Interview mit Christus und Rob von The Excrementory Grindfuckers

Neben 0815-Schlagermusik und schrecklich lärmendem Grind gibt es für die EXCREMENTORY GRINDFUCKERS auch noch ein anderes Leben. Dass die Kollegen auch ernsthaft sein können, beweisen sie im Zwiegespräch mit uns.

Wie hat sich der Ausstieg von Him bemerkbar gemacht? Wie habt ihr es geschafft die Sache so professionell zu meistern, so dass kein Konzert
ausfallen musste?

Christus: Wir hatten nach der letzten Show mit Him (Ostern in Bonn) eine Auszeit von 2 Monaten. Wie dir sicherlich entfallen ist, ists kein neuer Mann, sondern Rufus, der vorhher auch schon einige Vocal-Aufgaben hatte. Perfekt spielt das neue Line-Up noch nicht ganz, aber wir sind auf dem besten Weg.
Rob: Es hat sich im Grunde auch nicht viel verändert. Rufus hat die Gitarre beiseite gelegt und macht halt mehr Vocals. Insofern macht weiterhin ein bekanntes Gesicht den Frontmann. Die größere Neuerung ist unser neuer Bassist Pämpers und der hat sich binnen kurzer Zeit schnell ins Team eingelebt.Wann ist mit einem neuen Album zu rechnen. Wie wird es sein? Wer wird dran glauben müssen?
Christus: Das neue Album kommt. Erste Aufnahmen sind bereits gelaufen und Ideen sind auch reichlich vorhanden. So 0815 Schlager-Grind wird für die „alten“ Fans auch wieder dabei sein, eine hörbare Weiterentwicklung der Band aber hoffentlich auch. Desweiteren wird die CD vermutlich rund sein und sich in einer nahezu quadratischen Hülle befinden. Glauben kann von mir aus jeder.Wie entscheidet ihr, welches (Schlager-)Songs ihr covert und von wem kommen die Ideen für die Texte und Umsetzung?
Christus: Irgendwer hat immer ne Idee.
Rob: Eigentlich covern wir auch nur, wenn uns die Ideen ausgehen. Und das scheint uns desöfteren zu passieren.

Gab es schon öfters Probleme mit Bands, die Einwände gegen eure
Coverversionen hatten.

Christus: Rob hatte mal nen Einwand. Sonst eigentlich nicht.

Wie würdet ihr eueren Stil eigentlich bezeichnen? Euer Meinung nach hat er ja nicht viel mit Grindcore zu tun.
Rob: Wahrscheinlich ärgern sich ein paar Szenewächter darüber, dass man unseren Quatsch in eine Schublade mit den ernsthaften Grindcore-Bands packt. Eigentlich ist es kein Grind, zumindest nur ne Mixtur aus Grindlärm, Metalgepose und Popmüll. Wie man das Ergebnis dann nennt, kann uns egal sein. Mir zumindest… oder Christus?
Christus: Was weiß denn ich. Ich spiele Schlagzeug. Worüber muss ich mir denn noch alles Gedanken machen?

Gibt’s eigentlich irgendwelche erwähnenswerten Patzer auf der Bühne, oder fällt das sowieso nicht auf?
Christus: Der einzige große Patzer ist der Frauenmangel im Publikum Wir arbeiten aber daran.

Was hört ihr privat noch außer Grindcore und Schlager?
Christus: Ich höre weder Grindcore noch Schlager in meiner Freizeit. Wer sich sowas anhört kennt doch den Unterschied zwischen Krach und Musik nicht, oder? Nein, im Ernst: Ich mag Fusion Jazz, Death Metal und alles andere was gut produziert ist und nen bisschen Lust auf mehr macht. So ein Langeweile-Standart-Metal wo immer nur das gleiche passiert is mir auch zu doof.
Rob: Die anderen hören auch alle was anderes. Rufus hört sich alles an, was abgefahren klingt, Pämpers steht auf Oldschool-Thrash und ich bin Devin-Townsend-Maniac. Wenn zwischen uns ein gemeinsamer Nenner besteht, dann bei MANOWAR!

