CD-Review: Kyuss - Kyuss (Welcome To Sky Valley)

Besetzung

John Garcia - Gesang
Josh Homme - Gitarre
Scott Reeder - Bass
Brant Bjork - Schlagzeug

Tracklist

01. Gardenia
02. Asteroid
03. Supa Scoopa and Mighty Scoop
04. 100°
05. Space Cadet
06. Demon Cleaner
07. Odyssey
08. Conan Troutman
09. N.O. (Across The River cover)
10. Whitewater


1994 erschien mit dem Nachfolger von „Blues For The Red Sun“ das dritte Studioalbum der Wüstenrocker aus Kalifornien. Obwohl der kommerzielle Erfolg ausblieb, diente der Sound der Band dennoch als Blaupause für massenhaft andere Musiker.  Wuchtige, tiefgestimmte, fuzzige Gitarren gepaart mit einer Mischung aus Grunge, Psychedelic Rock , Doom Metal und jeder Menge Groove. Damit haben KYUSS den Begriff Stoner Rock wie kaum eine andere Band geprägt.

Der erste der drei Teile der Platte wird von einem superschweren Riff eröffnet, das einem geistig sofort auf einem Trip mit dem Auto nach Palm Desert schickt. Nichts könnte dazu besser passen als John Garcias knurrig, kratzige Stimme. Zwischenzeitlich driften die Songs in spacige Spielereien ab, als ob man auf seiner langen Fahrt die Gedanken schweifen lässt, um dann wieder voll auf die Mütze zu bekommen.  Bestes Beispiel dafür ist der Instrumentalsong „Asteroid“.

Im zweiten Abschnitt wird es mit den Songs „Space Cadet“ und „Demon Cleaner“ etwas ruhiger und verträumter.  Garcias fährt seine Stimme etwas runter und wird immer monotoner, was aber gut zu den Songs. „Demon Cleaner“  baut sich langsam unter dem dahintreibendem Drumming Björks auf und geht mit dem emotionalen Gesang so was von unter die Haut, einfach überwältigend.

Danach geht es, wie gewohnt, sehr straight weiter. Josh Homme, der später mit Queens Of The Stone Age riesigen Erfolg haben sollte, schüttelt über die 50 Minuten Spielzeit ein geiles Riff nach dem anderen aus dem Ärmel. Brant Björks Drumming ist einfach nur cool, manchmal schleppend(„Gardenia“), treibt stellenweise richtig an („Odyssey“). Der trockene Schlagzeugsound tut sein Übriges zum perfekten Wüstensound dazu.

Zwei Songs gegen Ende, „Conan Troutman“ und „N.O.“,  fallen im Vergleich ganz leicht ab, was aber schlicht und einfach auch daran liegt, dass ansonsten alle Stücke auf „Welcome To Sky Valley“ echte Hits sind.  Die letzen Minuten der Wüstenfahrt werden zur abschließenden Jamsession.

Ein nahezu perfektes Album, das seinen Kultstatus mehr als verdient hat. Unzählige Male kopiert , aber so gut wie nie erreicht. Ein absolutes Muss für jeden, der etwas mit Rockmusik am Hut hat.

Bewertung: 9.5 / 10

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