uns sehr über die positiven Kritiken. Wir sind ziemlich stolz und fühlen uns auch sehr geschmeichelt. Ich muss aber gestehen, dass ich in all dem Stress noch nicht alles verarbeiten konnte. Wir haben noch nicht einmal richtig zusammen gefeiert, das machen wir aber noch. Außerdem sind wir zurzeit doch eher unbekannt. Das ist wahrscheinlich sehr üblich bei einem Debütalbum. Deshalb werden wir jetzt auf dem Boden bleiben und weiter arbeiten. Wir sind durch die guten Reaktionen beflügelt worden und das müssen wir nutzen, denke ich.

Ihr habt euch ein sehr interessantes Konzept ausgedacht. Möchtest du das den Lesern eben vorstellen?
Im Prinzip geht es um die beiden Charaktere „The Old Man“ und Tthe Spirit“. Beide stehen für unterschiedliche und sicherlich auch für gegensätzliche Eigenschaften. „The Old Man“ verkörpert alles Menschliche: Sinnlichkeit, Gefühle, Vergänglichkeit, Bedeutungslosigkeit. Der „Spirit“ ist die Erkenntnis, Ewigkeit, Sinn, Gleichgültigkeit. Der „Spirit“ ist bereit, seine Eigenschaften gegen die Eigenschaften des „Old Man“ zu tauschen. Dadurch stellen wir die beiden Charaktere und das was sie verkörpern gegenüber. Uns ist dabei wichtig, dass beide Charaktere positive wie auch negative Eigenschaften besitzen. Es wird nicht nach „gut“ oder „böse“ getrennt. Jeder Zuhörer kann selber entscheiden, zu welchem der beiden Charaktere sie/er sich mehr hingezogen fühlt. Das Album entscheidet sich am Ende auch für einen der Beiden. Man kann den Kern der Geschichte vielleicht auch in einer kurzen Frage zusammenfassen: Möchte man das Leben lieber verstehen oder lieber leben?
Diese Frage ist nicht so substantiell gemeint, wie sie im ersten Moment klingt. Sie lässt sich ebenso im Alltag finden, wie ich finde.

Das Konzept stand schon vor der Musik, richtig? Wusstest du dann auch schon von Anfang an genau, wie die Musik dazu klingen soll?
Tatsächlich wussten wir schon vor der ersten Note, wie die Geschichte des Albums in Grundzügen aussehen sollte. Dennoch haben wir natürlich Feinheiten der Story noch im Nachhinein festgelegt; das hatte aber eher den Grund, dass uns im Laufe des Songwriting-Prozesses Widersprüche oder Unklarheiten aufgefallen sind, die wir ausräumen mussten. Die Musik haben wir dann konsequent am Plot entlang entwickelt, was aber keineswegs eine Begrenzung oder Einengung des kreativen Prozesses war, wie man vielleicht auf den ersten Blick vermuten mag. Im Gegenteil, dieses Skelett gab uns einen roten Faden, an dem wir leichter entlangschreiben konnten. Den gesungenen Text haben wir aber meistens den Gesangsmelodien untergeordnet; eine passende textliche Hookline zu einer eingängigen Melodie zu finden, ist erstens leichter und zweitens entspricht diese Reihenfolge auch der Wahrnehmung des Hörers. Wer sucht sich seinen Lieblingssong schon anhand des Textes aus? Trotzdem haben wir abschließendviel Wert auf den Gehalt und die Qualität der Texte gelegt, denn schließlich sollte das Projekt am Ende ein künstlerisch wertvolles „Gesamtpaket“ sein.

