CD-Review: Bullet For My Valentine - Hearts Burst Into Fire (Single)

Besetzung

Matthew Tuck – Gesang
Michael Padget – Gitarre
Jason James - Bass
Michael Thomas – Schlagzeug

Tracklist

01. Hearts Burst Into Fire (Radio Edit)
02. Hearts Burst Into Fire (Clean Album Version)
03. Hearts Burst Into Fire (UK Edit)


BULLET FOR MY VALENTINE gehören aktuell unbestritten zu den erfolgreichsten Acts der härteren Musik, von ihrem kometenhaften Aufstieg ganz zu schweigen. Zu einem entsprechenden Erfolg gehört selbstverständlich auch eine entsprechende Vermarktung – zumindest ist diese sehr naheliegend und durch einen Vertrag bei einer der größten Plattenfirmen für populäre Musik unvermeidlich. Allein schon durch die mittlerweile ungeheure Schnelllebigkeit von musikalischem Erfolg ist es nachvollziehbar, dass sowohl Plattenfirma wie auch Band versuchen diesen möglichst maximal auszuschöpfen.

In diese Strategie gehört dann auch die Veröffentlichung von Singleauskopplungen. Ganznebenbei eine nicht nur von über die Genregrenzen hinaus bekannten Bands mit entsprechenden Plattenfirmen praktizierte Taktik (man denke nur an Bands wie Iced Earth, Sonata Arctica oder Blind Guardian). Und so erschien nun mit „Hearts Burst Into Fire“ die zweite Single von BULLET FOR MY VALENTINE vom Album „Scream Aim Fire“. Über die Wahl dieses Songs lässt sich sicher streiten, unbestritten ist jedoch die ungeheure Eingängigkeit und Massentauglichkeit – also zumindest eine wohl kalkulierte Wahl. Die sonst ja durchaus auch mit brachialen Teilen aufwartenden Jungs erscheinen hier ganz brav als radiotauglicher Rockact (einen kurzen Schreier gibt es dann doch noch – alibimäßig sozusagen). Das Stück plätschert ohne große Riffs oder Aggressivität vor sich hin und klingt gerade noch hart genug, damit der durchschnittliche Radiohörer nicht verschreckt wird, sondern seine rebellische Ader entdeckt. Mit Metal oder dergleichen hat das hier nicht mehr viel zu tun.

Dass sich die drei Versionen auf dem Scheibchen bis auf eine paar Kürzungen nur äußerst marginal unterscheiden ist in Zeiten von Downloadshops dann allerdings doch etwas verwunderlich. Da hätte man sich die Herstellungskosten auch sparen können und gleich auf die reine Onlineversion setzen oder aber etwas mehr Abwechslung bieten müssen! Bei einer alten Rockband mit entsprechendem Publikum würd ich das ja noch bis zu einem gewissen Grad verstehen, nicht aber bei einer derart gehypten Band mit pubertierendem Publikum der Internetgeneration.

Für wen ist diese Single dann wohl gedacht? Entweder für den internetlosen Radiohörer, der mit der harten Seite der Band sowieso nichts zutun haben möchte, oder aber den Downloadshop-ablehnenden Fan der Band, der sich alles kauft wo BULLET FOR MY VALENTINE draufsteht. Wer das Album hat braucht diese CD definitiv nicht.

Keine Wertung

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