CD-Review: Attic - The Invocation

Besetzung

Meister Cagliostro - Gesang
Katte - Gitarre
Rob - Gitarre
Warrior - Bass
Roman - Schlagzeug

Tracklist

01. The Hidden Grave
02. Funeral in the Woods
03. Join the Coven
04. Edlyn
05. Ghost of the Orphanage
06. In the Chapel
07. The Invocation
08. The Headless Horseman
09. Satan's Bride
10. Evil Inheritance


Die Demos dieser Jungs sind längst vergriffen. Lorbeeren gab es bereits von der RockHard, bei der die Band den Titel „Demo des Monats“ abstauben konnte. Bei Ván Records unter Vertrag haben ATTIC mit „The Invocation“ jetzt auch ihr Full-Length-Debüt am Start, welches neuen Schwung in die deutsche Heavy-Metal-Szene bringen wird. Die junge Band aus Gelsenkirchen produziert traditionellen Metal der frühen 80er im Stile von Mercyful Fate und Co.

Der King-Diamond-Vergleich springt einem förmlich ins Gesicht, denn der Sänger Meister Cagliostro tut alles dafür, wie sein Vorbild zu klingen. Und das klappt auf beeindruckende Art und Weise. Auch die Atmosphäre, die okkulten Texte und das Auftreten der Musiker erinnern, neben dem gespenstischen Falsettgesang, an die dänische Legende.

„The Invocation“ spuckt einen Ohrwurm nach dem anderen aus: Die beiden ersten Songs „Funeral In The Woods“ und „Join The Coven“ sind schnell und die Gitarristen zocken düstere, melodische Riffs, als ob es das Einfachste auf der Welt wäre – alles geprägt vom US-Metal oder Ikonen wie Judas Priest. Es geht auch düster und langsam: „Edlyn“ kommt doomig daher – diesmal könnten Candlemass Pate gestanden haben. ATTIC übertragen den Spirit der frühen Achtziger in die Gegenwart, liefern eine Hommage an ihre eigenen Helden und gleichzeitig ein Album, das verdammt Spaß macht. Höhepunkt ist der Titeltrack des Albums, der, wenn er einmal im Kopf sitzt, nicht mehr raus will. Großartige doppelte Leadgitarren, ein wahnsinnig geiler Refrain und ein cooles Solo. Heavy-Metal-Fans werden vor Freude an die Decke springen. So progressiv, wie Mercyful Fate gehen die Musiker nicht zu Werke, beweisen aber trotzdem ein feines Gespür, was das Songwriting angeht. Viele der eingängigen Songs haben Hitpotenzial.

ATTIC schlagen in dieselbe Kerbe wie die schwedischen Exporte Portrait und In Solitude, indem sie den Spirit der 80er mit viel jugendlichem Elan verkörpern. Qualitativ stehen die Gelsenkirchener den beiden in nichts nach und liefern das beste deutsche Heavy-Metal-Album seit Langem. Anfragen traditionell ausgerichteter Festivals wird es nicht zu knapp geben. Deutschland hat einen heißen Undergroundtipp mehr anzubieten!

Bewertung: 8 / 10

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