Die Arbeiten am Album haben mehrere Jahre lange gedauert. Warum? Wie hat sich das alles entwickelt?
Die lange Zeitspanne lässt sich gut durch die Bandgeschichte erklären. Wir haben als Schulband angefangen. Mit 15 Jahren kamen Christopher, Dominik und ich zusammen. Wir spielten bis zum Abi mit drei anderen in einer Band namens Fallout. Nach dem Abitur trennten sich alle, um ihren weiteren Zielen nachzugehen. Wir drei aber waren sehr gute Freunde und wollten auch weiterhin gemeinsam Musik machen. Als Christopher nach Detmold ging, um dort Tonmeister zu werden, war natürlich die Hoffnung groß. Dominik und ich hofften, dass wir eines Tages ein professionelles Album produzieren könnten. Christopher sollte der Produzent werden. Ich überzeugte Christopher davon und wir nahmen uns vor, innerhalb der nächsten fünf Jahre ein Konzeptalbum zu komponieren. Solange wie wir eben brauchten, um unsere Diplom Abschlüsse zu machen. In der Zwischenzeit überlegte es sich der liebe Christopher ein bisschen anders und spezialisierte sich auf die Produktion klassischer Musik. Es kam abertrotzdem alles viel besser, als wir es uns jemals erhofft hatten. Christopher lernte während seines Studiums den Simon kennen. Simon hat nach seinem Tonmeister-Abschluss beim Sascha Paeth in den Gate Studios als Tonmeister angefangen. Er hat unser Album dort produziert, aufgenommen, gemixt und zusammen mit Sascha gemastert. Wir konnten also gar nicht schneller fertig sein als in fünf Jahren. Früher oder später hätten wir sowieso warten müssen. In Zukunft wird das aber anders sein. Jetzt haben wir Rückenwind durch Frontiers Records, die nächsten Alben werden deshalb deutlich schneller gehen.

Hattet ihr in der ganzen Zeit auch mal Zweifel, dass das Ding noch schief gehen könnte?
Natürlich schleichen sich während einer solch langen Zeit irgendwann immer Zweifel ein. Glücklicherweise hatten wir mit Simon (dem Produzenten des Albums) schon bald einen dritten wichtigen Mann im Boot, der uns immer mit Rat und Tat zur Seite stand. Dadurch, dass die Last auf mehrere Schultern verteilt war, kam es nie zu einer wirklichen Schaffenskrise. Wir hätten aber niemals erwartet, dort anzukommen, wo wir jetzt sind. Wir haben das Album zuerst produziert und uns dann bei Frontiers Records beworben. Im Frühsommer 2011 war die Master-CD fertig. Wir wollten uns von vornherein nur mit einer fertigen CD bei einem Label bewerben. Da man den Erfolg von so einer Bewerbung nicht vorhersehen kann, haben wir oft damit gerechnet, die CD am Ende nur für unser Regal gemacht zu haben. Jetzt haben wir Frontiers gefunden und das Projekt ist zu einer echten Band geworden. Mal schauen, was noch passiert.

Steht das Coverartwork in direkter Verbindung mit der Geschichte, oder sieht es einfach nur verdammt gut aus? ;) Ich habe es so interpretiert, dass die Treppe ins Nirgendwo führt, weil kein Mensch jemals allumfassendes Wissen erlangen können wird.
Das Albumcover war zeitlich das Letzte, was zum fertigen Produkt hinzukam. Man kann zwar viele Parallelen ziehen zwischen dem Bild und unserem Konzept, aber uns ging es bei der Entscheidungsfindung nicht darum. Vielmehr waren wir beim ersten Blick schon total begeistert. Das Bild erzeugt eine gewisse Stimmung, wir finden es einfach verdammt gut. Das war uns beim Cover sogar wichtiger als die Tatsache, dass es darüber hinaus auch sehr gut zum Thema des Albums passt.
Deine Interpretation ist gut, so kann man das sehen. In dem Album sagen wir eben auch, dass ein Mensch nicht als Mensch allumfassendes Wissen erlangen kann, aber eben als das Wesen des „Spirit“. Man verliert also die Menschlichkeit und erhält die Erkenntnis. Ganz so, als ob ein Mensch vom Licht geblendet einfach weiterläuft und am Ende der Treppe abstürzt.

Das Album funktioniert meiner Meinung nach nur im Ganzen und am Stück so richtig. Gibt es für dich dennoch einzelne Lieder und Momente, die herausstechen oder etwas Spezielles und Besonderes sind?
Das ist jetzt eine Fangfrage, oder? Es gibt ausschließlich besondere Momente auf dem Album, haha. Ich finde schon, dass die einzelnen Lieder auch alleine sehr gut funktionieren. Jeder der Songs ist anders als die übrigen und man findet ein passendes Stückchen Musik zu jeder Gefühlslage. Oft hat man ja nur ein paar Minuten Zeit und dann möchte man eher etwas Spezielles hören; eine Ballade oder doch etwas zum Abreagieren. Das lässt sich doch auch gut mit dem Album machen, oder? Ich sehe aber ein, dass der Zauber eines Konzeptalbums eher beim kompletten Durchhören gut funktioniert.

