CD-Review: Pentagram Chile - The Malefice

Besetzung

Anton Reisenegger – Gesang, Gitarre
Juan Pablo Uribe – Gitarre
Juan Pablo Donoso – Schlagzeug

Gastmusiker

Tomas ‘Tompa‘ Lindberg – Gesang
Marc Grewe – Gesang
Schmier – Gesang

Tracklist

01. The Death Of Satan
02. La Fiura
03. The Apparition
04. Horror Vacui
05. Spontaneous Combustion
06. Grand Design
07. Sacrophobia
08. Arachnoids
09. King Pest
10. Prophetic Tremors


Was haben Napalm Death, Dismember, Darkthrone und At The Gates gemeinsam? Richtig, alle nannten in ihrer Frühphase Pentagram als Einfluss. Gemeint war natürlich nicht die amerikanische Doom-Institution, sondern das chilenische Abrisskommando, welches nun – 28 Jahre nach der Gründung – als PENTARAM CHILE sein Debüt „The Malefice“ veröffentlicht.

Bandchef Anton Reisenegger dürfte den meisten durch sein Engagement bei Criminal und Lock Up ein Begriff sein, ansonsten sind noch Gründungsmitglied Juan Pablo Uribe und der neue Schlagzeuger Juan Pablo Donoso an PENTAGRAM CHILE beteiligt. „The Malefice“ setzt sich aus zwei neuen Songs („King Pest“ und „Sacrophobia“) sowie acht neu aufgenommenen Klassikern zusammen, wirkt aber trotzdem wie aus einem Guss.
PENTAGRAM CHILE zeigen auf „The Malefice“ Musik aus einer Zeit, als es Genregrenzen noch nicht wirklich gab, Death Metal sich gerade im Entstehen befand und Black Metal noch eine Idee in Quorthons Hinterkopf war. Entsprechend vermischen sich im Sound der Band Slayer und Possessed ebenso wie Hellhammer und Kreator, was zum einen unglaublich old-schoolig klingt und zum anderen jede Menge Spaß macht.
Dabei sind PENTAGRAM CHILE nicht mal old-schoolig unterwegs, die Herren sind einfach alt, haben den ganzen Spaß mit erfunden! Seien es Midtempo-Songs wie der Opener „The Death Of Satan“, flottes Geballer wie das thrashige „Spontaneous Combustion“ oder Death-Metal-Kracher wie „La Fiura“ und „Grand Design“ – die Band bietet Material höchster Qualität.
Zudem lohnt sich bei „The Malefice“ der Griff zur Limited-Editon, da diese mit einer zweiten CD aufwartet, auf welcher man sieben weitere neu eingespielte Demo-Klassiker von PENTAGRAM CHILE um die Ohren gehauen bekommt.
Das alles gibt es in einem zeitgemäßen Soundgewand, welches den alten Krachern von PENTAGRAM CHILE allerdings nicht ihren Charme raubt, ganz im Gegenteil. „The Malefice“ ist der gelungene Spagat zwischen alten Songs und aktuellem Sound – druckvoll, aber retro, ohne dabei angestaubt zu klingen.

Reunions mag man gern kritisch gegenüberstehen, in manchen Fällen sind sie jedoch ein wahrer Segen und PENTAGRAM CHILE sind definitiv ein solcher Fall. Wer auf richtig alten, richtig geilen (Proto) Death Metal mit einer ordentlichen Prise Thrash steht, für den ist „The Malefice“ ein Pflichtkauf!

Bewertung: 9 / 10

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