Review Sarkom – Doomsday Elite

  • Label: Dark Essence
  • Veröffentlicht: 2013
  • Spielart: Black Metal

Ich spare mir die einleitenden Worte und komme direkt zur Kernaussage der folgenden Review: SARKOM zeigen sich auf ihrem dritten Full-Length in bester Form. Auf „Doomsday Elite“ scheint das Duo Unsgaard und Sgt. V zeigen zu wollen, wie Black Metal abwechslungsreich und gleichzeitig glaubhaft für dessen True-Fraktion gespielt werden kann. Nachdem sich die Fans der beiden Norweger ab 2009 nur in Form zweier EP’s sowie einer Split-CD mit ihren Landsleuten von Urgehal zufrieden stellen mussten, melden sich SARKOM mit acht neuen Tracks zurück.

Der Grund für meine Aussage, dass sowohl Szene-Puristen als auch offene Hörer Gefallen an „Doomsday Elite“ finden werden, ist der Tatsache geschuldet, dass Unsgaard und Sgt. V sich nicht davor scheuen, bspw. Midtempo-Parts auf knackiges Gedresche folgen zu lassen. Oder melodische Gitarrenarbeit in den Vordergrund zu stellen und nicht dauerhaft Blastbeat-Salven zu liefern. Ein Vergleich zu Taake und Deathcult ist für SARKOM nicht abwegig, unterschlägt aber erstens deren ausgeprägte melodische Arbeit an den Saiten sowie zweitens ihren Mut, andersartige Klänge in einem Black-Metal-Song wie dem Titeltrack zu präsentieren. Mit „Inside A Haunted Chapel“ liefern SARKOM zusammen mit ihrem Gast-Gitarristen Vegar „Vyl“ Larsen (Keep Of Kalessin) einen knapp siebenminütigen Hit ab, dessen Verbund von typischen Black-Metal-Riffing mit dem von Tom „Thrawn“ Kvålsvol (ex-Dødheimsgard) eingestreuten Noise gelungener nicht sein könnte. Die Gitarren-Spuren wirken ebenso harmonisch mit dem Song verwoben wie die ambienten Einspieler, sodass sich „Inside A Haunted Chapel“ zwar merklich von den handfesten Black-Metal-Granaten wie „Cosmic Intellect“ abhebt und auch noch auffälliger ist als das ebenso mit elektronischen Klängen verfeinerte „I utakt med Gud“, aber „Doomsday Elite“ trotzdem wie aus einem Guss wirkt.

Im finalen Song „Stigma“ trumpfen SARKOM nicht nur mit einem zusätzlichen Gesangauftritt von Steve „Nachtgarm“ Marbs (Negator) auf, sondern auch mit einem orchestralen Klangteppich, welcher dem letzten Lied die entsprechende Epik erweist und „Doomsday Elite“ zu dem gebührenden Abschluss verhilft, dem es würdig ist. Ähnlich sehen dürften das die Fans, welche den Mix zwischen angezogener Schnelligkeit und melodischen Midtempo-Parts auf „Bestial Supremacy“ als obersten Vergleichspunkt für weitere SARKOM-Veröffentlichungen ansetzen. Was bei jenem Album noch weniger gut abgestimmt wirkte, wurde auf „Doomsday Elite“ derart verfeinert, dass der Qualitätssprung zwischen beiden Alben deutlich hervortritt. Wer „Bestial Supremacy“ als verbesserungswürdig empfand, wird mit „Doomsday Elite“ nicht enttäuscht werden.

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Wertung: 8 / 10

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