Review Bathory – Blood On Ice

Dieses Album, welches zwar 1996 erschien aber zum Teil schon im Jahre 1989 komponiert wurde, gilt als Meilenstein der “Viking-Ära“ Bathorys. Während sich die beiden Vorgängeralben “Requiem“ und “Octagon“ stark von dem vorherigen Material wie zum Beispiel “Hammerheart“ oder auch “Twilight Of The Gods“ distanzierten, erhörte Bathory-Mastermind Quorthon das Flehen der Fans nach einem weiteren epischen Meisterwerk im Stile der älteren Alben. Das Material zum Album, welches ja schon zu „Hammerheart“-zeiten entstand, wurde dann von Quorthon wieder ausgekramt und komplett neu aufgenommen.

Nun kurz zum Inhalt des Albums, da es sich ein Konzeptalbum ist: Das Album handelt von einem zehnjährigen Jungen, der als einziger einen Angriff auf sein Heimatdorf im hohen Norden überlebt, und anschließend 15 Jahre Im Wald lebt. Sein Ziel: Rache nehmen. Es ist sein Schicksal, dass zweiköpfige Biest zu töten und so macht er sich, bewaffnet mit einen legendären Schwert und begleitet von einem achtbeinigen Hengst und zwei Raben, auf den Weg seinen Auftrag zu erfüllen.

Doch kommen wir nun zum eigentlichen Teil, der Bewertung der CD:
Eröfftet wird die Langrille mit einem Intro, welches wie in einem Hörspiel schildert, wie ein Dorf niedergebrannt, und seine Einwohner getötet werden. Dann geht es furios weiter mit dem Titeltrack. Der Anfang ist sehr episch und majestätisch, was wieder einmal dieses besondere Feeling in den Bathory-Songs ausmacht. Die Produktion lässt zwar zu wünschen übrig, aber das kennen wir ja von Bathory nicht anders…Nach einem mittelmäßigen Opener, welcher einige langweilige Gesangspassagen enthält, geht es gleich großartig weiter. “Man of Iron“ nennt sich Track Nummer 3 und ist komplett akustisch. Ein sehr schöner Song, der beweist das Quorthons Stimme am besten zu dieser Art Gesang passt. Direkt im Anschluss prasseln mit “One Eyed Old Man“ wieder härtere Klänge auf den Hörer ein. Ein sehr eintöniges, aber dennoch starkes Musikstück, welches mit einem schönen Solo überraschen kann. Weiter geht’s danach mit “The Sword“ ein typisches Midtempo-Stück, das aus guten Riffs und einem einprägsamen Refrain besteht. Mit “The Stallion“ schickt Quorthon dann einen weiteren durchaus überzeugenden Song ins Rennen, der neben dem schönen Refrain auch noch mit dem Einfügen von Akustikparts im Hintergrund begeistern kann. “The Woodwoman“ heißt das siebte Lied und ist der vorzeitige Höhepunkt der CD. Nach einem schönen, akustischen Intro geht es mit epischen Klängen und einem tollen Solo weiter. Der darauf folgende Song “The Lake“ ähnelt seinem Vorgänger, fällt aber im gesamten etwas düsterer aus. “Gods Of Thunder Of Wind And Of Rain“ wird mit Pferdegetrappel eingeleitet und entwickelt sich dann schnell zu einem echten Kracher, der das Tempo anzieht. Ein Wahnsinns-Meisterwerk! Es folgt ein weiterer kurzer Akustik-Song namens “The Ravens“, bevor es in die letzte Runde geht. “The Revenge Of The Blood On Ice“ heißt das große Finale und wird mit dem gleichen Riff wie auch der Opener eingeleitet. Die 9-Minuten-Walze zieht alles in seinen Bann und ist ein wunderschöner Abschluss für dieses Album.

Fazit: Dieses Werk ist ein Geniestreich, der seines Gleichen sucht. Das Album stellt die beiden Vorgänger locker in den Schatten und gilt heute, zurecht, als Legende. Jeder, der epischen Viking Metal in seiner Vollendung sucht, ist mit diesen Album bestens bedient und auch für andere lohnt es sich reinzuhören. Das Album kann von Anfang an bis zum Schluss überzeugen, auch wenn einige langweiligere Riffs und Gesangspassagen darin zu finden sind.

(Vinterblot)

Wertung: 9.5 / 10

Geschrieben am 5. April 2013 von Metal1.info

Ein Kommentar zu “Bathory – Blood On Ice

  1. Nach hammerheart und twilight oft the gods das beste epische Album bathorys. Noch vor twilight, da mehr Akzente gesetzt wurden. Wie auch immer, quoddel wußte, wie es geht, ernstzunehmende Musik im pagan- Bereich zu kreieren, den von korpidingens und wie die alle heißen wollen.

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