Erfreulich ist, dass es wenig ausufernde Frickelstellen zwecks technischem Könnensbeweis (siehe zum Beispiel Dream Theater) gibt, obwohl ihr es technisch offensichtlich sehr drauf habt. Habt ihr euch da aufgrund der Storydienlichkeit der Musik gezügelt? ;)
Vielen Dank für das Kompliment. Wir versuchen immer die Musik in den Vordergrund zu rücken. Sowohl Christopher wie auch ich stehen total auf technische Kunststücke, aber wir glauben, dass auch die schnellen Läufer eine musikalische Bedeutung haben sollten. Dieser Vorstellung versuchen wir gerecht zu werden. Ich zum Beispiel benutze die schnellen Läufer in meinen Gitarrensoli gerne als Zierde oder als Überleitung in die nächste Phrase. Ich mag es sehr, wenn die Soli ein wenig verspielt klingen. Hier und da ein kleiner trickreicher Läufer und dann wieder etwas Melodie. Manchmal benutzen wir längere, schnelle Sachen aber auch um etwas auszudrücken wie in „Triumph Of Irreality“ oder „Doorway To Salvation“. Bei ersterem soll die Virtuosität etwas Majestätisches ausdrücken. Bei „Doorway To Salvation“ wiederum sollen die schnellen Passagen eine etwas bedrohlichere Stimmung erzeugen.

Hättest du selbst die Wahlmöglichkeit, würdest du dich ohne zu Zögern ebenso entscheiden wie der alte Mann auf dem Album?
Das kann ich nicht sagen. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass ich diese Frage vielleicht nie eindeutig beantworten können werde. Das ist bestimmt auch bei vielen anderen so. Es hängt von sehr vielen Faktoren ab und insbesondere von der jeweiligen Gemütsverfassung oder generellen Persönlichkeit. „The Spirit“ verkörpert den Teil in mir, der sich mehr zur Erkenntnis und Ewigkeit hingezogen fühlt. „The Old Man“ strebt mehr nach Erfahrung und Sinnlichkeit. Da es auf dem Album schließlich um Musik geht und für mich Musik mehr mit Sinnlichkeit zu tun hat (man kann mir bei diesem Punkt bestimmt auch widersprechen), endet das Album auf eine Art und Weise, welche eher die Menschlichkeit bevorzugt.

Welche Bedeutung hat die Geschichte des Albums für dich persönlich als Mensch und als Musiker, wie viel von dir selbst steckt da drin?
Es steckt ziemlich viel von mir drin. Ich kam auf die Idee während meiner Zivildienstzeit. Ich musste entscheiden, was ich mit meinem Leben anfangen will und hatte zwei Optionen: Ich wollte entweder etwas mit Musik machen oder Physik studieren. Von Physik versprach ich mir einiges mehr an Verständnis über die Welt um mich herum. Ich interessierte mich für Fragen der Quantenmechanik, der Astrophysik, für Elementarteilchen und ähnliche Dinge, die man in typischen populärwissenschaftlichen Büchern findet. Dem gegenüber stand die Musik. Wie jeder weiß, kann man durch Musik sehr intensive Erfahrungen sammeln. Meinen inneren Konflikt habe ich dann zu Papier gebracht. „The Spirit“ verkörpert den Teil in mir, der sich mehr zur Erkenntnis und Ewigkeit hingezogen fühlt. „The Old Man“ strebt mehr nach Erfahrung und Sinnlichkeit. Ich habe letztendlich Physik studiert. So wie es aber aussieht rückt die Musik in meinem Leben doch wieder in den Vordergrund und darüber bin ich sehr, sehr froh!

Ist das immerwährende Streben der Menschen nach Wissen und Macht deiner Meinung nach eine Gefahr für die Menschheit und die Erde?
Ich glaube nicht, dass reine Erkenntnis über die Natur der Dinge, also eben das was „The Spirit“ auf dem Album darstellt, der Menschheit schaden könnte. Unabhängig von der fiktiven Vorstellung des Albums, gehen technologischer Fortschritt und Erkenntnisgewinn in der Realität Hand in Hand und deshalb verstehe ich schon den Hintergrund der Frage. Deshalb denke ich sehr wohl, dass die Menschheit damit vorsichtig umgehen sollte.

