CD-Review: Of Mice & Men - Live At Brixton

Besetzung

Austin Carlile - Gesang
Phil Manansala - Gitarre
Alan Ashby - Gitarre
Aaron Pauley - Bass, Gesang
Valentino Arteaga - Schlagzeug

Tracklist

01. Public Service Announcement
02. Glass Hearts
03. Broken Generation
04. O.G. Loko
05. Let Live
06. You Make Me Sick
07. This One's For You
08. Feels Like Forever
09. Bones Exposed
10. Would You Still Be There
11. Another You
12. Identity Disorder
13. Second & Sebring
14. The Depths
15. You're Not Alone


Seit nunmehr sieben Jahren verbreiten OF MICE & MEN, mit Ex-Attack!-Attack!-Sänger Austin Carlile am Mikrofon, ihre frohe Metalcore-Kunde. Vorrangig feiert die Band Erfolge in ihrer US-amerikanischen Heimat, wo alle bisher veröffentlichten Studioalben den Sprung in die Charts schafften. Bevor im September das neue Studiowerk „Cold World“ erscheinen wird, veröffentlichen sie mit dem CD-DVD-Package „Live At Brixton“ ihren ersten offiziellen Live-Mitschnitt.

Gefilmt wurde das Konzert von Jon Stone, der bereits mehrere Jahre mit den Musikern zusammenarbeitet und schon für die fünfteilige Dokumentation „The Full Circle Story“ verantwortlich war. Der Gig fand am 28. März 2015 in der Brixton Academy London statt. Mit musikalischer Breitseite startet die fünfköpfige Formation mit „Public Service Announcement“ in den knapp 65-minütigen Auftritt. Eine große Stärke der CD-Version ist die weitgehend präsente Live-Atmosphäre, die das typische Klangbild und die Energie einer Live-Show gekonnt einfängt. Dazu gehören singende Fans ebenso wie kurze Ansagen von Bandleader Carlile und enthusiastischer Applaus. „Broken Generation“ wird außerdem als Bühnenpremiere in London angekündigt. Hier rückt das Wechselspiel zwischen Klargesang und Screams erstmals besonders positiv in den Fokus. Im weiteren Verlauf scheint sich der Spaß auf beiden Seiten weiter zu steigern, was beispielsweise während „Let Live“ zu einem begeisterten rhythmischen Mitklatschen führt. Weitere Highlights sind das höchst emotionale „Feels Like Forever“, das pop-punkige „Would You Still Be There“ oder das sehr persönliche „Another You“, das problemlos als Power-Ballade durchgeht. „Identity Disorder“ fokussiert das Gesangsspiel zwischen Sänger und Zuschauern, während „Second & Sebring“ mit dezenten Pianoklängen startet, bevor der letzte Song der offiziellen Setlist förmlich zu explodieren scheint. Die zwei Zugaben „The Depths“ und „You’re Not Alone“ bilden in der Folge einen gekonnten Abschluss dieses Konzertabends.

Die DVD unterscheidet sich folgerichtig nicht im Bezug auf die Setlist, bringt jedoch einige Veränderungen im Vergleich zur CD-Version mit, die leider nicht nur positiv zu bewerten sind. In erster Linie bekommt man eine agile Band zu sehen, die mit Spaß am Musizieren ihr Material vorträgt. Der Fokus auf die Musiker wird aber oftmals durch überladenen Stroboskopeinsatz in seiner Wirkung massiv gestört. Desweiteren ist ein Publikum zu sehen, das energetisch mitfeiert und viel in Bewegung ist – zu hören sind die Zuschauer hier allerdings größtenteils zwischen den einzelnen Songs. Im Zusammenhang mit den bewegten Bildern büßt die gewünschte Live-Atmosphäre somit erheblich ein. Die Qualität des Videos und des zugehörigen Sounds ist dennoch auf einem guten bis sehr guten Niveau angesiedelt.

Mit der Wahl der Brixton Academy als etablierter Ort für Aufnahmen von Live-Alben haben OF MICE & MEN keine ausgefallene, aber doch gute Entscheidung getroffen. Die Soundqualität von „Live At Brixton“ erschafft ein positives Bild einer Band, die bei diesem Gig all ihre Hits und Stärken auszuspielen scheint. Das Londoner Publikum dankt es dem Quintett, wurde aber leider teilweise ein Opfer der Abmischung. Für wen ist dieses Release also empfehlenswert? Für Fans der Band sicherlich, aber auch Neulinge können sich in guter Bild- und Tonqualität einen ersten Überblick über das Schaffen der US-Amerikaner machen.

Keine Wertung

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