CD-Review: Emperor - In The Nightside Eclipse

Besetzung

Tracklist

01. Intro
02. Into The Infinity Of Thoughts
03. The Burning Shadow Of Silence
04. Cosmic Keys To My Creations And Times
05. Beyond The Great Vast Forest
06. Towards The Pantheon
07. The Majesty Of The Nightsky
08. I Am The Black Wizards
09. Inno A Satana


Reichlich Stress ging der Veröffentlichung von “In The Nightside Eclipse” zuvor: das Album wurde erst ein ganzes Jahr nach Produktion herausgegeben, die gesamelte Emperor-Mannschaft fristete ihr Dasein im Knast und zusätzlich gab es noch Probleme mit der Plattenfirma. Super Voraussetzungen also – und trotzdem ist das Album ein Meilenstein der Black Metal Historie. Emperor dienten hiermit quasi als Pioniere des „neumodischen“ Black Metal, die den Sound dieses Genres maßgeblich in neue Dimensionen hievten. Ohnehin waren Emperor noch nie eine dieser typischen norwegischen Bands gewesen, die sich auf klangliche Primitivität beschränkte. Schlicht unglaublich ist es festzustellen, dass sich alle Recken dieser Band damals noch im jugendlichen Alter befanden; so war Ihsahn damals gar noch frische 17 Jahre alt! Da kommt einem doch die heimliche Frage auf, was man im Leben denn falsch gemacht hat. Stimmts oder hab ich recht?

Atmosphärischen Black Metal spielen neuerdings viele Bands. Verschwende man seine Gedanken dabei nur an Dimmu Borgir und Cradle Of Filth, die im Vergleich zu diesem Meisterwerk schlichtweg untergehen. Es ist keine Frage, dass sie alle ihre Wurzeln bei Emperor fanden, einer Band die es wie keine andere verstand den höllisch lärmenden Black Metal Sound mit reifen Melodiebögen und einem verdammt geilen Keyboard zu nähren – ohne dabei auch nur ein einziges Mal in extremen Kitsch zu verfallen; wie es oben genannte Bands heutzutage tun.

„In The Nightside Eclipse“ bietet alles, was einen Klassiker der schwarzmetallischen Kunst auszeichnet: hasserfüllte Vocals, gut durchstrukturierte Songs, eine enorme Geschwindigkeit, scheißgeile Riffs und ein Keyboard, das sich zu keiner Zeit nervend in den Vordergrund drängelt. Es erweist sich als Schwierigkeit die besten Songs hervorzuheben, da allesamt eine treibende Kraft, Intensität sowie eine selten erreichte Kälte besitzen. Müsste ich es doch tun, würde ich (nach mächtig langer und verzweifelter) Überlegung „I Am The Black Wizards“, „Inno A Satana“ und „Into The Infinity Of Thoughts“ prämieren, was wie angedeutet nicht heißt, das die anderen Songs auch nur einen Deut schlechter wären.

Wer also meint auf intensiven, atmosphärischen Black Metal zu stehen ist mit diesem Album bestens bedient – der Rest wohl oder übel auch! Wer zweifelt hat ES nicht verstanden.

(Steffen)

Bewertung: 10 / 10

Geschrieben am

2 Kommentare zu “Emperor – In The Nightside Eclipse”

  1. Egal

    Ich finde das Album scheiße geil und habe mir sogar ein longsleeve davon gekauft, eins der wenigen Black Metal Merchandises, die ich besitze, da ich mich nicht gerne hinter Klamotte verstecke. Ich muss anmerken, dass Limbonic Art in Sachen Genialität mit „Moon In The Scorpio“ verdammt nah an „In The Nightside Eclipse“ ran kam. Bloß auf andere Art und Weise. Wie auch schlimmer. „In The Nightside Eclipse“ ist definitiv eines meiner Lieblings Black Metal Alben.

  2. Hagen von Tronje

    Für mich DAS Black Metal Album. Dieses Album ist in allen Punkten perfekt. Eiskalt, majestätisch und roh. Dabei stets melodisch und hasserfüllt.
    Ich kenne viele, welche die Produktion nicht mögen. Im Jahr 2014 gab es eine 25-jährige Jubiläumsausgabe als DoCD, welche remastert wurde…aber ich bleibe lieber bei der Originalaufnahme. Die Icarus Pressung beinhaltet zudem noch die Coversongs „A Fine Day To Die“ von BATHORY und „Gypsy“ von MERCYFUL FATE.
    Höchstpunktzahl!

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