CD-Review: Saxon - Sacrifice

Besetzung

Biff Byford – Gesang
Paul Quinn – Gitarre
Doug Scarratt – Gitarre
Nibbs Carter – Bass
Nigel Glocker – Schlagzeug

Tracklist

01. Procession
02. Sacrifice
03. Made In Belfast
04. Warriors Of The Road
05. Guardians Of The Tomb
06. Stand Up And Fight
07. Walking The Steel
08. Night Of The Wolf
09. Wheels Of Terror
10. Standing In A Queue


SAXON sind schon auch ein Phänomen. Nicht nur, weil ihr Debütalbum inzwischen 34 ist, sondern auch, weil sie neben den obligatorischen 1-2 Live- oder Best-Of-Veröffentlichungen pro Jahr auch noch durchschnittlich alle zwei Jahre ein neues Full-Length-Album vorlegen.

Zur Musik SAXONs muss man nichts mehr sagen, hat sich das Konzept vom ungestümen, direkten Heavy-Metal-Song doch nie wirklich geändert. Sonderlich spannend sind die Briten nie, das musikalische Niveau ist überschaubar. Die eigentliche Frage ist somit immer, ob die im Prinzip altbekannten Riffs zünden und die Refrains zum Mitgehen animieren. Das tun sie auf „Sacrifice“ weitgehend, Songs wie „Made In Belfast“, der Titelsong oder „Warriors Of The Road“ knallen mit einer Frische und Akkuratesse aus den Boxen, dass es eine Freude ist. Bill Byford singt markant wie eh und je und lässt zu manchen Gelegenheiten durchaus Erinnerungen an die alten Hymnen SAXONs aufkeimen.
Trotzdem weiß man auch immer, dass, wie das bei Veröffentlichungen seit dem Jahrtausendwechsel nun einmal häufiger der Fall ist, keiner dieser Songs in letzter Konsequenz so relevant ist, dass man sich beim übernächsten Album noch wirklich an ihn erinnern wird. „Sacrifice“ ist beim Hören kurzweilig, aber wenn es dann durch ist, fühlt man sich musikalisch auch nicht richtig bereichert und würdestatt einem weiteren Durchlauf doch eher zu einem Klassiker greifen.

Wer auf SAXON schwört und sich kein Gramm Abwechslung oder Neuerung gönnen möchte, ist bei „Sacrifice“ sicherlich richtig, das Album ist auf jeden Fall eines der besseren seiner Zunft und hat von vorne bis hinten keine richtigen Schwachstellen – SAXON haben ja lang genug geübt, solche Songs zu schreiben. Ich persönlich finde trotzdem, dass man sich, wenn man „Lionheart“ oder „Call To Arms“ bereits im Schrank stehen hat, nicht zwingend auch noch „Sacrifice“ dazu kaufen muss, dafür unterscheiden sich die Alben unter dem Strich doch zu weing.
Der Limited Edition liegt auch noch eine Bonus-CD mit neu interpretierten Versionen alter Klassiker bei. Für sie gilt das selbe wie für das Album, schlecht ist das alles nicht, aber am Ende auch nicht so relevant, dass es für sich genommen einen Kauf rechtfertigt.

Bewertung: 7 / 10

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