CD-Review: Death - Spiritual Healing

  • Veröffentlichung: 1990
  • Label: Under One Flag
Besetzung

Chuck Schuldiner - Gitarre, Gesang
James Murphy - Gitarre
Terry Butler - Bass
Bill Andrews - Schlagzeug

Tracklist

01. Living Monstrosity
02. Altering the future
03. Defensive Personalities
04. Within the mind
05. Spiritual Healing
06. Low life
07. Genetic Reconstruction
08. Killing Spree


In ihrer Bandhistorie veröffentlichten die Deathmetalurgesteine Death fast durchgehend Platten die den Deathmetal beieinflussten. Angefangen bei ihrem von höllischer Deathmetalraserei geprägtem Debüt „Scream Bloody Gore“ (1987), über das geniale „Leprosy“ (1988) bis zu diesem Meilenstein, „Spiritual healing“. Eigentlich sollte der geneigte Deathmetalfan alle Deathplatten besitzen. Aber dabei ist diese Perle besonders hervor zu heben. Warum? Dem Kopf hinter Death, Chuck Schuldiner gelingt es die Stärken der beiden Vorgänger zu bündeln und den Deathmetal unglaublich musikalisch und auch für eher klassische Metaller interessant zu interpretieren. Agression und Dynamik sind perfekt wieder gegeben. Dabei setzt „Evil Chuck“ auf gigantische, variierende Riffs die er und der erstmals auf einem Death-Lonplayer zuhörende James Murphy technisch glänzend in Szene setzen. Chuck Schuldiner verstärkt sein Gesangsorgan technisch, sodass kein Gekreische zu hören ist und man die äußerst gelungenen, Sozialkritischen Texte Schuldiners relativ gut verstehen kann. Die Produktion ist fett ausgefallen und lässt die Platte wuchtig durch die Boxen tönen. Dies alles macht die Scheibe zu einer in dieser Form unerreichten Deathmetalurgewalt. Einzig allein das Drumming kennt man bei Death von den folgenden Platten besser, ist aber bei dieser Platte nicht entscheidend.

Bei dieser Platte einen Song hervor zu heben oder gar Anspieltipps zu geben ist verdammt schwer, da die Platte nur herausragende Stücke hat und restlos von der ersten bis zur letzten Sekunde überzeugt. Man muss die Platte einfach am Stück hören (oder falls man, wie ich das Vinyl besitzt, in zwei Teilen). Dennoch festigen sich im Kopf besonders der Opener „Living Monstrosity“ und das darauffolgende „Altering the Future“, welche den Gesamteindruck des Silberlings gut rüberbringen. Auch das durch sechs nacheinander folgende Solos brillierende „Low life“ sowie der mit einem göttlichen Riff bestückte und Tempowechsel beinhaltende Titeltrack entwickeln sich zu Ohrwürmern die man nicht mehr aus dem Schädel bekommt.
„Spiritual Healing“ beinhaltet 8 perfekte Songs die mit (wie schon vorher erwähnt) für die damalige Zeit in diesem Genre unglaublich gelungene Texte, welche abgedruckt sind, beinhalten und wird von einem fantastischen Cover verziert, dass von Edward j. Repka gezeichnet wurde. Also durch und durch ein Meisterwerk, dass ein Geben der Höchstnote auf jeden Fall rechtfertigt.

(people=shit)

Bewertung: 10 / 10

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