CD-Review: Dismember - The God That Never Was

  • Veröffentlichung: 2006
  • Label: Regain
Besetzung

Matti Kärki – Gesang
David Blomquist – Gitarre
Martin Persson – Gitarre
Tobias – Cheristiansson – Bass
Fred Estby – Schlagzeug

Tracklist

01. The God That Never Was
02. Shadows Of The Mutilated
03. Time Heals Nothing
04. Autopsy
05. Never Forget, Never Forgive
06. Trail Of The Dead
07. Phantoms (Of The Oath)
08. Into The Temple Of Humiliation
09. Blood For Paradise
10. Feel The Darkness
11. Where No Ghost Is Holy


Die schwedische Todesbleigießerei DISMEMBER ist eine der doch eher wenigen geradlinigen Death Metal-Acts ihres Landes. Ihre Debütscheibe „Like An Everflowing Stream“ schlug anno 1991 ein, wie eine Bombe und seither halten DISMEMBER als Anführer der schwedischen Todmetall-Szene das Zepter in der Hand. Ganze sechs Alben danach meldet sich der Fünfer mit „The God That Never Was“ zurück. Das Coverartwork aus der Feder des bekannten Designers Dan Seagrave entzückt durch seine sehr düstere Umgebung, über die ein schwerttragender Roboterverschnitt zu herrschen scheint.

Den Silberling in die Anlage zum Laufen gebracht, ertönen die ersten tiefen Riffs des Titelsongs. Schnell ist festzustellen, dass die Produktion absolut misslungen ist. Das Drumset von Fred Estby ist größtenteils nur zu erahnen und klingt zudem absolut dumpf. Der Gesamtsound der Scheibe ist leider nicht besser, steht man direkt vor den Boxen, klingt es so, als sei die Band meterweit entfernt. Von einem gelungenen Soundgewand kann keinesfalls die Rede sein. Selbst die auf Ohrwurm getrimmten Melodic-Riffs verfehlen eigentlich ihr Ziel und so schleppt sich das Album seine 35 Minuten müde über die Zeit. Sicherlich sind mit der rein instrumentalen Nummer „Phantoms (Of The Oath)“ oder „Blood For Paradise“ auch einige wirklich brauchbare Nummern auf der Platte, aber all das reicht nicht, um von einem höchstens durchschnittlichen Werk zu reden. Alles klingt so altbacken und ewiggehört. Innovation wird bei DISMEMBER zwar kaum erwartet, aber man dreht sich immerzu im Kreis, wirkt ideenlos bis belanglos. Sicherlich trifft dieser Stil so manche Fans, aber vom Hocker vermag mich das alles einfach nicht zu hauen. Auffällig ist noch die kleine Basseinlage inmitten von „Feel The Darkness“, was auch schon die einzige Besonderheit der viel zu gleichen Tracks ausmacht.

Vielleicht gehe ich hierbei auch zu hart ins Gericht, aber diese Vorstellung hat überhaupt nicht gefruchtet. Da kann auf dem Beipackzettel des Langeisens auch gerne „As long as Dismember live, Death Metal will reign“ stehen. Auch Death Metal kann wunderbar facettenreich sein, wie aktuelle Topacts namens Kataklysm, Bolt Thrower oder DISMEMBERs Landsleute Opeth, Hypocrisy oder Dark Tranquillity Album für Album beweisen.

Bewertung: 3 / 10

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