CD-Review: Agnostic Front - My Life, My Way

Besetzung

Roger Miret – Gesang
Vinnie Stigma – Gitarre
Joseph Porfido – Gitarre
Mike Gallo – Bass
Pokey Mo – Schlagzeug

Tracklist

01. City Street
02. More Than A Memory
03. Us Against The World
04. My Life My Way
05. That’s Life
06. Self Pride
07. Until The Day I Die
08. Now And Forever
09. The Sacrifice
10. A Mi Manera
11. Your Worst Enemy
12. Empty Dreams
13. Time Has Come


Dass Hardcore-Bands Dinge gerne “auf ihre Weise” tun (was auch immer das bedeuten mag) und das auch gerne und oft verbal zum Ausdruck bringen , ist wohl hinreichend bekannt. AGNOSTIC FRONT machen das nun schon seit fast 30 Jahren. Für das neue Album ließen sich die New Yorker etwas länger Zeit (vier Jahre), doch angesichts des hier vorherrschenden Qualitätslevels hat sich das absolut gelohnt.

Denn AGNOSTIC FRONT machen auf „My Life, My Way“ einfach alles richtig: Zunächst ist der Gesang von Sänger Roger Miret etwas weniger Oi-Punk-lastig, was für die nicht ganz so truen Hardcore-Fans ein triftiger Grund sein dürfte, eher reinzuhören als in die letzten Scheiben. Zum Anderen haben AGNOSTIC FRONT auch den Metalcore-Einschlag der letzten Alben komplett eliminiert. Das Ergebnis sind 48 Minuten nostalgischen Hardcore-Punks der höchsten Güteklasse. Vom zackigen Opener „City Street“ über Thrash-lastige Songs wie „More Than A Memory“, Ohrwürmern wie dem Titeltrack, dessen Refrain ziemlich genial ist, bis zu groovenden Nummern à la „Self Pride“, das neben einem überragenden Chorus auch einen wahnsinnig drückenden Moshpart beinhaltet – „My Life, My Way“ ist eine absolut runde Sache geworden. Hinzu kommt, dass das Album außerordentlich emotional rüberkommt. Nicht nur der besagte Titeltrack, sondern gerade Songs wie „Until The Day I Die“, „Now And Forever“ und „Us Against The World“, in denen Miret hauptsächlich seine letzten 29 Jahre besingt, reißen von der ersten Sekunde an mit. Der 80-sekündige Prügeltrack „That’s Life“ ist eine willkommene Abwechslung und dürfte weltweit für brandgefährliche Circle-Pits sorgen.

„Empty Dreams“ und „Time Has Come“ runden die Platte gegen Ende hin perfekt ab – und als besonderen Leckerbissen bekräftigen Roger Miret und sein Halbbruder Freddy Cricien von Madball in „A Mi Manera“ noch einmal auf Spanisch, dass sie es mit dem Albumtitel auch wirklich ernst meinen – da passt es, dass das Lied selbst einen unglaublichen Drive hat. „My Life, My Way“ ist für mich ohne Zweifel das beste Album der letzten 15 Jahre AGNOSTIC FRONT und wird sich noch lange Zeit und sehr oft in meinem CD-Spieler drehen.

Bewertung: 10 / 10

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