CD-Review: The Excrementory Grindfuckers - Guts, Gore & Grind (Re-Release)

Besetzung

Him - Gesang
Rob – Gitarre, Gesang
Henni – Gitarre, Gesang
Rufus – Gitarre, Gesang
Pempas – Bass, Gesang
Christus - Schlagzeug

Tracklist

01. Beds are Grind
02. Country Putata
03. Grind auf'm Flur
04. Ein bisschen Grind muss sein
05. Es gibt kein Grind auf Hawaii
06. The Excrementory Grindfuckers (open the stomachs...)
07. Final Grinddown
08. Grind it Yourself
09. Grinderwahnsinn
10. Grindstrumental I
11. Hey Grindy
12. Ich bin wieder Grind
13. Looking for Grindcore
14. Picknick im Zenit metaphysischen Wiederscheins der astralen Kuhglocke
15. Vater Morgana
16. You're my Grind, You're my Core
17. Herzilein
18. I don't Wanna Sound Like Korn
19. Oh, When The Saints Go Grinding In
20. Grindin'
21. Play Funky
22. Die! Heartbreak Hotel
23. Grindcore In Your Face
24. Sinfonie der Destruktion
25. Grindstrumental II
26. Is dat genuch Grind (für Euch)?
27. Uncommercial Break
28. Your Wife Is A Guy
29. Letzter Song

Bonus-Tracks:

30. Grindcore Out Of Hell (Studio, 2002)
31. Radio Hawaii (Radiosendung, 2003)
32. Mao am Sack (Studio, 2003)
33. Fisted To Death (Studio, 2003)
34. Jesus / Kuhglocke (live Bad Salzungen, 2004)
35. Vater Morgana (live Bad Salzungen, 2004)
36.Grindcore Out Of Hell (live Bad Salzungen, 2004)
37. Thrash Is Fresh (Radio-Grindfuck-Remix, 2004)
38. Ich geb Gas (Studio, 2005)
39. Hose hoch (Studio, 2005)
40. Motorbesen (Studio, 2006)
41. Grindcore in meinem Hintern (Studio, 2007)
42. Wieder da (Anplackt-Session 2007)
43. Halb & halb (Anplackt-Session 2007)
46. The Excrementory Grindfuckers (open the stomachs...) (Anplackt-Session 2007)
47. Hallo Bomme (Anplackt-Session 2007)
48. Heimscheißer (Anplackt-Session 2007)
49. Grindcore Out Of Hell (Anplackt-Session 2007)
50. Licht ist schlimm (Studio, 2007)


Jaja, die ganz alten Säcke unter uns werden sich noch daran erinnern. Damals, als die heutigen Helden und Legenden ihre ersten Gehversuche noch per Hand einzeln auf CD gebrannt haben, die CD-Cover noch einzeln mit dem Nadeldrucker ausgedruckt, gefaltet und anschließend mit Buntstiften bemalt haben. Mundpropaganda en masse war die Folge in einer fast steinzeitlichen Welt ohne MySpace und dergleichen und so schmetterten Betrunkene einem „You’re My Grind, you’re My Core“ entgegen und das bescheuertste Zeug verbreitet sich eben am schnellsten, wie man weiß.

Und so kam es dann, die EXCREMENTORY GRINDFUCKERS wurden weltberühmt, brennen ihre CDs nicht mehr selbst, lassen sich schnieke Digipacks fertigen und lassen virtuelle Mundpropaganda über MySpace betreiben. Um die Welthits, die schon jeder kennt, soll es hier aber gar nicht gehen, sondern um die kultigen Anfänge der Grindfuckers aus dem Jahr 2001. „Guts, Gore & Grind“ gab es nur als minimalistischen Rohling mit Faltblatt (kultigst bedruckt übrigens) und nun, gefühlte Jahrzahnte später, kommt diese Sammlung voll exquisitem Schwachsinn auch endlich als richtige, gepresste CD. Mit neuem Artwork, aber in schicker Old School Optik, versteht sich.

Wie, du kennst die EXTREMENTORY GRINDFUCKERS noch gar nicht und weißt nicht, was die tun? Ganz einfach: Sie nehmen vorwiegend bekannte Schlager-, Pop-, Rock-, Wasauchimmer-Songs her und gehen mehr oder weniger immer nach dem gleichen Muster vor: Anspielen und mit voller Grindseite niederknüppeln. Die „Guts, Gore & Grind“ ist damit auch nach wie vor meine persönliche Lieblings-CD der Grindfuckers, da dieses Prinzip hier noch völlig unverbraucht war und konsequent durchgezogen wurde. Schlechter wurden die Grindfuckers sicher nicht, „Guts, Gore & Grind“ aber macht (mir) weiterhin am meisten Spaß.

Wenn unsere guten Freunde Klaus & Klaus („Da steht ein Grind auf dem Flur“), David Hasselhoff („Looking For Grindcore“), Megadeth („Sinfonie der Destrunktion“), Roberto Blanco („Ein bisschen Grind muss sein“), Limp Bizkit („Grindin’“) und natürlich („You’re My Grind, You’re My Core“) verehrt, veralbert und verlustigt werden, sind Spaß und Freude vorprogrammiert und gesichert, auch nach sieben Jahren noch. Und das beste an dieser Neuveröffentlichung (ausser das es neu gemastert und gemischt wurde): Auch die alten Säcke bekommen neues Zeug, ob nun bisher unbekannte Studiotracks, Live- und Akustikmitschnitte oder sogar Ausschnitte aus Radiosendungen. Worauf Lieder wie „Motorbesen“ oder „Ich geb Gas“ fußen, dass darf sich nun aber jeder selbst ausdenken. „Hose hoch“ übrigens ist eine großartige Überraschung, unbedingt anhören, auch wenn sich wohl manch Fan der inspirierenden Band auf den Schlips getreten fühlen könnte, aber das ist man ja inzwischen gewohnt ;)

„Guts, Gore & Grind“ ist einfach wunderbar, fantastisch, großartig. Ein grandioser Spaß für die ganze Familie (nun, vielleicht nicht die ganze), der auf Partys immer gut kommt (nun, auf den guten zumindest).

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