Bei dem Thema drängt sich mir die Frage auf, ob du selbst ein religiöser oder gläubiger Mensch bist und an einen Gott oder eine übermenschliche Macht glaubst.
Nein, ich bin nicht besonders religiös. In meinem Beruf (Doktorand der Physik) habe ich es oft mit Formeln zu tun, die die Natur beschreiben sollen. Man hat oft das Gefühl, eine gewisse Ästhetik und Genialität in den Formeln finden zu können. Die Vorstellung eines allwissenden Schöpfers liegt dann vielen Physikern nahe. Mir geht es auch so.

Wie kamt ihr auf BEYOND THE BRIDGE als Bandnamen, was steckt dahinter?
Christopher, Dominik und ich waren mit einen paar anderen im Urlaub in Budapest, Ungarn. Wir wussten, dass wir dringend einen neuen Bandnamen brauchen. Der Name Fallout gefällt uns nicht mehr und repräsentiert nicht mehr die Musik, die wir zurzeit machen. Eines Abends unterhielten wir uns bewusst nur auf Englisch in der Hoffnung, dass eine Idee dabei entsteht. Und es hat funktioniert. Die Idee entstand am Ufer der Donau, als sich einer von uns fragte was auf der gegenüberliegenden Uferseite so spannendes passiert. Dominik sagte daraufhin nur: „Let’s go BEYOND THE BRIDGE“. In meinem Kopf hat es zum Glück sofort klick gemacht. Wir sind sehr zufrieden mit dem Namen. Er passt unserer Ansicht nach gut zum Album und generell zur progressiven Musik. Irgendwie klingt der Name auch nach einer sehr erfahrungssüchtigen Lebenseinstellung. Ganz nach dem Motto: „Always go BEYOND THE BRIDGE“.

Wollt ihr die Geschichte von „The Old Man & The Spirit“ beim nächsten Album wieder aufgreifen, oder kann es auch was völlig anderes werden? Wird das nun auch ein ganz anderer Prozess als beim ersten Album, jetzt wo die Band zusammen ist und ihr schon mehr im Fokus der Öffentlichkeit steht?
Wir haben schon über eine Fortsetzung von „The old Man and the Spirit“ nachgedacht. Um genau zu sein, würde es vielleicht auch eine Vorgeschichte geben. In dem Gedicht aus „Triumph of Irreality“ kann man vielleicht erkennen, an was wir da gedacht haben. Wir sind uns aber noch nicht sicher, was genau der Inhalt des nächsten Albums sein wird. Es wird aber sicherlich wieder ein Konzeptalbum, das eine zusammenhängende Geschichte erzählt. Wir haben auch einige andere Ideen… aber ich will natürlich nicht zu viel verraten.
Der Kompositionsprozess wird genau so sein wie beim ersten Album, allerdings haben wir jetzt einen größeren Zeitdruck. Davor habe ich aber keine Angst. Wir haben durch den Rückenwind von Frontiers Records jetzt einfach andere Voraussetzungen als vorher ohne ein Label. Wenn man die Nettozeit, die wir an „The old Man & the Spirit“ gearbeitet haben, aufaddiert kommt man vielleicht auch nur auf ein oder anderthalb Jahre. Ich habe allerdings ganz großen Respekt vor der Live Situation. Für mich ist das Neuland. Reporter, Fotografen und natürlich auch die Fans erwarten etwas von mir. Ich bin jetzt schon sehr nervös ; )

Was hast du, was habt ihr, vorher musikalisch bereits gemacht?
Ich glaube, dass jeder von uns schon immer Musik gemacht hat in der ein oder anderen Form. Dilenya ist eigentlich eher im Jazz- und Soul-Bereich zu Hause, sie hat ein Jazztrio und singt auch in einer Funkband. Herbie ist schon ziemlich lange im Geschäft, seine Hauptprojekte sind Seventh Avenue und Sinbreed. Fabian hat einen Bachelor of Arts mit Hauptfach „Jazz-Schlagzeug“, er ist jetzt ein professioneller Schlagzeuger. Simon und Christopher sind beide Diplom-Tonmeister und Christopher macht zurzeit auch noch seinen Master in Komposition an der Musik-Hochschule in Leipzig. Sowohl Christopher wie auch ich sind klassisch ausgebildete Instrumentalisten. Allerdings bin ich wohl eher der Amateur in der Band in der Hinsicht, dass ich mein Geld nicht mit einer Tätigkeit verdiene, die etwas mit Musik zu tun hat. Dominik spielt Bass in einigen erfolgreichen Bands und arbeitet bei einer Event- und Konzertagentur in Frankfurt. Das, was er auf dem Bass kann, hat er alles von mir gelernt ;) Behauptet er zumindest immer selbst.