Beim Terrorfest in Hollfeld habt ihr nur für eine Hand voll Leute gespielt, euch aber trotzdem voll verausgabt. Lob hierfür natürlich! Wie wichtig sind euch so kleine Konzerte? Wie hat’s euch in Hollfeld gefallen? Besondere Erlebnisse (Hektik, Erotik, etc.).
Rob: Für uns ist jedes Konzert ne Party, egal ob wir vor 10 oder 1000 Leuten spielen. Und so groß sind die Grindfuckers auch nicht, als dass wir nur die großen Events bereisen. Im Gegenteil, in den kleinen Locations sind wir zuhause. Die großen Hallen ab 500 Leute füllen andere Bands.
Christus: Hollfeld war schon nen kleiner Schock. Wir kamen vom Queens of Metal: Sonne, schöne Frauen, Alk.. Hollfeld, das Dorf zwar etwas größer, aber sonst der einzige Unterschied war, dass man endlich wieder telefonieren konnte. Auff’m QoM gab’s nämlich kein Handynetz. Sonst war Hollfeld ganz nett. Gesoffen haben wir gut.

Welche Bands habt ihr dort miterlebt bzw hat euch dort eine besonders gut gefallen?
Christus: Weiß nicht. Irgend nen Grind-Krach waren ja alle. Nicht meine Musik, aber diese Conspiracy waren ganz amtlich.

Wenn du ein Küchengerät sein könntest, welches würdest du sein und warum?
Christus: Kaffeemaschine. Immer total breit und im Koffein-Rausch.
Rob: Mixer. Wie im Studio so in der Küche.

Affen sind der natürliche Feind der Bananen. Der Mensch stammt vom Affen ab. Glaubt ihr, dass es irgendwann mal möglich sein könnte, dass Mensch und Banane in Frieden gemeinsam leben könnten? Habt ihr einen Beitrag dazu?
Rob: Die EU-Normen bezüglich der Bananenkrümmung verstoßen gegen das Anti-Diskriminierungsgesetz. Friede allen Palmen, Krieg den Supermärkten!
Christus: Kann Bush irgenwann mal mit dem Gedanken leben nicht Weltherrscher zu sein?

Angenommen ihr wärt Frauen und das Metal1.info Team stände euch zur Verfügung, mit wem würdet ihr zuerst schlafen wollen?
Rob: Angenommen ihr wärt Männer, dann könnte das vielleicht klappen.
Christus: Ich kenne euch nicht, aber warscheinlich würde ich es mir lieber selber machen.

Habt ihr euere Güllepille schon als Patent angemeldet? Wann geht sie in Produktion. Die Produktmerkmale (untergeben und dezent gleichzeitig ertragreich, potent und effizient) sind ja sehr verlockend. Könnt ihr mir was zuschicken, wenn sie in Produktion geht?
Chistus: In Hollfeld habe ich nen Bauernhof gesehn, die sofort mit der Produktion begonnen haben. Einfach jeden Tag einen Esslöffel vom Misthaufen mit einem Schluck Jauche verdünnen und in mehreren keinen Schlücken einnehmen. Bei Bedarf wiederholen. Eventuell kann auch eine Schaufel voll Mist unterm Kopfkissen die Wirkung verstärken.
Rob: Scheisse!

Wenn ihr ein Siamesischer Vierling wärt, wer dürfte von euch zuerst ran?
Christus: Wahrscheinlich Pempas. Der Rest is entweder zu besoffen oder schläft schon. Pempas hätte mit seinem Charme eh die besten Chansen.

Brainstorming, okay?

Eläkeläiset:
Christus: Him’s Sache…mir zu albern.
Rob: Die sind mir zu abwechslungsreich.

Blackjack und Nutten:
Christus: Yeah, Bender. Futurama rulez!
Rob: Als Songtitel könnte das Horn und Chris von den Slaters ansprechen, diese whack MCs!

Bier:
Christus: Ich hätte gerne eins.
Rob: Ich nicht, aber zwei schon.

Spezi:
Christus: Rob’s -Ultimatives – Metal – Getränk
Rob: Ist ja auch geiles Zeug. Wer da noch Mezzo trinkt, ist selber schuld.

Fußballweltmeister 2006:
Christus: Der Weinachtsmann?
Rob: So ein Blödsinn Christus! Ich will dich ja nicht desillusionieren, aber es ist möglich, dass es den Weihnachtsmann in Wirklichkeit garnicht gibt. Habe darüber mal was gelesen.

Sommer:
Christus: Festivals, Bier, Grillen, Sonne, Spass.
Rob: Sonnenbrand, Schwitzen, Heuschnupfen

Trve Norwegian Black Metal:
Christus: Krach der allerfeinsten Sorte.
Rob: Wenn Norweger, dann Kings of Convenience. Trve-Akustik-Lofi-Pop!

Metal1.info:
Christus: Nen paar tittengeile Jungs…
Rob: Die Interviews mit den deutschen Schlager-Grind-Bands haben die voll nicht im Griff.