CD-Review: Necrowretch - Putrid Death Sorcery

Besetzung

Vlad – Gesang, Gitarre
Amphycion – Bass
Mörkk – Schlagzeug

Tracklist

01. Ripping Souls Of Sinners
02. Purifying Torment
03. Goat-Headed
04. Putrid Death Sorcery
05. Impious Plague In Catacombs
06. Spewed From Hell
07. Defiler Of Sacrality
08. The Anthropomancer
09. Soiled Into A Crypt
10. Necrollections
11. Repugnizer


Das erklärte Ziel von NECROWRETCH-Kopf Vlad ist es, sein eigenes „Scream Bloody Gore“ aufzunehmen. Ein hehres Ziel, aber sicher auch kein bescheidenes, gibt es doch wirklich einfacheres, als mit dem Death-Meilenstein gleichzuziehen. Mit schnittigem Namen und Albumtitel sowie einem Deal mit Century Media lassen sich die hochgesteckten Ziele aber natürlich gleich leichter verfolgen.

„Putrid Death Sorcery“ ist, so viel kann man ahnen, ein rohes, klassisches Death-Metal-Album, das dabei doch relativ hohen technischen, aber geringen songschreiberischen Anspruch hat. Unglücklich ist in dem Zusammenhang, dass die Produktion alles andere als differenziert ausfällt und viele Riffs im dumpfen Soundgewand untergehen. Eben dadurch tut sich das Album aber auch extrem schwer, wirklich Druck aufzubauen und die im Death Metal nun doch nicht ganz unwichtige Brutalität zu entfalten. Immerhin Vlads Gesang macht Spaß, die heiseren Schreie sind ein Stilmittel, die in diesem Genre viel zu selten als Abwechslung genutzt werden. Auch ein paar Leadgitarren klingen nett, doch findet man hier trotzdem keine Melodien, die wirklich Atmosphäre aufbauen können. Und wenn doch einmal, wird man sich spätestens, nachdem sie geendet haben, wieder des schlechten Sounds bewusst, den man im Verlauf des Albums als immer unerträglicher empfindet und der „Purtrid Death Sorcery“ schlussendlich auch jeden Reiz raubt. Wenn man sowieso nicht wirklich hört, was die Instrumentalisten spielen und dazu nicht einmal geplättet wird, wird es fragwürdig, ob man wirklich volle 36 Minuten mit dem Album verbringen muss.

Das einzige, womit Vlad hier ansatzweise an „Scream Bloody Gore“ anschließen kann, ist die Soundqualität seines Albums. Da das im Jahr 2013 aber nicht ernsthaft das Ziel einer Band sein kann, muss man die Mission wohl oder übel vorerst als gescheitert ansehen. Wenn nächstes Mal die Rahmenbedingungen stimmen und man somit Lust bekommt, sich überhaupt eingehend mit dem zu beschäftigen, was NECROWRETCH kredenzen, kann das alles besser werden, obwohl ich vermute, dass man bei der Gelegenheit auch musikalisch gleich noch kräftig nachbessern sollte. Bis jetzt lässt man jedenfalls lieber die Finger von dem Projekt.

Bewertung: 4 / 10

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