CD-Review: Ajattara - Lupaus

Besetzung

Ruoja - Gesang, Gitarre, Keyboards
Tartunta - Gitarre
Kalmos - Gitarre, Hintergrundgesang
Tohtori Kuolio - Bass, Hintergrundgesang
Raajat - Keyboards, Hintergrundgesang
Malakias 6,8 - Schlagzeug

Tracklist

1. Saatanan Sinetti
2. Ristinkirot
3. Suru
4. S.I.N.Ä.
5. Amen
6. Ave Satana
7. Uhrilahja
8. Lupaus
9. Machete


2012 mag den Fans von AJATTARA noch gut in Erinnerung sein, denn im April diesen Jahres gaben die Finnen ihre Auflösung bekannt. Nach 16-jähriger Bandgeschichte und sieben veröffentlichten Alben, deren Qualität eher zwiespältig bewertet wurde, trennten sich AJATTARA und hinterließen ihren Fans das neu gegründete Projekt Datura Nemesis um Sänger Ruoja und Gitarrist Kalmos. Zum Erstaunen vieler reformierten sich die Finnen fünf Jahre später und melden sich mit ihren achten, dem Comeback-Album „Lupaus“ zurück. Inwiefern dieses erneute Erscheinen auf der Bildfläche nun nötig ist, beurteilen Fans definitiv anders als die Kritiker, die AJATTARA das immer wiederkehrende Verwenden ähnlicher Motive vorwerfen, was das gemischte Feedback zur Diskografie der Finnen erklärt.

„Lupaus“ wird eines der beiden Lager enttäuschen: Entweder die Fans, indem sie ihnen eine Abkehr vom bisher gewohnten Material präsentieren, oder die Kritikern, indem sich AJATTARA so treu bleiben wie auf den sieben Platten zuvor. Treffen wird es letztere, denn die sechs Skandinavier zeigen sich nicht anders als bereits auf ihrem Debüt „Itse“ (2001); keine neuen Ideen, keine Ohrwürmer, aber auch kein schwaches Füllmaterial. Ebenso wie ihren Genre-Kollegen Khold gelingt es AJATTARA nämlich immer, ihr gewisses Extra, ihre bandtypische Atmosphäre in die Lieder zu transferieren, sodass ein AJATTARA-Song eben auch als solcher wiedererkannt wird. Gespickt mit eingängigen Riffs und/ oder melodisch-symphonischen Keyboard-Parts gelingt es den Finnen stets von neuen, ihre Songs leicht zugänglich, beinah schon anbiedernd zu machen.

Der Knackpunkt ist, dass diese Beschreibung für alle Alben durchweg verwendet werden kann, denn ebenso wie AJATTARA keine kaum ins Ohr gehenden Songs aufnehmen, so produzieren sie eben auch keine lahmen Lieder. Vielmehr wohnt den Tracks allzeit eine gewisse Kraft inne, von der die Finnen seit nunmehr 18 Jahren Bandhistorie speisen. Wem es gelingt, immer wieder davon berührt zu werden, hat auch mit „Lupaus“ seine Freude, denn obgleich die Herangehensweise von AJATTARA getrost als monoton bezeichnet werden kann, trifft dies nicht auf die Lieder zu, auch nicht auf ihrem Comeback-Album.

Bewertung: 6.5 / 10

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