CD-Review: Bullet For My Valentine - The Poison

Besetzung

Matthew 'Matt' Tuck – Gesang
Michael 'Padge' Padget – Gitarre
Jason 'Jay' James - Bass
Michael 'Moose' Thomas - Schlagzeug

Tracklist

01. Intro
02. Her Voice Resides
03. 4 Words (To Choke Upon)
04. Tears Don't Fall
05. Suffocating Under Words Of Sorrow (What Can I Do)
06. Hit The Floor
07. All These Things I Hate (Revolve Around Me)
08. Hand of Blood
09. Room 409
10. The Poison
11. 10 Years Today
12. Cries In Vain
13. Spit You Out
14. The End


Vor ein paar Monaten hätte ich BULLET FOR MY VALENTINE wohl ausgiebig vorstellen müssen, aber mittlerweile sind die vier Waliser schon in aller Munde und bedürfen kaum großer Worte. Wer es noch nicht mitbekommen hat: Der Vierer gilt als die Hoffnung der Insel und tatsächlich verstehen sie es auf exzellente Weise Metalcore, Emocore und klassischen 80er Jahre Metal zu einer explosiven Mischung verschmelzen zu lassen, die sich gleichzeitig durch gesunde Härte zum Abrocken und eine große Portion Melodik auszeichnet.

Nachdem bereits die selbstbetitelte 5-Track EP für Verzückung sorgte, legen die Jungs jetzt mit „The Poison“ das erste Langeisen nach. Nach gemütlichem Intro – mit Unterstützung von Apocalyptica – gibt’s mit „Her Voice Resides“ direkt auf die Fresse. Die vorgegeben Linie wird das Album über konsequent durchgehalten und so weist eigentlich jeder Track die Band-Trademarks auf: Treibende Beats mit Metalcore Riffs und aggressiver Gesang wechseln sich mit melodischen Sing-Along Hooklines. Ergänzt wird das Potpourri durch eingestreute Soli und Gitarrenparts, sodass während der Songs nie Langeweile aufkommt. Zu sehr verstehen es die Jungs, Song für Song Spannungsbögen aufzubauen und den geneigten Hörer bei Laune zu halten.
Die Tatsache, dass die Band zwei talentierte Vokalisten aufzubieten hat, gibt dem ganzen mehr Spielraum für tolle Wechselgesangsparts. Während Frontmann Matt Tuck sowohl melodisch als auch hart singen kann, überlässt er die die extremen Shouts lieber Basser Jay James und so brüllen sich die beiden geschickt durch die 13 bzw. auf dem Digipack 14 Songs.

Eins vorweg: Das unglaubliche Niveau des kurzen Debüts kann nicht über die ganzen 70 Minuten erreicht werden. Wo aber auf der EP eher fünf kleine Einzelkunstwerke standen, wirkt „The Poison“ mehr aus einem Guss, ohne dabei langweilig oder unispiriert daher zu kommen.
Die Band schießt dabei einige Ohrwurm-Granaten unters Volk, wobei ich persönlich neben den zwei Tracks, die man bereits von der EP kennt, noch „Suffocating Under Words Of Sorrow“, „Tears Don’t Fall“ und „All These Things I Hate (Revolve Around Me)“ hervorheben würde.
Alles in allem ist „The Poison“ ein klasse Einstieg als erste vollwertige CD der Jungs und zeigt, dass die Waliser einiges an Potential haben. Ich persönlich werde dabei dass Gefühl nicht los, dass in der Combo noch einiges mehr steckt und freue mich jetzt schon auf einen Nachfolger, der genau das beweist.
(Marty)

Bewertung: 8.5 / 10

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