CD-Review: Killswitch Engage - The End Of Heartache

Besetzung

Howard Jones – Gesang
Adam Dutkiewicz – Gitarre
Joel Stroetzel – Gitarre
Mike D’Antonio – Bass
Justin Foley – Schlagzeug

Tracklist

01. A Bid Farewell
02. Take The Oath
03. When Darkness Falls
04. Rose Of Sharyn
05. Inhale
06. Breathe Life
07. The End Of Heartache
08. Decleration
09. World Ablaze
10. And Embers Rise
11. Wasted Sacrifice
12. Hope Is…


Als Killswitch Engage im Jahre 2002 mit „Alive Or Just Breathing“ ein bahnbrechendes Metalcore-Album über Roadrunner Records veröffentlichten, hätte wohl niemand vermutet, über welch große Beliebtheit sich die Band heute erfreuen kann. Neben der ausgezeichneten Musik, die zwei klasse Gitarristen, ein offensiver Bassist und natürlich ein schneller Schlagzeuger liefern, war es Jesse David Leach, der seine Stimme so richtig stark und überzeugend in Szene setzte und enorm viel zum Erfolg der Band beitrug. Auf eigenen Wunsch verließ dieses Talent die aufstrebende Band und wurde schnell durch Howard Jones ersetzt, für den es nun auf der „The End Of Heartache“ sein Können unter Beweis zu stellen gilt. Kleine Fußstapfen sind es definitiv nicht, die er füllen will.

Sofort wird auf „The End Of Heartache“ klar, dass den gespannten Hörer ein heißes Eisen Metalcore per Excellence erwartet. Mit verbessertem Riffing gehen Dutkiewicz und Stroetzel zu Werke. Wenn auch beim Vorgänger-Album („Alive Or Just Breathing“) wohl „My Last Serenade“ die größte Popularität in Discos etc. genoss, war die musikalische Messlatte der Band aber definitiv „Just Barely Breathing“. Damit wird locker-flockig weitergemacht, auch wenn die Songs nicht diese gewisse Dramatik vermitteln, wie angesprochener Song es tat.

Sicher sollte man noch explizit den Vergleich zwischen dem vielseits vermissten Jesse Leach und Howard Jones ziehen. Und die wirklich großen Unterschiede werden lediglich laut, wenn es an den klaren Gesang geht. Da hörte sich Leach bis dato schon etwas passender an. In den wirklich rauen und aggressiven Lagen könnte man jedoch meinen, die beiden seien gesangliche Zwillinge. Was Jones eventuell als Vorteil angerechnet werden könnte, ist folgender Aspekt: Da er bei den ruhigeren Parts, die bei Killswitch Engage nun mal sehr oft den Refrain ausmachen, etwas treu-metallischer klingt als Jones, kann man durchaus von einer starken Weiterentwicklung sprechen.

Was die Gitarrenarbeit betrifft, kommt mir die Band mit dem neuen Stoff doch auffällig reifer vor, als noch beim „Hau-drauf“-Vorgänger der Extraklasse. Eben dieses „Hau-drauf“ wurde auf dem neuen Werk etwas zur Seite gestellt und man setzt vermehrt auf besser strukturierte Songs, was aber nicht heißt, dass man „Hau-drauf“ vermissen wird.

Jeder Fan der Band wird hier ganz schnell auf seine Kosten kommen. Jeder, der die Band noch nicht kennt, muss sich überlegen, ob er Killswitch Engage mit dem Vorgänger, der eben durchweg mitten auf die Zwölf ging, kennen lernen mag, oder mit reiferen, besser arrangierten Songs. Fest steht, dass die US-Amerikaner Großes vor sich haben, wenn sie sich auch mit Folgescheiben weiter kreativ entfalten, wie mit diesem.

Bewertung: 8.5 / 10

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