CD-Review: Visions Of Atlantis - Ethera

Besetzung

Maxi Nil - Gesang
Mario Plank - Gesang
Cris Tian - Gitarre
Thomas Caser - Schlagzeug
Martin Harb - Keyboard

Gastmusiker:
Fabio D`Amore - Bass, Gesang
Roland Navratil - Schlagzeug
Simone D'Eusanio - Violone, Gesang

Tracklist

01. The Ark
02. Machinage
03. Avatara
04. Vicious Circle
05. Hypnotized
06. Tlaluc's Grace
07. Burden Of Divinity
08. Cave Behind The Waterfall
09. A.E.O.N. 19th
10. Bestiality Vs. Integrity
11. Clerics Emotion


Zwei Jahre sind seit den letzten Releases der Österreicher VISIONS OF ATLANTIS vergangen, jetzt ist nach einiger Verzögerung das neue Album „Ethera“ erhältlich. Stilistisch hat sich der Fünfer aus der Steiermark schon seit Jahren gefunden, so ist es wenig überraschend, dass der symphonische Metal hier auf der gesamten Spielzeit regiert.

So viel ist also von Anfang an klar, Überraschungen muss man nicht zwangsläufig erwarten. Maximal auffallend ist vielleicht noch der insgesamt hohe Anteil männlicher Vocals, was dem Gesamtbild einen etwas harscheren Klang verleiht. Ansonsten eigentlich Vieles wie gehabt, Songs im Midtempo mit einigen flinken Riffs, diverse Keyboardeinsätze, Gesangsduette und alles, was sonst noch so dazu gehört. Wer die Band kennt, weiß, was ich meine, wer sie nicht kennt, weiß es vermutlich auch.
Zu Gute halten kann man VISIONS OF ATLANTIS sicherlich, dass sie sich um Abwechslung bemühen, das eine oder andere Solo kommt ebenso zum Einsatz wie Doublebass und balladeske Momente. Leider bleibt dabei einiges Stückwerk, die Musik will weder zünden, noch will ein Funke so wirklich überspringen, die meisten Lieder klingen irgendwie…gleich.

So dauert es eine Weile, bis man auf etwas eingängigere Nummern trifft, erst die zweite Hälfte bietet Songs an, die man zumindest nach dem fünften Durchlauf wieder erkennt. „Burden Of Divinity“ wäre da ein gutes Beispiel, melodiös, direkt auf den Punkt gebracht und dennoch mit einiger Abwechslung, die man sonst trotz aller Bemühungen mit der Lupe sucht. Die Band hätte es sich wohl einfacher gemacht, wenn das Lied weiter vorne platziert gewesen wäre, aber auch der zweite „Aufhorcher“ („A.E.O.N. 19th“) hat es nur ans Ende der Platte geschafft.
Schwer zu sagen, woran es tatsächlich hapert, möglicherweise ist die Musik einfach überfrachtet mit Keyboardwänden, sonstiger Instrumentierung und dem ständigen Doppelgesang, irgendwie scheint mir hier zu viel Potential auf der Strecke zu bleiben. Das wenig attraktive Cover passt dabei nur zu gut ins Bild…

Unter dem Strich ist das natürlich ausgesprochen dünn. Die Musik als solche ist ja nicht schlecht, aber von einer Band, die seit bald fünfzehn Jahren im Geschäft ist, sollte man mehr erwarten können als zwei Songs, die sich etwas vom überaus durchschnittlichen Rest abheben. Mit „Ethera“ werden VISIONS OF ATLANTIS sicher keinen großen Schritt nach vorne machen, ein Album, welches zwar niemandem weh tut, welches aber ehrlich gesagt auch niemand so wirklich braucht – vielleicht mit Ausnahme der Metaleinsteiger im Teeniealter.

Bewertung: 5 / 10

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