CD-Review: En Nihil - The Approaching Dark

  • Veröffentlichung: 2013
  • Label: Eibon
  • Spielart: Ambient
Besetzung

Adam Fritz

Tracklist

01. The Tombs Of Empire
02. Frozen Postures
03. The Hearts Relent
04. Human Animal
05. Futile Man – The Weight Of Absolution
06. Souls To Cease
07. Vulture Reign
08. The Approaching Dark
09. Darkfall


Die Beurteileung von Musik ist – natürlich – immer eine sehr subjektive Angelegenheit. Dennoch gibt es diesbezüglich Genre-abhängige Unterschiede. Je undifferenzierter und freier eine Band agiert, desto schwerer lässt sich das Resultat in Kategorien stecken, vergleichen, beurteilen.

Genau dieser Umstand scheint mitunter als Entschuldigung für alle möglichen musikalischen Verfehlungen ausgenutzt zu werden… denn gerade im Ambient oder auch Noise ist bei weitem nicht alles künstlerisch anspruchsvoll, was meditativ vor sich hin mäandert oder als Krach-Installation auf den Hörer losgelassen wird.
EN NIHIL, das Projekt des Musikers Adam Fritz, scheint jedoch genau darauf ab zu zielen: Mit relativ simplen Mitteln und geringer Eleganz schleudert Fritz dem Hörer hier neun Songs um die Ohren, die nur mit viel gutem Willen überhaupt als solche bezeichnet werden können: Jaulende, kreischende und zerrende Klänge unbekannten Ursprungs jagen sich hier gegenseitig vom Hof, ohne dabei eine irgend geartete Struktur oder gar System erkennen zu lassen.
Natürlich kann man das als ausdrucksstarke Kunst einordnen – wie so ziemlich alles auf dieser Welt – muss man aber nicht. Denn EN NIHIL steht weder eine kreative Idee, noch eine einzigartige Umsetzung voran. „The Approaching Dark“ ist schlichtweg langweilig, uninspiriert, frei jedweder Aussage oder Atmosphäre – und darüber hinaus absolut dilettantisch gemacht.

Den destruktiven Gedanken des Noise, den atmosphärischen des Ambient in allen Ehren – aber das, was EN NIHIL hier abliefert, setzt keinen davon auch nur ansatzweise gelungen um. Statt des im Infosheet angekündigten Death-Industrial bekommt der Hörer hier über langatmige 50 Minuten eine monotone Geräuschkulisse geboten, die von Anfang bis Ende eher nach Baustellenlärm oder einem Sample-Fundus, aus dem sich andere Bands zur Bereicherung ihrer „echten“ Musik bedienen, klingt, denn nach einem eigenständigen Album. Gründe, sich dieses anzuhören, gibt es dem entsprechend eigentlich keine.

Bewertung: 1 / 10

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