CD-Review: Anthrax - The Greater Of Two Evils

Besetzung

John Bush – Gesang
Scott Ian – Rhytmus & Lead Gitarre, Hintergrundgesang
Rob Caggiano –Rhythmus & Lead Gitarre
Frank Bello – Bass, Hintergrundgesang
Charlie Benante – Schlagzeug

Tracklist

01. Deathrider
02. Metal Thrashing Mad
03. Caught In A Mosh
04. A.I.R.
05. Among The Living
06. Keep It In The Family
07. Indians
08. Madhouse
09. Panic
10. I Am The Law
11. Belly Of The Beast
12. N.F.L.
13. Be All End All
14. Gung Ho

Bonus Tracks:
01. Anthrax
02. Lone Justice
03. In My World


Die erste CD von Anthrax wurde 1984 auf den Markt gebracht, das ist also schon 20 Jahre her. Darum muss dieses Jubiläum gebührend gefeiert werden. So machte sich die Band an die Arbeit um ganz alte Klassiker neu einzuspielen. Doch das ist nicht alles: Sänger John Bush ist nun seit 1991 an Bord und bekam es zur Aufgabe die alten Songs mit seiner eigenen Stimme zu versehen. Auf Konzerten gibt’s diese Songs ja schon zu genüge zu hören, aber auf CD erst seit November 2004.

Zur Auswahl standen natürlich Stücke die vor Bush’s Zeit liegen, also Perlen wie „Caught In A Mosh“, „Indians“ oder „Madhouse“. Da Anthrax sehr viel Wert auf ihre Fans legen, durften diese via Internet auf der Anthrax-Homepage entscheiden, welche Lieder auf „The Greater Of Two Evils“ enthalten sein sollen.

Vom ersten Album „Fistful Of Metal“ wurden gleich drei Songs ausgewählt. Die Wahl fiel auf „Deathrider“, welcher in der neuen Version meiner Meinung nach um Längen besser klingt als 1984, „Metal Thrashing Mad“, und „Panic“. Alle drei Lieder sind super Thrash-Songs die würdig sind, es auf dieses besondere Best-Of zu schaffen.

Die „Spreading The Disease” wird von manchen Fans als bestes Album überhaupt in der Anthrax-Geschichte angepriesen. Andere sagen, der Nachfolger „Among The Living“ war noch einen Tick besser. Ich persönlich sage auch, dass „Among The Living“ etwas besser klingt, aber jedem das Seine. Von der „Spreading The Disease” gibt es mit “A.I.R”, “Madhouse” und „Gung-Ho“ ebenfalls drei Songs zu hören. „Gung-Ho“ ist der letzte Song auf der CD, wie schon damals. Und dieses Stückchen ist der heimliche Abräumer, nur „Deathrider“ kann in Sachen Tempo noch mithalten. Absolut nicht zu verachten ist auch „Madhouse“ welches zwar natürlich sehr ähnlich klingt, aber beim hören ein ganz anderes Gefühl vermittelt als die alte Version.
Von der schon erwähnten „Among The Living“ aus dem Jahre 1987 gibt es ganze 5 Songs zu hören. Neben dem Titelsong erwartet den Hörer vor allem eine Hymne in Form von „Caught In A Mosh“. Brilliant sind hier die Background Vocals von Scott Ian und Frankie Bello. Desweiteren sind noch „I Am The Law“, „N.F.L.“ und „Indians“ vertreten. Zu „N.F.L.“ gibt es eine lustige Geschichte wonach der Song aus einer Zeit kommt in der die Jungs gerne Sachen rückwärts sagten. So bedeutet N.F.L. „Efilnikufesin“ oder eben „Nice Fuckin’ Life“.

„Be All, End All” ist das einzigste Lied von der „State of Euphoria“. Hier hätte ich persönlich noch gerne „Antisocial“ gehört, denn das macht sich auf der diesjährigen DVD „Music Of Mass Destruction“ echt gut. Außerdem ist das auch ein Song der mit Bush ziemlich anders klingt.
„Keep It In The Family“ und „Belly Of The Beast“ sind die zwei letzten Songs die noch zu erwähnen sind. Diese stammen aus der letzten Scheibe vor der Bush Ära, „Persistance Of Time“.
Als Bonus für Besitzer des Digipacks gibt es auf einer weiteren CD noch die Lieder „Anthrax“ (auf „Fistful Of Metal“), Lone Justice (auf „Spreading The Disease“) und „In My World“ (auf „Persistance Of Time“).

Best Of’s sind ja bekannterwiese nicht so beliebt und schon gar nicht, wenn man von Bands die komplette Discographie zu Hause rumliegen hat. Aber hier muss man ganz klar eine Ausnahme machen. Eben darum, weil es sich durch quasi neue Songs gar nicht mehr um ein klassisches Best Of handelt. Dazu kommt noch, dass Anthrax hier absolut erstklassige Arbeit geleistet haben. Ich bin vollkommen zufrieden, auch wenn irgendwie „Got The Time“ etwas fehlt. Obwohl es ein gecoverter Song ist, ist es einer der ganz großen Klassiker. Aber trotzdem ist „The Greater Of Two Evils“ das Sahnehäubchen der vergangenen 20 Jahre Anthrax!

Keine Wertung

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