CD-Review: Battlelore - Where The Shadows Lie

Besetzung

Patrik Mennander - Gesang
Kaisa Jouhki - weiblicher Gesang
Tommi Havo - Gesang, Lead- Rhythmus- und akustische Gitarre
Jyri Vahvanen - Rhythmus- und akustische Gitarre
Miika Kokkola - Bass
Maria - Synthesizers
Henri Vahvanen - Schlagzeug und Percussion

Tracklist

01. Swordmaster
02. The Grey Wizard
03. Raging Goblin
04. Journey To Undying Lands
05. Shadowgate
06. Fangorn
07. The Green Maid
08. Khazad Dum pt.I ( Ages of Mithril)
09. Ride With The Dragons


Tolkien’s Herr der Ringe und seine Welt Mittelerde liefern in metallischen Gefilden bekanntlich nicht wenigen Bands Inspiration zu Namen und Texten. So auch dem finnischen Haufen von Battlelore. Die 5 Herren und 2 Damen setzen jedoch zusätzlich zu ihrer rein „tolkienschen“ Thematik noch aufs Optische!
Da tummeln sich im Booklet stolze Krieger, mystische Magier, Elfen und ein wilder Ork, alle ziemlich gelungen kostümiert und mit mehr oder weniger peinlichen Gimmicks und Profilen ausgestattet. Ähnlich verhält es sich interessanterweise auch mit Battlelore’s Musik.

Die Jungs und Mädels sind allesamt enorm fit an ihren Instrumenten und haben auf ihrem Debüt vielseitige und gut arrangierte Songs zusammengestellt – böse Zungen werden ihnen das wahrscheinlich sofort als ‚stilistisch noch unentschlossen‘ auslegen – die sich dank der stimmlichen Dreifaltigkeit ( cleaner männlicher/weiblicher Gesang und Gegrunze) zwischen mittelwüstem Geknüppel ( „Raging Goblin“) und zierlichem Gesäusel ( „The Green Maid“) bewegen. Und zwischen diesen stilistischen Grenzen, die eigentlich durch die beiden langweiligsten Songs des Albums gebildet werden, tut sich einiges! Da kommt „Shadowgate“ z.B. mit einem ordentlichen Groove daher, „Khazad Dum pt.I“ stampft als Dreiertakthymne durch die Höhlen der Zwergenbinge, „The Grey Wizard“ wird im Uptempobereich teilweise richtig rockig und bei „Journey to Undying Lands“ stimmt einfach alles! Jaja, Battlelore haben durchaus Potential… nur nutzen sie es bei weitem nicht immer. Und das ist das Problem von „…Where The Shadows Lie“ : auch wenn man oftmals mit viel Liebe zum Detail zu Werke geht fehlt einigen Songs schlicht und ergreifend ein echter Höhepunkt, sei es weil die Refrains oftmals schwach bis völlig bedeutungslos sind ( „Swordmaster“, „Ride With The Dragons“), oder weil man die zahlreich vorhandenen potentiellen Höhepunkte nicht richtig auszubauen weiß ( „Fangorn“, „Grey Wizard“). Hinzu kommt der teilweise recht dünne Gesang von Patrik Mennander und Kaisa Jouhki.

Dennoch gelingt es Battlelore, ein sehr atmosphärisches Album auf die Beine zu stellen, das, wenn man bereit ist sich drauf einzulassen, richtig Spaß macht, denn wirklich schlecht ist auf „…Where The Shadows Lie“ eigentlich kein Stück. Wahre Genialität findet man stattdessen allerdings auch nicht wirklich und so bleibt Battlelore’s Debut ein ordentliches Album mit einer sehr interessanten Mischung aus Power und Gothic Metal, das durchaus einiges an Potential erkennen lässt!

(Alexander)

Bewertung: 7 / 10

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