CD-Review: Revel In Flesh - Death Kult Legions

Besetzung

Haubersson – Gesang
Hermannsgard – Gitarre
Maggesson – Gitarre
Götzberg – Bass
Vögtsson – Schlagzeug

Tracklist

01. In The Name Of The Flesh
02. When Glory Turns To Ruin
03. Black Oath Impurity
04. Graveyard Procession
05. Death Kult Legions
06. Frozen Majesty
07. Hurt Locker
08. Cryptcrawler
09. As Souls Descend
10. Levitation
11. Necropolis


Redet man über Old School Death Metal aus Deutschland, dann fallen im Grunde genommen immer die gleichen drei Namen. Deserted Fear, Chapel Of Disease und REVEL IN FLESH. Letztgenannte haben nun mit “Death Kult Legions” ihr drittes Album via Cyclone Empire veröffentlicht. Nach zwei Splitveröffentlichungen über das Label folgt somit das Full-Length-Debüt.

Musikalisch gibt es jedoch zunächst keine großen Überraschungen und wo Old School drauf steht ist auch Old School drin. So erfolgt die Eröffnung durch „In The Name Of Flesh“ in gewohntem Stile mit ordentlich Tempo und ohne Schnörkel. Der Refrain geht sofort ins Ohr, die Riffs sind ungeschliffen und alles fühlt sich nach authentischem Schwedentod an. Etwas überraschender ist der Sound bei „When Glory Turns To Ruin“, da der Song in seinen Strukturen durchaus an ältere Werke von Amon Amarth erinnert. Klare Melodien und Gitarrenläufe ziehen sich durch den gesamten Song, wobei das Riffing gewohnt knackig gehalten wird. Die kleine Extraportion Groove und die gewohnte Wechselwirkung aus tiefen Growls und heiseren Schreien machen aus dem Stück einen echten Ohrwurm.

Grundsätzlich lässt sich festhalten, dass sich REVEL IN FLESH nicht auf stures Up-Tempo oder rumpelndes Mid-Tempo fixieren, sondern gekonnt mit dem Tempo spielen und eine modernde und morbide Stimmung aufbauen. Die fünf Schwaben setzen zudem gezielt auf kürzere Samples, um den tristen und dunkel wabernden Eindruck nochmals zu verstärken. Die Gitarren klingen in erster Linie nicht auf Technik und Sauberkeit getrimmt, sondern vielmehr sorgen ihre tief gestimmten Klänge für das nötige Gefühl, dass man sich von einem Old-School-Album verspricht. Überhaupt erscheint das Material auf „Death Kult Legions“ sehr homogen und ausgewogen und so stört es eben nicht, dass das berühmte Rad nicht neu erfunden wird. Der gute, wenn auch nicht markanteste, Gesang von Haubersson passt mit perfider Genauigkeit zum gewünschten Gesamtbild. Tiefe Growls werden, nur wenn es der Stimmung zuträglich ist, mit heiseren Screams gemischt und auch Schlagzeuger Vögtsson stellt sich klar in die Dienste des gewünschten Gesamtbildes.
Die stärksten Momente haben REVEL IN FLESH jedoch ganz klar, wenn das Tempo gedrosselt wird und mehr Priorität auf den Gesang und die Gitarren gelegt wird, da bei den schnelleren Nummern die Atmosphäre zu leiden beginnt. So stechen eben Songs wie „Cryptcrawler“ oder „As Souls Descend“ mehr heraus als das Titelstück „Death Kult Legions“.
Ein ganz besonderes Stück wartet zudem noch am Ende des Albums. Mit „Necropolis“ hat es einen Cover-Song der mächtigen Manilla Road auf diesen Silberling verschlagen und, auch wenn solche Nummern Geschmackssache sind, darf man hier durchaus von einer gelungenen Version reden.

REVEL IN FLESH beweisen mit „Death Kult Legions“ einmal mehr, dass sie vollkommen zu Recht zu der deutschen Spitze des Death-Metal-Underground gezählt werden dürfen und das Debüt auf Cyclone Empire ist definitiv geglückt.

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Bewertung: 8 / 10

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