CD-Review: Ajattara - Noitumaa

Besetzung

Ruoja - Gesang, Gitarre, Keyboard
Kalmos - Gitarre, Gesang
Tohtori Kuolio - Bass, Gesang
Raajat - Keyboard
Malakias IV - Schlagzeug

Tracklist

01. Keuhkosi
02. Massat
03. Mitä Kuolema Parantaa?
04. Saatana Palvoo Meitä
05. Saveen Saarnattu
06. Ikuisen Aamun Sara
07. Kielletyn Sanat
08. Säkeitä Riippuneesta Lihasta
09. Lammas


Zu AJATTARA fällt mir langsam aber sicher gar nichts mehr ein. Nach fünf Alben, die im Großen und Ganzen einen stetigen qualitativen Abwärtstrend des gebotenen doomigen Black Metals beschrieben, kommt man nun, mit „Noitumaa“, auf die Idee, die Gitarren einfach mal nicht mehr zu verzerren und so noch das allerletzte aus Riffs rauszuquetschen, die im Prinzip immer noch genau dieselben sind, wie auf den Vorgängeralben.

Nachdem dieses Konzept erstmal irritierend wirkt, stellt sich nach einigen Durchläufen tatsächlich eine Art Faszination für das ein, was „Noitumaa“ bietet. Der Mix aus wuchtiger Akustikgitarre, Bass und Schlagzeug in Kombination mit Ruojas unverändert kranken Vocals klingt einfach zu fremd, als dass man es nicht zumindest interessant finden könnte. Manche Songs gewinnen durch die neue Verpackung, die zum Teil auch angezogene Geschwindigkeit mit sich bringt, deutlich an Energie und Groove („Saaven Saarnattu“, „Ikuisen Aamun Sara“). Andere folgen dem typischen AJATTARA-Stil und kommen typisch langsam-stampfend daher, diese kann man mit enem Schulterzucken abtun, das ist eben das gewohnte langweilige AJATTARA-Material. Ja, und einige Songs sind auch einfach nur schlecht. Wenn Ruoja bei „Saatanan Palvoo Meitä“ ins Mikro blökt und wirklich dubiose Laute von sich gibt, fragt man sich schon, was da schiefgelaufen ist. Diese Songs sind dann zumeist die, bei welchen man sich auch bei der verzerrten Version der früheren Alben schon ans Hirn langte und sich fragen musste, was genau man sich dabei eigentlich dachte.

„Noitumaa“ ist eine Abwechslung zu den vorigen Scheiben, die durch eben jene auch in manchen Momenten wieder Spaß macht. Diese täuschen aber auch nicht darüber hinweg, dass den Finnen immer noch nichts neues einfällt und diese Expedition ins Akustische auch nicht zu überzeugen weiß, dafür ist man auch in diesem Bereich viel zu limitiert. Wer ein Faible für alternative Ansätze im Black Metal hat, kann trotzdem zumindest mal probehören, es macht aber auch nichts, wenn man diese Scheibe ebenso wie die Vorgänger einfach ignoriert.

Bewertung: 3 / 10

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