Review Dimmu Borgir – Enthrone Darkness Triumphant

Schon mit dem extrem melodischem, atmosphärischem und teilweise sehr verträumten Zweitwerk „Stormblast“ und der Mini-CD „Devil’s Path“ legten die Norweger Newcomer noch eins drauf und schafften den endgültigen Durchbruch im Sektor des atmosphärischen Black Metal – „Enthrone Darkness Triumphant“ ist ein zeitloser Klassiker des Genres.

Schon dir ersten Töne des Albums werden wohl nie in Vergessenheit geraten – Das Streicher-Synth-Intro ist ebenso wie der wohl bekannteste Dimmu Borgir-Song „Mourning Palace“ legendär und fest in die Herzen der Schwarzgemeinde eingebrannt. Hier geben sie schon die Marschrichtung für den Rest des Albums ab… Viele Tempiwechsel, ruhige und brachiale Passagen wechseln sich perfekt ab, die sägenden, thrashigen Riffs erzeugen einen schön brutalen Sound und die verdammt druckvollen Drums steuern den Rest bei. Nicht zu vergessen ist ein Shagrath in Topform, der sich von ganz unten die vergammelte Seele aus dem Leib kreischt.Das alles zusammen schafft einen düsteren Sound, der mit den markanten Piano-Melodien gleichzeitig an Eingängigkeit, Melodie und Härte gewinnt.
Der Stoff geht einfach unter die Haut und jagt einem einen Schauer nach dem anderen über den Rücken.

Auch die nächsten 4 Songs schließen nahtlos an den Opener an. „In Death’s Embrace könnte einige Zeit brauchen, um wirklich zu zünden (dann haut’s aber gewaltig rein), und „The Night Masquerade“ kommt nicht zuletzt mit den ‚chanting whores’ abgrundtief böse.
„Tormenter Of Christian Souls“ ist ein weiterer Hammer, bei dem die Nuclear Blast-Bosse sich geweigert haben, den Text im Booklet abzudrucken, der auch auf der Dimmu Borgir Webseite nur verändert zu lesen ist. Ein Orchester verweigerte bei einem Fernsehauftritt gar das Spielen von „Tormenter Of Christian Souls“, da ihnen der Text zu blasphemisch war.
„Master Of Disharmony“ ist das wohl härteste Stück der Platte, hier dominieren die Drums lange Zeit. Auch Prudences Fall“ haut noch mal auf die Glocke, dafür ist „A Succubus In Rapture“ sehr ruhig und bildet fast schon ne romantische Stimmung und erinnert mich doch wieder an die „Stormblast“-LP.

Die ganz truen Black Metaller werden hier eher keinen Gefallen finden und Dimmu als Kommerz abstempeln, alle andern dürften hier wohl ihre helle Freude haben. „Enthrone Darkness Triumphant“ kommt die gesamten 51 Minuten ohne eine Länge oder Schwachstelle aus! Ein Hit nach dem andern läuft hier in Peter Tätgrens perfektem Soundgewand ab und kann restlos überzeugen.
Trotz allem Lobes: An die „Stormblast“ will das die „Enthroned…“ nicht wirklich rankommen. Trotzdem ein Klassiker, der wichtig für das Genre des melodischen Black Metals und Dimmu Borgir selbst war, und auch heute nichts an seiner Klasse eingebüßt hat.

Wertung: 8 / 10

Geschrieben am 5. April 2013 von Metal1.info

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