Was sind eure Haupteinflüsse? Dream Theater sollte klar sein, ich dachte außerdem noch an Symphony X und The Ocean wegen der düsteren Stimmung, die ihr ja auch zu großen Teilen verbreitet.
Das ist wahr, Dream Theater sind ein großer Einfluss. Bei uns und ich denke auch bei vielen anderen Bands hat Dream Theater die Progressive-Rock/Metal Schiene in das musikalische Bewusstsein eingeführt. Meine erste Dream Theater-Platte habe ich mit 15 gehört. Meinen allerersten Kontakt mit der Progressive- Rock Musik hatte ich als 7-jähriger auf einem Jethro Tull-Konzert. Ich habe damals auch sehr viel Zeit damit verbracht, die Musik von Dream Theater nicht nur zu hören, sondern auch zu verstehen.Von Symphony X habe ich vielleicht schon ein paar Songs gehört, aber mehr auch nicht. The Ocean kenne ich leider nicht. In der Tat bekommen wir regelmäßig zu hören, dass unsere Musik Ähnlichkeiten mit der anderer Bands aufweist. Wir finden das sehr spannend und interessant, wie unsere Kompositionen auf andere wirken. Bei mir ist es vielleicht nicht ganz so extrem wie bei Christopher, mit dem ich das Album zusammen geschrieben habe. Während ich schon noch CDs von Pain of Salvation, Yes, Jethro Tull, Dream Theater, Spocks Beard, Steve Vai, Ark, Masterplan, Avantasia, Fates Warning, Van Halen, Nevermore, Mr. Big/Paul Gilbert oder Rush im CD Regal habe, findet man bei Christopher neben Klassik-CDs höchstens noch ein paar Spock’s Beard- oder eben Dream Theater-CDs.Wir haben ansonsten immer die Ohren offen für musikalische Passagen oder einzelne Songs, die uns total gut gefallen. Es ist dabei egal, aus welcher Musik Richtung oder welcher Band die Eindrücke kommen.Da sind Sachen von Nightwish, Rammstein oder sogar von Silbermond dabei. Natürlich ist mein Gehör doch mit vielen Metal-Klischees vertraut, aber durch das ständige Musikmachen ist das Musikhören bei mir ein bisschen zu kurz gekommen. Das muss ich allerdings mal dringend nachhohlen. Zurzeit bin ich total in Pain of Salvation verliebt.

Wie werden Livekonzerte von euch aussehen? Das kann ich mir gerade nur schwer vorstellen, da die einzelnen Lieder so sehr ineinander greifen und zusammengehören.
Klar ist es schön, das Album als Ganzes zu präsentieren. Das werden wir auch tun, wenn wir die Möglichkeit dafür haben. Am 12. März spielen wir als Support von Fates Warning in Bochum, dort haben wir nur 45 Minuten. Deshalb werden wir uns einzelne Passagen rausnehmen müssen. Aber ich denke, dass das kein Problem ist. Wir werden ein paar Songs neu arrangieren, damit sie live gut funktionieren. Da das Album einen ziemlich ernsten Tonfall hat, möchten wir live eine andere Seite von BEYOND THE BRIDGE zeigen mit viel Spaß und Spielfreude an diesem tollen Stück Musik.

Zum Abschluss wollen wir noch das traditionelle Metal1.brainstorming machen. Was fällt dir ein zu…
Christian Wulff: Gute Freunde braucht man im Leben.
Hans Sarpei: Google.
Alkohol: Das Gefühl von Freiheit! Sich gehen lassen.
Kino: Loveseat.
Maya-Kalender: Schokolade. Ich hasse Kalender.
Winter: Kälte! Das große Zeckensterben.
Metal1.info: Super Interview.
BEYOND THE BRIDGE in 10 Jahren: Ein BEYOND THE BRIDGE-Studio.

Peter, ich danke dir für deine Zeit für das Interview. Wenn du den Metal1.info-Lesern noch etwas sagen möchtest, tu das gerne jetzt.
Ich bedanke mich für die netten und interessanten Fragen. Vielen Dank an alle Leser. Und nicht vergessen: Always go BEYOND THE BRIDGE ;)

Geschrieben am von Metal1.info

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.