CD-Review: Saxon - Unplugged And Strung Up

Besetzung

Biff Byford – Gesang
Doug Scarratt – Gitarre
Paul Quinn – Gitarre
Tim Carter – Bass
Nigel Glockler – Schlagzeug

Tracklist

Unplugged And Strung Up:
01. Stallions Of The Highway (remix)
02. Crusader (Orchester Version)
03. Battle Cry
04. The Eagle Has Landed (Orchester Version)
05. Red Star Falling (Orchester Version)
06. Broken Heroes (Orchester Version)
07. Call To Arms (Orchester Version)
08. Militia Guard
09. Forever Free (neu aufgenommen)
10. Just Let Me Rock (neu aufgenommen)
11. Frozen Rainbow (Akustik)
12. Iron Wheels (Live Akustik)
13. Requiem (Akustik)
14. Coming Home (Akustik)

Heavy Metal Thunder:
01. Heavy Metal Thunder
02. Strong Arm Of The Law
03. Power & Glory
04. And The Band Plays On
05. Crusader
06. Dallas 1 PM
07. Princess Of The Night
08. Wheels Of Steel
09. 747 (Strangers In The Night)
10. Motorcycle Man
11. Never Surrender
12. Denim & Leather
13. Back To The Wall


Mit Kompilationen geizen SAXON bekanntlich nicht: Seit der Gründung der legendären NWoBHM-Band im Jahr 1976 sind sage und schreibe 14 Zusammenstellungen ihres Schaffens auf den Markt gekommen, die in unterschiedlicher Kombination die großen Hits der Band variiert haben. Dass dabei der eine oder andere bemerkenswerte Verkaufstitel entstanden ist, verwundert kaum – unvergessen bleibt „The Very Best Saxon Album Ever“ von 2002. Die neue Kompilation aber heißt „Unplugged And Strung Up“ und kündigt damit einen Sampler mit einer ganz anderen Stoßrichtung an.

Zuerst aber muss man festhalten, dass es sich dem Namen zum Trotz nicht um ein Unplugged-Album handelt. Richtig unplugged sind auf dem Album eigentlich nur „Frozen Rainbow“, „Iron Wheels“ und „Coming Home“. Die anderen Titel wurden entweder voll verstärkt neu eingespielt oder mit diversen Orchestrierungen versehen. Besonders die letztgenannten Songs sind dabei interessantesten auf „Unplugged And Strung Up“: Die orchestralen Arrangements haben SAXONs großen Klassikern einige interessante neue Facetten zugefügt, wenn auch die Gerüste der Lieder meist unverändert blieben und vor allem neue Klangeffekte hinzugekommen sind. Dennoch sind gerade „Crusader“ oder „The Eagle Has Landed“ im neuen Klanggewand sehr gelungen und sorgen dafür, dass man auch bei diesen altbekannten Songs wieder neu hinhört.
Weniger spektakulär zeigen sich dagegen die neu aufgenommenen Songs, wie „Forever Free“ oder „Just Let Me Rock“. Beide klingen zwar in der neuen Fassung straighter und tighter, sind aber eben doch altes Material. Die Akustik-Fassungen sind ähnlich unspektakulär, wenn auch handwerklich über jeden Zweifel erhaben. Besonders die Live-Version von „Iron Wheels“ entfaltet eine schöne Stimmung.

Man könnte sich jetzt zurecht fragen, wer diese Zusammenstellung eigentlich braucht, zumal es sich nicht nur um die größten Hits handelt, die darauf vertreten sind („Forever Free“? Ist das euer Ernst?). Die Antwort fiele mir schwer, wenn man die richtigen Die-Hard-Fans außen vor lässt. Glücklicherweise erschöpft sich „Unplugged And Strung Up“ aber nicht darin. SAXON haben sich nicht lumpen lassen und für die Käufer der Limited Edition zusätzlich noch das Best-of „Heavy Metal Thunder“ von 2002 beigelegt. Auf dieser Scheibe finden sich tatsächlich die großen Hits der Band, von „747 (Strangers In The Night)“ bis „Motorcycle Man“, alle in ihren Ursprungsfassungen und ohne Modifikationen.

So herum wird ein Schuh daraus: Man kauft eine sehr gute, wenn auch etwas ältere Zusammenstellung von SAXON-Hits, und bekommt ein abwechslungsreiches Album mit alternativen Versionen gratis dazu. Wer noch kein Best-of von SAXON hat, darf also bei der Limited Edition gerne zugreifen. Das nackte „Unplugged And Strung Up“ hingegen wird wohl kaum jemanden hinter dem Ofen hervorlocken, der sich nicht ohnehin Saxon-LPs an die Wand hängt.

Keine Wertung

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