CD-Review: Linie - Negative Enthusiasm (EP)

Besetzung

Jörn – Gesang, Gitarre
Alex – Gitarre
Ralph – Bass
Alex – Schagzeug

Tracklist

01. Intro
02. Vulgar Sequence Of Needs
03. The Mover
04. German Angst
05. You Didn't Learn Anything
06. Chewing Gum – Licked
07. Chewing Gum – Sick Edit
08. Blue Sky
09. Blue Daydreaming Blues
10. Outro


Sie kommen aus dem Raum Hamburg, existieren seit rund einem Jahr und veröffentlichen nun mit „Negative Enthusiasm“ ihre Debüt-EP. So weit, so unspektakulär. Allerdings haben LINIE ihren ersten Output mit stolzen zehn Songs bestückt, was in einer Spielzeit von gut 29 Minuten resultiert – das reicht anderen Bands für ein komplettes Album.

Nach einem kurzen Intro gehen LINIE mit „Vulgar Sequence Of Needs“ direkt amtlich in die Vollen. Getrieben von einem satten Punk-Rock-Riff und versehen mit einigen kräftigen Screams mischt die Band ihrem Alternative Metal eine ordentliche Prise Screamo bei, die simpel gehaltene Songstruktur reißt den Hörer direkt mit – hier gibt es keine Berührungsängste.
Die Band selbst beschreibt ihre Musik als eine Mischung aus den Queens Of The Stone Age und dem Rock der frühen 90er, was man so auch augenblicklich auf „Negative Enthusiasm“ wiederfindet. Gerade „The Mover“ erinnert mit seiner Mischung aus Groove und elektronischen Elementen sowie Effekten auf dem Gesang stark an die New Yorker von Yuppicide.

Mit zunehmender Dauer verschiebt sich der Fokus von „Negative Enthusiasm“ von den Riffs bzw. den metallischen Elementen hin zu den Elektronika. So kommt „Bluesky“ etwa nur mit elektronischen Effekten und einem Klavier aus, was zu Beginn der Platte nicht unbedingt abzusehen war. So verwirrend das sein mag, muss man doch die stilistische Bandbreite, die LINIE auf ihrer Debüt-EP abdecken, anerkennen und manchmal ist ja gerade die Reduktion aufs Wesentliche der Schlüssel zum Erfolg.

Eine knappe halbe Stunde voller Abwechslung und einer stilistischen Bandbreite, die so nur wenige Bands bieten – LINIE sind sicher alles andere als langweilig und gewöhnlich. Allerdings zünden nicht alle Songs so wie es z.B. „Vulgar Sequence Of Needs“ oder „You Didn’t Learn Anything“ gelingt. Trotzdem ist „Negative Enthusiasm“ eine gelungene EP, die Lust auf mehr macht.

Keine Wertung

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