CD-Review: Lagwagon - Hang

Besetzung

Joey Cape – Gesang
Chris Flippin – Gitarre
Shawn Dewey - Gitarre
Jesse Buglione – Bass
Derrick Plourde – Schlagzeug

Tracklist

01. Burden of Proof
02. Reign
03. Made of Broken Parts
04. The Cog in the Machine
05. Poison in the Well
06. Obsolete Absolute
07. Western Settlements
08. Burning Out in Style
09. One More Song
10. Drag
11. You Know Me
12. In Your Wake


Neun Jahre sind eine lange Zeit. So lange haben die amerikanischen Punkrocker von LAGWAGON pausiert, bevor sie 2014 eine neue Platte rausgehauen haben – in alter Band-Tradition simpel mit einem einzigen Wort, „Hang“, betitelt.

Die lange Pause hat keinen Stil- oder Soundwechsel bewirkt: Die zwölf Tracks auf „Hang“ könnten ohne Weiteres auch auf einer anderen LAGWAGON-Platte zu finden sein. Nicht im Sinne davon, dass sie austauschbar seien, sondern, dass sie die für sie typische Mischung aus Midtempo-Songs, flinken Punkrock-Hymnen und melodischen Hooklines geschaffen haben. Alldem verleiht Joey Capes einzigartiger, rauher Gesang die unverwechselbare Note. In Sachen Produktion ist ebenfalls keine Veränderung bemerkbar: So oder so ähnlich sind auch die letzten fünf Alben der Band abgemischt worden.

Das alles führt dazu, dass sich die Musik der Amerikaner auf einem gewohnt guten, aber nicht herausragenden Niveau bewegt und Freude, aber eben keine Begeisterung hervorruft, trotz gewohnt hoher Ohrwurmdichte: Wo es in „Obsolete Absolute“ eine coole Hookline und starke Bassriffs sind, suchen sich „Burning Out In Style“, „One More Song“ und „Reign“ mit 180 km/h den Weg in den Gehörgang und klammern sich dort hartnäckig fest.

Wenn es eine Neuerung gibt im Vergleich zu früheren Alben, dann, dass Joey Cape & Co. häufiger als zuvor ruhigere Passagen bemühen, um etwas (mehr) Abwechslung zu kreieren: So geschieht das unter anderem im bereits erwähnten „One More Song“, „You Know Me“, das man schon fast als Halbballade bezeichnen kann, oder dem kurzen Opener „Burden Of Proof“. Positiv sticht weiterhin das mit für LAGWAGON ungewöhnlich verzerrten, groovenden Gitarren aufwartende „The Cog In The Machine“ hervor.

Insgesamt bieten die zwölf Lieder auf „Hang“ genau das, was man als Fan der Band erwarten konnte –klingt langweilig, ist aber wahr. Wer sich einen rundumerneuerten Sound gewünscht oder darauf gehofft hat, wird also enttäuscht werden. Alle anderen dürfen zuschlagen.

Bewertung: 7 / 10

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2 Kommentare zu “Lagwagon – Hang”

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