CD-Review: Papa Roach - Infest (-)

Besetzung

Coby Dick - Gesang
Jerry Horton - Gitarre
Tobin Esparence - Bass
David Buckner - Schlagzeug

Tracklist

01. Infest
02. Last Resort
03. Broken Home
04. Dead Cell
05. Between Angels & Insects
06. Blood Brothers
07. Revenge
08. Snakes
09. Never Enough
10. Binge
11. Thrown Away


Tja. Papa Roach. Ganz gewöhnlicher New Metal wie ihn jede noch so unbegabte Band derzeit verkauft? Ich sage: Ja! Ich kann der Platte hier wirklich kaum etwas abgewinnen. Aber mal ganz von Anfang. Der Titeltrack kommt so richtig pseudoheavy daher, mit einem 3-Takt Riff, der sich übers gesamte Lied zieht und sich nach einer Gitarrenlernkassette aus einem Automaten für 50 Cent anhört. Toll sind auch diese extrem „Yeah modafuka i’m so phat krass cool“-klingenden Raps. Schon nach vier Minuten dieses Albums sehne ich mich nach einem gewaltigen Aspirin. Der einzig wirklich gute Track, der auch hängen bleibt, ist „Last Resort“ (schaffte es auf Position 2 der deutschen Single-Charts). Respekt an die Jungs, das ist wirklich mehr als nur annehmbar. Doch der Rest ist dann wieder völlig zum inne Tonne kloppen. Die weiteren Singleauskopplungen „Broken Home“ und „Between Angels And Insects“ klingen sehr abwechslungsreich, eigenständig, gehen gut ins Ohr und sind echte All-Time-Klassiker des Genres – Ok, lassen wir das hier. Nicht mal Sarkasmus und Ironie können dieses Machwerk retten. Bei „Thrown Away“ scheinen die Möchtegerne sogar thrashig wirken zu wollen. Wie süß! Nur leider wird jeder noch so gute Ansatz durch die verdammt schlechten Einlagen des Sängers zunichte gemacht.

Musik soll ja eigentlich Spaß und Freude machen. Doch was hat Papa Roach sich bei INFEST gedacht? „Jeder will irgendwen mit seiner Musik glücklich machen und so was, aber wir passen uns nicht an, deswegen machen wir schreckliche Musik mit Baukastenriffs und helfen euch, den Tag nach einem Vollrausch ganz ohne Alkohol zu simulieren. Nur ein einfacher Durchlauf dieser CD und ihr bekommt die schönsten Kopfschmerzen eures Lebens – ya check it out brotha!“

Trotzdem gebe ich hier eine mehr als großzügige Wertung ab, da mit „Last Resort“ ein gutes Stück dabei ist.

Bewertung: 1.5 / 10

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