DVD-Review: Autopsy - Born Undead (DVD)

Besetzung

Chris Reifert - Gesang, Schlagzeug
Eric Cutler - Gitarre
Danny Coralles - Gitarre
Dan Lilker - Bass

Tracklist

Documentary: A History Of Horror

Maryland Deathfest VIII Concert 2010:
01. Twisted Mass Of Burnt Decay
02. In The Grip Of Winter
03. Severed Survival
04. Pagan Saviour
05. Disembowel
06. Ridden With Disease
07. Deathmask
08. Destined To Fester
09. Embalmed
10. Human Genocide
11. Fiend For Blood
12. Gasping For Air
13. Deathtwitch
14. Voices
15. Spinal Extractions
16. Slaughterday
17. Dead
18. Dark Crusade

Bonus Material:
Maryland Deathfest VIII Rehearsals 2010
PartySan 2010
Hole In The Sky 2010
Slaughter By The Water 2011

Extras:
Voices: From Creepy KOFY Movie Time
All Tomorrows Funerals: Promo Video
My Corpse Shall Rise: Promo Video
The Tomb Within: Web Promo Clip


Als 2009 die Nachricht umging, AUTOPSY werden sich wiedervereinigen, geriet so mancher Oldschool Death Metal Fan in Wallung. Immerhin vergingen fast 15 Jahre seit den letzten Liveauftritten der Legende aus San Francisco. Die Band spielte einige ausgewählte Festivalshows in den zwei darauf folgenden Jahren. Selbstverständlich wurden die so spannend erwarteten Darbietungen auf Video festgehalten. Hauptbestandteil von „Born Undead“ ist, neben einer ausführlichen Dokumentation über die Bandgeschichte, der Konzertmitschnitt vom Maryland Deathfest 2010. Dazu kommen Ausschnitte der Shows auf dem Party.San 2010, dem norwegischen Hole In The Sky 2010 und dem Slaughter By The Water 2011.

Zunächst einige Worte zur Doku: Über zwei Stunden hinweg wird chronologisch über jedes Jahr berichtet. Hauptsächlich kommentieren Eric Cutler und Chris Reifert Konzerte, Veröffentlichungen und personelle Wechsel. Außerdem spricht man über musikalische Einflüsse, die erste Europatour und die Tour 94, die letztendlich zu Auflösung führte. Freunde und Bandmitglieder anderer Bands (Cannibal Corpse, Exhumed, usw.) kommen zu Wort. Aufgelockert wird das Ganze mit einer Fülle an alten Konzertschnipseln, unter anderem vom Abschiedsgig in ihrer Heimatstadt und haufenweise Bildern von Flyern. Die letzte halbe Stunde handelt von der Reunion, den Festivalshows und neuem Songmaterial. Auch neue Fans der Band dürften sich als Autopsy Experten bezeichnen können, nachdem sie die „History Of Horror“ gesehen haben. Die Ausführlichkeit der Dokumentation lässt wirklich keine Wünsche offen.

Nun zu den Konzertmitschnitten: Die Qualität von Bild und Ton ist sehr ordentlich. Aufnahmen, die man von den großen Festivals wie Wacken oder Rock Am Ring gewohnt ist, darf man natürlich nicht erwarten. Solche sind auch gar nicht notwendig, denn die Atmosphäre der Konzerte ist sehr gut eingefangen.
Unterstützt wird die Band von dem eifrigen Bassisten Dan Lilker, bekannt durch seinen Einsatz bei zahllosen anderen Gruppen, wie Anthrax oder Nuclear Assault. Bedenkt man die Erfahrung der vier Musiker, die hier auf der Bühne versammelt sind, überrascht es kaum, dass die Performance fehlerfrei ist. Trotzdem muss ich sagen, dass ich schon Bands gesehen habe, die mehr Spielfreude ausgestrahlt haben. Das Publikum in Baltimore stört es trotzdem nicht und gibt mächtig Gas – angesichts des überragenden Songmaterials, das hier durch die Boxen geprügelt wird keine Überraschung. Ein Klassiker jagt den nächsten, denn von den ersten beiden Alben „Severed Survival“ und „Mental Funeral“ findet man von fast jedem Song auch eine Liveversion auf der DVD.
Mit den zusätzlichen Extras, wie etwa zwei Promo-Videoclips zu „My Corpse Shall Rise“ oder „All Tomorrows Funeral“ kommt man auf eine Spielzeit von fast schon epischen 293 Minuten.

Sowohl Fans der ersten Stunde als auch jüngeren Anhängern, die die Band kennenlernen wollen, kann ich „Born Undead“ wärmstens ans Herz legen. Denn mit knappen 5 Stunden bekommt man richtig was für sein Geld – 5 Stunden, nicht über irgendeine Band, sondern über eine wahre Death Metal Legende.

Bewertung: 8.5 / 10

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