CD-Review: The Bulletmonks - Weapons Of Mass Destruction

  • Veröffentlichung: 2009
  • Label: Napalm
  • Spielart: Rock
Besetzung

Tyler Voxx - Gesang, Gitarre
Dangerous Dan - Gitarre
Spreace Jackson - Bass
M. Dogg - Schlagzeug

Tracklist

01. No Gain Just Pain
02. My World`s A Show
03. Lifestyle Junkie
04. Under The Black Sun
05. I Am
06. Canned Insanity
07. Downtown Is Dead
08. Never Be A Wannabe
09. Hand On Lord
10. We`re All Fucked
11. Tentacle
12. No Gain Just Pain (Unplugged)


THE BULLETMONKS machen sich auf, die Herzen alle jener zu erobern, die dieses bereits an Bands wie Volbeat, Motörhead und von mir aus auch noch Mad Sin verloren haben, um mal die in Metalkreisen einigermaßen aktiven Vertreter des Rock ’n‘ Roll bzw. des Rockabilly zu nehmen. Kurz, es gibt bereits eine unglaublich große Auswahl an Bands, die mehr oder minder genau dasselbe wie THE BULLETMONKS machen.

Das ist überaus schade für die Truppe, denn das bedeutet, dass man sich, ob man will oder nicht, an eben dieser Auswahl messen lassen muss. Wenn Musik schon so sehr ausgelutscht wie in den genannten Sektoren ist und sie trotzdem immer noch Spaß macht ist die Frage natürlich: Kann eine Band, die sich neu auf den Markt wagt, mit Ohrwürmern punkten, die an Coolness den altbekannten Hymnen gleichkommen und diesen so langsam aber sicher den Rang ablaufen?
THE BULLETMONKS könnten dies vielleicht. „Weapons of Mass Destruction“ ist zweifellos sehr nützlich als Familienpackung gute Laune zwischendurch und weiß handwerklich auch sehr zu überzeugen. Jeder einzelne Track besteht durchweg aus coolen, schwer rockenden Riffs, klangvollen Vocals und sich gut bemerkbar machender Rhythmusfraktion. Man hört durchaus den Spaß, den die Band beim Einspielen gehabt haben dürfte und dieser wird bis zu einem gewissen Grad auch auf den Hörer übertragen.
Auf der anderen Seite muss aber auch gesehen werden, dass man in absolut jedem Song an eine beliebige (Hard) Rock-Größe erinnert, und das nicht zu knapp. So klingt „Weapons of Mass Destruction“ bisweilen nach einem Old School Sampler, weniger nach einem komplett eigenständigen Album.

Darin besteht folglich auch der wesentliche Schwachpunkt des Albums: Die Eigenständigkeit, der markante, klar identifizierbare Sound fehlt noch komplett. Dafür kann man schon Songs schreiben, die ordentlich Laune machen (sich indes aber nicht als echte Mitgröhlhymnen qualifizieren). „Weapons of Mass Destruction“ kann man sich ohne weiteres zulegen und es macht dann auch Spaß, man verpasst aber nichts, wenn man es sein lässt. Sollten THE BULLETMONKS aber konsequent an sich arbeiten und zu den bereits guten Songs noch die eigene Note hinzufügen, kann man sich noch auf einiges aus dem Hause der Kugelmönche gefasst machen.

Bewertung: 6.5 / 10

Geschrieben am

Antworten

Your email address will not be published. Required fields are marked *

You may use these HTML tags and attributes: