CD-Review: Candlemass - Nightfall

Besetzung

Messiah Macrolin - Gesang
Mats Björkmann - Rhythmusgitarre
Lars Johansson - Leadgitarre
Leif Edling - Bass
Jan Lindh -Schlagzeug

Tracklist

01. Gothic Stone (Intro)
02. The Well of Souls
03. Codex Gigas (Instrumental)
04. At the Gallows End
05. Samrithan
06. Marche Funebre (Instrumental)
07. Dark are the Veisl of Death
08. Mourners Lament
09. Bewitched
10. Black Candels (Instrumental)


Beim zweiten Album der Schwedischen Doom Metal Band handelt es sich um ein Meisterwerk. Nicht mehr und nicht weniger. Sicher ist man mit dem Begriff Meisterwerk immer schnell dabei, aber hier gibt es keine Zweifel. Die Scheibe hat mich begeistert, als sie 1987 erschien, und ich bin auch heute noch voller Ehrfurcht beim Hören dieses Jahrhundertwerkes. Mich haben langsame, schwere und schleppende Songs schon immer begeistert, deshalb habe ich mich auch schon für Black Sabbath interessiert –die wohl mit Candlemass und Saint Vitus zu den bekanntesten Vertretern dieses Gerne gehören, aber so richtig bin ich früher mit den Altvätern des Doom nie warm geworden. Und als ich früher halt las das die Band Candlemass sich einen neuen Sänger angelacht hatten, wurde ich neugierig. Der powervolle, etwas weinerliche Gesang des Messiah packte mich schon mit den ersten Zeilen des Openers „Well of Souls“.

WAHNNNNNNNNNNNNNNSINNNNNNNNNN. Was für eine Stimme! Die passte einfach wie gemacht zu den schweren Riffs von Candlemass. Sicher sind hier drei Instrumental-Stücke vertreten, aber die fügen sich wunderbar in das Konzept ein, sie geben einem Zeit über das gehörte nachzudenken. „Dark are the Veils of Death“ wäre ohne das vorher gelaufene „Marche Funebre“ (Genau, eine tolle Version des Trauermarsches), nur die Hälfe wert. Der Track „Black Candles“ ist ein Gitarrenstück, der das Album stimmungsvoll ausklingen lässt, man hat Zeit sich von seiner Gänsehaut zu befreien und diese gibt es beim Hören von „Nightfall“ reichlich. Wer sich bei Göttergaben wie „Samrithan“, „At the Gallows End“ oder „Mourners Lament“ nicht in wohligen Schauern vor der Anlage windet, der hat sich wohl in der CD vergriffen. Was soll ich euch noch den Mund wässerig machen, besorgt euch das Album und ihr werdet mir zustimmen. Allerdings solltet ihr schon am Doom Interesse haben, es ist nicht jedermanns( -frau) Sache. Aber wenn ihr Zugang zu dieser Art von Heavy Metal haben wollt, muss „Nightfall“ die Einstiegsdroge für euch sein, bei mir wirkt es auch schon 15 Jahre. Besser waren Candlemass nie wieder, obwohl die nächsten beiden Alben mit Messiah Macrolin am Mikro auch verdammt gut sind. Das Album wurde 2001 als Doppel-CD wiederveröffentlicht mit Live-, Demo-Songs und Studio-Outakes.

Leute! Es ist Zeit zum Doom–Dancen.
„Break the Circle and all hell comes loose“

(Jörg)

Bewertung: 9 / 10

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