CD-Review: Blood Mortized - The Key To A Black Heart

Besetzung

Mattias Parkkila – Gesang
Anders Blazzi – Gitarre
Gustav Myrin – Gitarre
Mattias Söderlund – Bass
Mattias Borgh – Schlagzeug

Tracklist

01. Unleashing The Hounds
02. The Heretic Possession
03. Only Blood Can Tell
04. Dead & Rotten
05. Doomsday Architect
06. Rekviem
07. To Murder A God
08. Shadow Of The Quarter Sun
09. Bringer Of Eternal Death
10. The Key To A Black Heart


Unlängst erst begeisterten mich die Schweden Tormented mit ihrer MCD „Graveyard Lust“ – nun dreht mit „The Key To A Black Heart“ das nächste Oldschool-Death-Metal-Album aus Schweden seine Runden in meinem CD-Player – Zufall oder Trend? Man weiß es nicht…

Fakt ist: Auch hier wird Death Metal so zelebriert, wie man das im klassischen Sinne erwartet. Dreckige Growls begleiten griffige, nicht all zu komplexe Riffs, die mitunter an alte Amon Amarth erinnern. Nicht ganz zufällig wohl, war Anders Blazzi doch zwischen ’91 und ’98 – damals noch als Hansson – bei der Viking-Metal-Band aktiv und ist damit auf deren Demos sowie den ersten beiden Alben zu hören. Wikinger sucht man hier jedoch vergebens – zumindest, was das ebenfalls ziemlich oldschoolige Artwork von Thomas Kynst betrifft, wird man eher im Zombi-Sektor fündig.
Überraschungen bietet „The Key To A Black Heart“ dabei wenige, um nicht zu sagen gar keine. Hat man den ersten Song gehört, weiß man, wie der Hase bei BLOOD MORTIZED läuft – im Positiven wie im Negativen. Denn auch, wenn sich kein klarer Durchhänger oder Qualitätseinbruch ausmachen lässt, verfällt „The Key To A Black Heart“ irgendwo auf dem Weg zur Albummitte zur Routine zu verkommen. Rifftechnisch hat man hier sowieso schon alles gehört, gesanglich gibt es hier sowieso keine Überraschungen, und auch die Songstrukturen ändern sich nicht mehr. Eingefleischte Fans von Bands wie Demonical, Dismember oder den bereits angesprochenen Frühwerken von Amon Amarth dürfte das nicht stören – alle anderen sollten sich darüber zumindest im Klaren sein, bevor sie hier zugreifen.

Denn zugreifen kann man generell natürlich ohne große Bedenken: Wer auf klassischen Death Metal steht, ist mit BLOOD MORTIZED ganz sicher nicht falsch beraten. Soundtechnisch wie kompositorisch schafft es die Band aus Stockholm mit ihrem zweiten Album, dort anzuknüpfen, wo viele Bands aufgehört haben, typischen Death Metal zu spielen – und bieten so dieser Tage selten gewordene Kost – mit allen dazugehörigen Pluspunkten und Nachteilen. Irgendwie konsequent.

Bewertung: 7 / 10

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