CD-Review: Benediction - Dark Is The Season

Besetzung

Dave Ingram – Gesang
Darren Brookes – Gitarre
Peter Rew – Gitarre
Ian Treacy – Schlagzeug

Tracklist

01. Foetus Noose
02. Forged In Fire
03. Dark Is The Season
04. Jumping At Shadows
05. Experimental Stage


Mit Dark Is The Season feuerten Benediction, eine der englischen Death Metal Pionierbands, eine EP ab, die nach den Alben Subconcious Terror (1990) und The Grant Leveller (1991) als drittes Werk der Band in die Geschichte einging. Es ist die zweite Veröffentlichung mit Dave Ingram, der heute bei Bolt Thrower ins Mikrofon shoutet. Los geht das gute Stück mit „Foetus Noose“, eine sehr schnellen Nummer, bei der Fronter Dave Ingram von Beginn an zu glänzen vermag. Die Gitarre um die Schulter von Darren Brookes findet keine Ruhe, allerdings hört sich das alles leider etwas schlecht produziert an, wie ich finde. Ingram´s Gesangslinien sind sehr gut und von der guten Gitarren- und Schlagzeugarbeit unterlegt.

Etwas aggressiver, wenn auch nicht schneller, startet „Forged In Fire“, bei dem Dave Ingram mit seiner brachialen Stimmgewalt gerade so vor Emotionen strotzt. Musikalisch gesehen ist es eine recht langsame Nummer, die mich nicht wirklich stark zu überzeugen weiß, auch wenn ich depressive Songs dieser Güte gar nicht mal verkehrt finde.
Mit geheimnisvollen Bassklängen, bei denen ich mich allerdings frage, wo diese herkommen, beginnt der Titelsong „Dark Is The Season“, der mit einem gewaltigen Shout von Ingram eingeleitet wird und dann recht schnell wird. Diese Walze gefällt mir sehr. Neben den krachenden Powerakkorden setzt zwischendurch ein Solo ein, welches sehr gut in die Nummer ‚reinpasst.

Einen tollen Anfang bringt auch „Jumping At Shadows“ mit: Ein schnelles Zusammenspiel von Doublebase und Gitarre begleitet den imposanten Gesang von Ingram. Der vorletzte Kracher des Albums weist eine ordentliche Struktur auf und einige Tempowechsel sorgen für eine gute Mischung. Insgesamt sind die Stücke auch alle recht lang und haben im Schnitt etwa fünf Minuten, da die gesamte EP etwas mehr als 25 Minuten hat.

Richtig vielversprechend donnert der letzte Song „Experimental Stage“ aus den Boxen hervor und ist der wohl schnellste Track auf der EP. Das Riffing ist absolut gut und ebenso Ian Treacy bedient seine Töpfe spitze. Der Song ist durchweg schnell und lädt großzügig zum metal’schen Nackentanz ein.

Eine wunderbare EP von Benediction, die man sich wirklich gut anhören kann. Dave Ingram ist einer der Death Metal Sänger, die ich am liebsten höre und dies bestätigt sich neben den Platten von Bolt Thrower selbstredend auch bei seiner Vorband Benediction.

Bewertung: 7 / 10

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