CD-Review: Killswitch Engage - Alive Or Just Breathing

Besetzung

Tracklist

01. Numbered Days
02. Self Revolution
03. Fixation On The Darkness
04. My Last Serenade
05. Life To Lifeless
06. Just Barely Breathing
07. To The Sons Of Man
08. Temple From The Within
09. The Element Of One
10. Vide Infra
11. Without A Name
12. Rise Inside


Ihr eigenes Label Raodrunner Records warb einmal für sie „Out To Kill Nu Metal Dead“. Dabei muss man eigentlich sagen, dass der Fünfer aus New England, Massachusetts herzlich wenig mit diesem Genre zu tun hat. Na gut, vielleicht hier und da mal ein paar Einlagen des New Metals, aber das war es auch schon.

Überhaupt ist es sehr schwer, einen Stil hinauszukristallisieren. Killswitch Engage spielen eine Mischung aus Melodic Death Metal, Hardcore, und was weiß ich noch alles. Sagen wir es mal so: KE erschaffen auf ihrem Debüt eine perfekte Symbiose aus klassischem und auch aktuellem Metal – Gitarrenriffs, unglaublich guten & clever eingesetzten Doublebass – Attacken und nicht zu vergessen der atemberaubend geniale Gesang des Frontmanns Jesse David Leach (inzwischen ist Howard Jones der neue Sänger).

Manchmal hat man bei Killswitch Engage den Eindruck als seinen es entweder zwei Sänger oder eine zwiegespaltene Persönlichkeit die da am Werk ist. Leach hat einfach eine unheimlich Wandlungsfähige Stimme, die besonders bei den klaren Gesangslinien für Gänsehaut sorgt.

Schon der Opener dieses Albums ist der Hammer, mit seinen Gedichtähnlichen Lyrics bzw. Vocals. Überhaupt ziehen sich die qualitativ hochwertigen Lyrics durch das gesamte Album.

Auch die musikalische Qualität nimmt während des Albums einfach nicht ab. Jedes Lied ist einzigartig. Deshalb wäre es jetzt Unsinn jedes Lied einzeln betrachten zu wollen. Ich kann nur soviel sagen, dass Songs wie „Fixation On The Darkness“, „Life To Lifeless“, „Just Barely Breathing“ oder auch die Single-Auskopplung „My Last Serenade“ schon verdammt nahe an der Grenze zu potentiellen Hymnen sind. Das heißt jedoch nicht, dass die anderen Songs weniger genial sind. Im Gegenteil. „To The Sons Of Man“, „The Element Of One“, “Vide Infra“ oder das megastarke „Temple From The Within“ sind eigentlich genauso gut, nur halt keine Kandidaten für Hymnen. Wieso ich das jetzt alles aufzähle, weiß ich eigentlich auch nicht, weil jedes Lied einfach der Oberhammer ist.Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was ich noch zu diesem Album schreiben soll, da mir einfach die Worte fehlen. Was Negatives fällt mir auch nicht ein, deshalb vergebe ich auch volle 10 Punkte. Wenn ich könnte würde ich sogar über die 10 gehen, aber das geht leider nicht. Immerhin ist das schon die Höchstwertung.

Eine „Warnung“ gebe ich aber noch mit auf den Weg: Das Album ist nicht eines dieser Alben das einem beim ersten Durchhören gefällt. Mann muss mehrere Durchgänge vollbringen um es lieben zu lernen. Aber ist das nicht eigentlich bei allen Klassikern so?Für mich persönlich sind Killswitch Engage „The Next Big Thing“ und auch live sind sie unschlagbar, wovon ich mich auch schon überzeugen durfte. Zwar mit neuem Frontmann, aber deshalb noch lange nicht schlechter. Ich freue mich auf jeden fall auf das nächste Album. Denn mit der richtigen Vermarktung hat diese Band eine glänzende Zukunft in aussicht. Und diese CD kommt bei mir nicht vorher aus dem CD Player bzw. Discman bis meine Ohren anfangen zu bluten, denn so muss Metal klingen!

(Benjamin)

Bewertung: 10 / 10

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