CD-Review: Gone Is Gone - Echolocation

Besetzung

Troy Sanders - Gesang, Bass
Troy Van Leeuwen - Gitarre
Mike Zarin - Gitarre
Tony Hajjar - Schlagzeug

Gastmusiker:
The Budapest Film Orchestra (Track 1 & 8)

Tracklist

01. Sentient
02. Gift
03. Resurge
04. Dublin
05. Ornament
06. Pawns
07. Colourfade
08. Roads
09. Slow Awakening
10. Fast Awakening
11. Resolve
12. Echolocation


Seit dem Beginn des neuen Jahrtausends stehen Mastodon für gleichermaßen hochkarätigen und wuchtigen Progressive Metal. Die damit einhergehenden Erfolge und diverse Grammy-Nominierungen sowie seine Arbeit mit Max Cavalera bei Killer Be Killed scheinen Bassist und Sänger Troy Sanders aber nicht genug und so hat er gemeinsam mit Gitarrist Troy Van Leeuwen (Queens Of The Stone Age) und Schlagzeuger Tony Hajjar (At The Drive-In) die Rockgruppe GONE IS GONE ins Leben gerufen, die jetzt ihr Debütalbum „Echolocation“ veröffentlicht hat.

Unerwartet ruhig und sphärisch startet das Album mit „Sentient“, das anfangs nur auf Keyboard-Sequenzen und den Klargesang von Troy Sanders setzt. Dann gesellen sich langsam wabernde Gitarren hinzu, bis der Song wuchtige Doom-Riffs auffährt, die von schneidenden Gitarrenmelodien durchzogen werden. Zwischen diesen beiden Herangehensweisen pendelt der Track wiederholt und generiert so einen eher verhaltenen, aber gelungenen Einstieg. Die Mastodon-Einflüsse sind das federführende Element, das wird schon früh klar. Dafür verbinden GONE IS GONE diesen Stil immer wieder mit neuen Momenten, so kommen mal dezente Stoner-Rock-Passagen zum Tragen („Gift“) oder es werden psychedelisch-experimentelle Klänge beigefügt („Dublin“).

Eine große Stärke von „Echolocation“ ist die Produktion, die besonders gut die einzelnen Musikinstrumente heraushören lässt und auch Stimmungswechsel durch das Hervorheben diverser Momentaufnahmen hervorruft. Das liegt zum einen natürlich an der langjährigen Erfahrung aller Akteure, aber auch daran, dass diese anscheinend perfekt miteinander harmonieren. Etwas besonderes ist auch der Doppelsong „Awakening“, den GONE IS GONE in einen langsamen und einen schnelleren Part unterteilt haben. „Slow Awakening“ lebt von bluesigen Gitarren, wuchtigen Drums und Gesang, der phasenweise an Marilyn Manson erinnert. Das Pendant „Fast Awakening“ hingegen wird kurz und knackig präsentiert, durch seine raue Seite weckt der Titel Erinnerungen an die legendären Motörhead. Den Abschluss bilden dann das mit Songwriter-Elementen versehene „Resolve“ und der spannende Titeltrack mit einem mächtigen Refrain und fesselnden Gitarrenläufen, die sich vor allem in den Strophen manifestieren.

So ruhig und besonnen hätte man nach „Once More Round The Sun“ einen Longplayer mit Mastodon-Beteiligung sicher nicht erwartet. GONE IS GONE haben mit ihrem Debüt „Echolocation“ ein musikalisch reduziertes, aber klar ausdifferenziertes Album geschaffen, das im Kern progressiver Rock bleibt und dezent mit anderen Genres liebäugelt. Trotz der über weite Strecken langsam gehaltenen Tempi bleibt kein Raum für große Gähner, vielmehr baut die intensive Atmosphäre darauf Stück für Stück auf. Für Freunde hochkarätigen und melancholischen Progressive Rocks sollte „Echolocation“ ein früher Leckerbissen im Jahr 2017 sein.

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Bewertung: 8.5 / 10

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1 Kommentar zu “Gone Is Gone – Echolocation”

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