CD-Review: Machine Head - Supercharger

Besetzung

Robb Flynn – Gitarre, Gesang
Ahrue Luster – Gitarre
Adam Duce – Bass
Dave McCLain – Schlagzeug

Tracklist

01. Declaration
02. Bulldozer
03. White-Knuckle Blackout
04. Crashing Around You
05. Kick You When You’re Down
06. Only The Names
07. All In Your Head
08. American High
09. Brown Acid
10. Nausea
11. Blank Generation
12. Trephination
13. Defeaning Silence
14. Supercharger
15. Hole In The Sky (Bonustrack)
16. Ten Fold (Bonustrack)
17. The Blood, The Sweat, The Tears (Bonustrack)
18. Desire To Fire (Bonustrack)


Supercharger heißt also der vierte Streich der Jungs aus San Francisco und soll die Energie die Machine Head live versprühen zu den Leuten ins Wohnzimmer bringen. Ganz geklappt hat das aber leider nicht…

Zuerst bekommt man mit ‘Declaration’ ein kurzes Intro zu hören das auf heftige Zeiten vorbereiten soll, ‘In times of war we must prepare for peace, in times of peace we must prepare for war’. Nun ja, nicht wirklich notwendig. ‘Bulldozer’ beginnt dann wie man sich es wünscht, mit einem Drumgewitter und tonnenschwerem Riffing. Doch bereits beim ersten Song merkt man dass hier irgendetwas nicht stimmt, der Sound ist irgendwie zu glatt und ja fast zu klar für Machine Head. Bei ‘White-knuckle Blackout’ tritt das gleiche Problem wieder auf. Irgendwie haben sich Machine Head den falschen Produzenten ausgesucht. Colin Richardson hätte da sicherlich bessere Arbeit geleistet.

Das darauffolgende ‘Crashing around you’ wurde zur ersten Single, da es klar neben ‘Deafening Silence’ das Lied mit dem größten Hitpotential ist und als richtiger Nu Metal-song durchrutschen kann. Wenn Linkin Park den Song rausgebracht hätten wäre er sicher ein Riesenhit geworden.

Das einzige Stück das wirklich an alte Burn my eyes-Zeiten erinnert ist ‘Only The Names’ das anfangs ziemlich ruhig und beklemmend ist und dann später erst an Fahrt gewinnt und mich vom Songaufbau immer wieder an ‘None but my own’ erinnert. In Lyrics geht es über Robb Flynns Speedsucht die er glücklicherweise überwunden hat und nun aus den Sicht der Droge spricht : ‘When I first told you name, I told you ours were the same and that’s not really a lie, cause my real name is your addiction.’ An Songs wie diesen kann man Herrn Flynn unübersehbare musikalische Genialität erkennen. Leider ist das einer der wenigen Highlights der Platte.

Erwähnenswert wäre noch ‘Deafening silence’ eine schöne Metalballade die kurz nach dem 11. September als neue Single veröffentlich wurde und der kraftvolle Titelsong bei dem es sich um die Energie dreht die bei Konzerten zwischen der Band und den Fans entsteht, die sich gegenseitig immer weiter hochpushen.

Unterm Strich muss man aber sagen dass diese CD leider bei weitem nicht an die frühen Geniestreiche herankommt und zu viele Songs (ca. 4-5 Stücke) nach mehrmaligem Hören einfach uninteressant und langweilig wirken. Punktabzüge gibt es auch wegen der zwar druckvollen aber zu transparenten (!) Produktion weil die Musik dadurch einfach nicht dreckig genug sind. Schade ist auch dass Robb Flynn hier wohl die besten Lyrics seiner bisherigen Karriere geschrieben hat, die Musik allerdings nicht immer stimmt (z.B. Blank Generation). Positiv zu bewerten sind die 4 Bonustracks (1 Coversong, 1 unveröffentlichte Aufnahme und 2 Livestücke) die man mitgeliefert bekommt wenn man sich die Digipakversion kauft. Insgesamt ist es aber eine gute Metalscheibe die man ruhigen Gewissens in seinem CD-Regal stehen haben kann.

Bewertung: 7 / 10

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