CD-Review: Savatage - Gutter Ballett

Besetzung

John Oliva - Gesang & Piano
Chris Oliva - Gitarre
Christoppher Caffery - Gitarre& Keyboard
Johnny Lee Middleton - Bass
Steve “Doc” Wacholz – Schlagzeug

Tracklist

01. Of Rage and War
02. Gutter Ballet
03. Temptation Revelation
04. When the crowds are gone
05. Silk & Steel
06. She´s in Love
07. Hounds
08. The Unholy
09. Mentally Yours
10. Summer´s Rain
11. Thorazine Shuffle


Versteht man heutzutage unter der Band Savatage eine Band, die sich ständig wiederholt und einstmals innovative Wege einfach nur weiter Auslatscht, waren sie im Jahre 1989 eine der Hoffungsträger des klassischen Heavy Metals. Schon mit dem mächtigem Paukenschlag aus dem Jahre 1987 „Hall of the Mountain King“ waren die Fans in heller Aufregung versetzt worden. Konnte die Band um die Oliva-Brüder diesen Hammer noch übertreffen? Oh ja, sie konnten und zwar mit Links.

Schon das einzigartige Cover lies die Banger auf eine besondere Scheibe schließen. Der alles überrollende Opener „Of rage and War“ ist meiner bescheidenen Meinung nach der schwächste Song des Albums und macht klar hier gibt es keine Gefangenen. Danach läuft das Titelstück wie in einem Guss aus den Boxen, John Oliva war in einer Form wie nie mehr wieder in seinem Leben. Das ist ein Song der in hundert Jahren noch dasteht wie eine Eins. In der Originalfassung natürlich. Der einstige Meistersänger ist ja noch nicht mal mehr ein Schatten seiner selbst. Er gibt zwar heutzutage noch alles, aber seine Stimme ist einfach im Arsch.
Das nun folgende geniale Instrumental macht den Weg frei für eine Ballade, die mit zu den großen Klassikern gehört. Wer „When the crowds are gone“ einmal gehört hat und nicht sofort diesen Song für immer in sein Herz schließt, dem ist nicht mehr zu helfen. Der Song hat ja leider mittlerweile einen noch traurigeren Hintergrund. Eben den Tot des Gitarristen und Songwriters Christopher Michael Oliva (1993 Tod durch Autounfall), die Band weigerte sich jahrelang des Song zu spielen. Aber zurück zu „Gutter Ballett“, kurze Erholung auf Akustische Art gibt es jetzt mit „Silk & Steel“, bevor der 2te Teil des Albums keine Gefangenen mehr macht. Mit „She´s in Love“ hauen die Savas einen der härtesten Songs ihrer Bandgeschichte raus, bangt Leute bangt.

Niemals wieder klang diese Band besser. Eine göttliche Verschmelzung aus etwas Klassik und Heavy Metal. Alles was Savatage nach „Gutter Ballett“ auf die Menschheit losließen, ist ein laues Lüftchen gegen diese Scheibe. Bevor hier die Leute auf die Barrikaden gehen und meinen „Streets“ wäre doch viel geiler. Nun, als ich damals den „Gutter..“-Nachfolger das erste mal hörte habe ich das Ding super enttäuscht zum CD-Verleih zurückgebracht. Ich finde die Scheibe auch heutzutage nur mittelmäßig. Richtig gut waren sie nach „Gutter Ballett“ eh nur noch 2 mal, das war auf „Edge Of Thorns“ und bei „Dead Winter Dead“, aber das ist ja auch nur meine Meinung.
Weiter im Text, es kommt ein All-time-Fave-Song von mir an die Reihe und zwar „Hounds“. Der Anfang düster, bedrohlich um dann mittendrin förmlich zu explodieren. Hier könnte man quasi den Wahnsinn direkt aus John Olivas Stimme spüren. Bei langen Fahrten auf nächtlichen Autobahnen habe ich schon beim intensiven hören diese „Dark Eyes aglow“ im Dunkeln zu sehen gemeint. Allein der Mittelpart mit dem Killerschrei!!! METAL-Feeling pur!! THEY HUNT YOU DOWN!!!!!!!!!!!!!! Yes Sir, so muss das, das killt!! Danach mit schnellem Riff durch die Nacht gejagt. Als wenn einem selber der Leibhaftige auf den Fersen wäre. Den nächsten Adrenalinstoss holt ich am besten im Doppelpack, weil ich weiß nicht ob, das schnelle „THE UNHOLY“ oder das leicht getragene (nicht weniger heavy wie John Oliva heutzutage Körperlich) „Menatlly Yours“ geiler ist. Danach gibt es eine Verschnaufpause mit dem wunderbarem „Summer´s Rain“, eine herzliche schöne Ballade, aber keinesfalls schmalzig.

Auf der CD ist der letzte Song „Thorazine Shuffle“ als Bonus-Track ausgewiesen, zur damaligen Zeit sollten so die Leute von der Schallplatte zur CD gelockt werden. Der Song ist heavy as Fuck, ein würdiger Abschluss eines Killeralbums. Es soll Leute geben die diese Scheibe nicht kennen, lasst euch gesagt sein, helft diesen armen Kreaturen und macht es möglich das sie nur einmal im Leben „Gutter Ballett“ gehört haben. Haltet mich für Behämmert, aber HÖCHSTNOTE. -Kurzer Einschub noch, Gitarrist Chris Caffery hat auf dem Album keinen Ton gespielt (er war einfach nur Verstärkung auf Tour und wurde erst später fest ins Line-Üp aufgenommen) wurde aber im Booklet mit Bild erwähnt.
Nebenbei dies Review ist mein Geschenk an METAL1 zum 1jährigen Jubiläum. Es kommt leider einen Tag zu spät. MENTALLY YOURS!!!!!!!!!! 10 PUNKTE

(Jörg)

Bewertung: 10 / 10

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