CD-Review: Philip H. Anselmo / Warbeast - War Of The Gargantuas (Split-EP)

Besetzung

Philip H. Anselmo And The Illegals
Philip H. Anselmo - Gesang
Marzi Montazeri - Gitarre
Bennett Bartley - Bass
Jose Manuel Gonzales - Schlagzeug

Warbeast
Bruce Corbitt - Gesang
Scott Shelby - Gitarre
Bobby Tillotson Jr. - Gitarre
Dré Karst – Bass
Joe Gonzalez - Schlagzeug

Tracklist

01. Conflict (Nerve Meets Bone)
02. Birth Of A Psycho
03. Family, "Friends", And Associates
04. It


(Thrash Metal / Hardcore) Neuveröffentlichungen von PHILIP H. ANSELMO erregen immer Aufmerksamkeit. Handelt es sich jedoch um sein erstes Solomaterial, ist die Neugierde umso größer. Zu finden sind jene ersten Solostücke auf einer Split-EP mit WARBEAST, welche auf Anselmos Label Houscore Records, über welches diese EP auch erscheint, beheimatet sind.

Beide Bands steuern je zwei Stücke zu diesen unterhaltsamen 18 Minuten bei. ANSELMO gebührt mit „Conflict (Nerve Meets Bone)“ den Auftakt und eines wird sofort deutlich: So viel Hardcore hat man von diesem Mann nicht mehr gehört, seit Pantera auseinandergingen. Der Track geht amtlich nach vorn, hat Groove und eine recht vertrackte Struktur, die von einem Start-Stop-Riff und entsprechendem Drumming beherrscht wird.
„Birth Of A Psycho“ kommt an zweiter Stelle und stammt von WARBEAST. Wesentlich geradliniger als der Anselmo-Track aufgebaut, präsentiert sich der Song als ordentlicher Thrasher. Ein cooles Riff, treibendes Drumming und dominanter Gesang in bester Old-School-Thrash-Manier, vorgetragen mit jeder Menge Spielfreude und Energie. Nicht wirklich neu, aber auch alles andere als langweilig.
ANSELMOs zweiter Song hört auf den Namen „Family, „Friends“, And Associates“ und ist deutlich zielgerichteter als sein anderer Beitrag zu dieser EP. Hier werden die Hörer schmerzhaft daran erinnert, wie sehr Pantera der Metal-Welt fehlen, auch wenn das Riff selbstverständlich keine Dimebag-Qualität hat, was aber auch niemand ernsthaft verlangen kann. Unabhängig davon punktet der Track mit dicken Grooves, einem coolen Solo und Anselmos unnachahmlichen Gesang.
Den Abschluss geben WARBEAST mit „It“. Auch hier wird wieder Thrash vom Feinsten geboten, der absolut in Ordnung geht. Der Song macht richtig Spaß, genau wie deren erster Beitrag. Und das ist auch des Pudels Kern, denn während die beiden ANSELMO-Tracks deutliche stilistische Unterschiede aufweisen und somit recht vielfältig daherkommen, sind sich die beiden WARBEAST-Songs sehr ähnlich. Ob das nun schlecht ist oder lediglich folgerichtig, muss jeder Hörer für sich entscheiden.

Indiskutabel ist jedoch, dass die hier gebotenen zwanzig Minuten äußerst unterhaltsam sind. Hier stellen sich zwei Bands vor, die mit ihrem Material richtig Lust auf die beiden Alben machen, die folgen werden. WARBEAST dürfte allen Thrash-Fans zusagen und PHILIP H. ANSELMO spricht jeden an, der mit Pantera, Hardcore und Groove im Allgemeinen etwas anfangen kann.

Keine Wertung

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