Review Daath – The Concealers

  • Label: Century Media
  • Veröffentlicht: 2009
  • Spielart: Extreme Metal

DAATH sind ein Name, den man spätestens seit dem 2007er „The Hinderers“ auf der Rechnung haben muss, wenn es um Extreme Metal der kreativeren Sorte geht. Auf das Debut-Album folgten Touren unter anderem mit dem Ozzfest oder als Support von Devildriver und Job for a Cowboy. Während bzw. nach dieser Zeit nahmen sowohl Keyboarder Mike Kameron als auch Sänger Sean Farber den Hut. Ersetzt wurde indes nur Farber, ein gewisser Sean Z. komplettierte das Line-Up wieder. Mit „The Concealers“ kehrt die Truppe zurück und will beweisen, dass sie es auch trotz dieser Besetzungsprobleme noch drauf hat.

Als ginge es tatsächlich darum, allen Skeptikern direkt das Maul zu stopfen wird mit dem Opener „Sharpen the Blades“ entsprechend kompromisslos losgelegt. Hohes Tempo beherrscht die Strophen, der Refrain geht direkt ins Ohr. Dann ein fixes Solo, Bridge, nächstes Solo, Refrain, Schluss. Und man bleibt erstmal geplättet sitzen. Fliegende Riffs, donnernde Drums und eingängige Melodien, das ist es, was „The Concealers“ ausmacht. Sänger Sean Z. macht sich zumeist in Metalcore-Manier ebenfalls gut und intoniert über das Album hinweg sogar relativ variabel. Und auch abseits der Screams könnte man während der ersten Songs mit ein bisschen gutem Willen noch annehmen, sich auf einem Neaera-Album zu befinden. Insgesamt sind DAATH dann aber doch zu vielfältig, um sie mit einem einzelnen Genre bezeichnen zu können. Dies liegt ohne Zweifel hauptsächlich an der Gitarrenfraktion die im Laufe des Albums alles bietet, was man auf so einer Scheibe hören will: Jaulende Leadmelodien, halsbrecherische Solen und ebenfalls fingerverknotendes Rhythmus-Riffing, genau so muss das sein. Dabei bewahrt man sich einen nicht unwesentlichen Grad an Härte, hauptsächlich wohl bedingt dadurch, dass beide Gitarristen trotz ansehnlichem Können immer die Songs in den Vordergrund stellen.
Die Produktion kann sich ebenfalls sehen lassen, und gerade hier kann man sich deutlich von so manchen Genrekollegen abgrenzen. Jason Suecof und Mark Lewis haben es geschafft, das Album sowohl auf ganzer Front wegpustend als auch charakteristisch klingen zu lassen. 100 mal gehörten Hochglanz-Sound sucht man hier vergebens.

„The Concealers“ ist also grundsätzlich ein kaufenswertes Album das beweist, dass DAATH ihre Besetzungswechsel unbeschadet überstanden haben, ein paar Aspekte gibt es auf dem Weg zum großen Ruhm aber noch zu verbessern: Die aboluten Hit-Melodien fehlen noch und zwischendurch geht der rote Faden innerhalb der Songs auch ein wenig verloren, da müsste man manchmal noch ein wenig konsequenter auf den Punkt kommen.
Dennoch: Wer mit Bands wie Arsis und Quo Vadis etwas anfangen kann und gerne Profis an ihren Instrumenten zuhört kann sich „The Concealers“ bedenkenlos zulegen. Gitarrist und Bandgründer Eyal Levi nennt es „das erste richtige DAATH-Album“, und wenn das stimmt und die Truppe nun erst richtig loslegt, darf man mehr als gespannt auf einen Nachfolger sein.

Wertung: 8 / 10

Publiziert am von Marius Mutz

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