Review Dawn Of Disease – Through Bloodstained Eyes

  • Label: Eigenproduktion
  • Veröffentlicht: 2004
  • Spielart: Death Metal

DAWN OF DISEASE, das klingt doch schon nach purem Death Metal der amerikanischen Schule – und den zelebrieren die vier Recken aus Osnabrück und Umgebung mit Hingabe. Dies stellen sie mit „Through Bloodstained Eyes“ unter Beweis, eine 23min lange MCD die das verkorkste Death Metal Herz mal so richtig in Bewegung bringt. Wer Bands wie Deicide mag und der anhaltenden Melodic Death Metal Welle überdrüssig ist, der sollte unbedingt ein Ohr riskieren.

Knüppel aus dem Sack und rein mit der CD, so lautete die Devise. An Genregrößen wie die schon erwähnten Deicide orientiert man sich sichtlich gern, auch Krisiun dürfen hier und da herhalten, aber bis zu Morbid Angel reicht es noch nicht. Hier und da merkt man doch schon, dass erst einige Jahre mit einer Klampfe in der Hand die wirklich üblen Breaks, die jedem das Genick brechen, gelingen. Was die Soli angeht, kann man zwar schon etwas darbieten, aber irgendwo erinnern sie doch eher an Slayer und Slayersoli sind nunmal keine echten Sahnestücke.
Aber meckern kann ja jeder, was zählt ist, dass die Musik die DAWN OF DISEASE machen etwas ganz bestimmtes hat und einen mitreissen kann. Schnelle, vertrackte Songs die mit fiesen Riffs gespickt sind trfefen auf einen nicht ruhen wollenden Bass. Dazu natürlich ein Drumgewitter und tiefe, satte Growls. Fertig ist die „Guten Morgen“-Musik. Vielleicht denken einige, die Musik sei noch nicht ausgereift aber selbst diese Nörgler müssen zugeben, dass die Jungs gewaltiges Potential haben ich kann nur hoffen, dass sie auf ihrem nächsten Output noch mehr zeigen.Anspieltipps sind das recht abwechslungsreiche „Cut Per Cut“ und der Titeltrack „Through Bloodstained Eyes“ der einen recht thrashigen Touch hat. Die CD ist dick produziert und hat genau den Sound, der einen zu Boden gehen lässt.

DAWN OF DISEASE zeigen, dass es auch ohne viel Melodie geht, aber dafür mit viel Gerumpel. Wer die CD käuflich erwerben will, kann das bei der Band selbst, bei EMP oder bei Perverted Taste tun – und 6,50€ sind ja nun kein Beinbruch. Also: kaufen!

Wertung: 7 / 10

Geschrieben am 6. April 2013 von Metal1.info

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