CD-Review: Between The Buried And Me - The Parallax: Hypersleep Dialogues

Besetzung

Tommie Rogers – Gesang, Keyboard
Dustie Waring – Gitarre
Paul Waggoner – Gitarre
Dan Briggs – Bass
Blake Richardson – Schlagzeug

Tracklist

01. Specular Reflection
02. Augment Of Rebirth
03. Lunar Wilderness


BETWEEN THE BURIED AND ME, seit jeher bekannt für ihre eigenwillige und außergewöhnliche Mixtur aus Progressive Metal und Metal- und Mathcore, sind wieder zurück. Mit „The Parallax: Hypersleep Dialogues“ legen die fünf Jungs aus North Carolina ihr insgesamt fünftes Studioalbum vor, dessen Name bereits darauf deuten lässt, dass man es hier mit einem komplizierten Stück Musik zu tun haben wird.

Ein Indiz dafür ist auch, dass “The Parallax: Hypersleep Diagnosis” lediglich drei Songs beinhaltet. Das lässt bereits ahnen, dass diese dafür umso länger und komplexer sein müssen. „Specular Reflection“ legt los mit klassischen Instrumenten: Piano, und ein Bläser- und Streicherensemble, die eine düstere Stimmung aufbauen, woraufhin nach gut einer Minute Gitarre und Schlagzeug in heftiger Art und Weise einsetzen, untermalt von Tommie Rogers‘ Vocals – diese überzeugen sowohl in den cleanen als auch den geshouteten Passagen. Das macht den Refrain von „Specular Reflection“ zu einem recht eingängigen. Auch die Instrumentals tragen maßgeblich zum Stimmungsaufbau bei, insbesondere gegen Ende des Liedes, wo ein kurzes Interlude in eine bemerkenswert abgehackte Gesangspassage Tommy Rogers‘ mündet, welche wiederum von äußerst melodischen, zweistimmigen Gitarren-Leads abgelöst wird. Der zweite Track „Augment Of Rebirth“ ist etwas Metalcore-lastiger, auch hier überzeugt das Gitarrenduo Waring/Waggoner mit Sweep-Pickings und flinken Tappings, das Akkordeon-Interlude in der Mitte des Songs, das von Blastbeats abgelöst wird, ist auch eine coole Idee. „Lunar Wilderness“ ist der härteste und zugleich der groove- und hardcorelastigste Track der Platte – auch hier treten Gesang und progressive Zwischenspiele aber nicht in den Hintergrund.

Produziert wurde das Album von David Bottrill (Tool, Muse, Dream Theater), was sich darin bemerkbar macht, dass die Platte nicht zu metallisch und basslastig klingt, sondern der Sound den Gitarrenspielereien genügend Raum zur Entfaltung bietet. BETWEEN THE BURIED AND ME überlassen auf “The Parallax: Hypersleep Diagnosis” nichts dem Zufall, und klingen zu keinem Zeitpunkt vorhersehbar oder verbraucht. Im Gegenteil: Auch, wenn die drei Songs naturgemäß einige Zeit benötigen, bis sie sich erschließen, ist der fünfte Streich der Amerikaner ein gewohnt komplexer, aber sehr melodischer und in sich stimmiger geworden, der für Fans der Band ein Must-Have ist.

Bewertung: 8 / 10

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